766 Onanie.
lässigem Stoff anzuziehen, um direkte Berührung der Genitalien zu verhindern.
Beifolgend sind auch zwei Apparate angegeben, welche ihnen zum gleichen
Zweck angeschnallt werden (Fig. 432 und 433). Sie haben aber auch ihre
Nachteile und werden nur selten wirklich notwendig werden. Niemals schlage
oder ängstige man onanierende Kinder, weil dadurch der Grund zu Nervenleiden
gelegt werden kann. Sie sind Verirrte, aber keine Verbrecher, oft
leider schon sehr kranke Menschen, und müssen daher zwar ernst, aber
durchaus milde behandelt werden. Kaltwasserbehandlung erzeugt bei erregten
. Personen geschlechtlichen Reiz;
man vermeide sie also und
verhüte besonders das Frieren
der Kinder. Beim Spiel bemerken
sie oft die kalten Füße
nicht; beständiges Frösteln erzeugt
aber einen heftigen Reizzustand
in den Genitalien, dem
die Kinder dann mehr oder
minder heimlich Folge leisten,
indem sie mit den Händen, auf
den Stühlen, mit der Bettdecke
usw. nachhelfen, um Befriedigung
herbeizuführen. Ermüdung,
bei schwachen Kindern
bis zur Erschöpfung,
große Reizbarkeit, die sich in
. ».« . Weinerlichkeit, Zorn, Unarten
dis. o nnweichel o neneicen in der äußert, Zerstreutheit, Unfähig=1,
2 Lippendrüsen. 3 Backendrüsen. 4, 5 Ohrspeiche= keit zu gesammelter Arbeit,
drise. 6 Ausführungsgang der Ohrspeicheldri e. · -
7UntekkzeferdmspSchllddmsp9Kopfm ckesr« blaue tiefe Ringe unter den
muskel. 10—14 Muskeln. 15 Gemeinschaftliche Augen, eine fahle, häßliche
Drosselvene. 16 Gemeinschastliche Kopfarterie zesi ießli «
(Carotis). 17 Außere Kieferarterie. Die Frrtene Gesichtsfarbe, schließlich ein
zungendrüse ist hier nicht sichtbar. abstoßender Gesichtsausdruck,
dazu abgebissene Fingernägel
und beim Mädchen oft ein schleimiger Ausfluß aus der Scheide oder auch
entzündete Geschlechtsteile sind die Folgen der traurigen Verirrung. Sie
gleichen sich in späteren Jahren nur durch sehr hygienische und maßvolle
Lebensführung aus, bei schwächlichen Menschen aber bleiben gewisse Kenn—
zeichen für immer bestehen. Vor allem vererben sie aus ihre Nachkommen
die sexuelle Schwäche, das Merkzeichen der heutigen kultivierten Menschheit.
— Sehr beruhigend wirken ein: warme Beinbäder, ebensolche Sitzbäder
von fünf bis zehn Minuten Dauer und 35° C., einstündige Spaziergänge
in ruhiger, gesunder Umgebung vor dem Schlafengehen, ernste, veredelnde