(No. 1071.) Verorbnung wegen der nach dem Gesetze vom 27sten Matz 1824. vorbthaltenen
Bestimmungen fuͤr das Herzogthum Schlesien, die Grafschaft Glatz
und das Preußische Markgrafthum Ober- Lausitz. Vom 2ten Juni 1827.
Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, Koͤnig von
Preußen rc. #2c.
haben über die in Unserm Gesetze wegen Anordnung von Provinzial-Ständen
im Herzogthum Schlesien, der Grafschaft Glatz und dem Preußischen Markgrafenthume
Ober-Lausitz vom 27sten März 1824. einer besonderen Verordnung
vorbehaltenen Gegenstände, die gutachtlichen Vorschläge Unserer dortigen getreuen
Stände vernommen, und erkheilen darüber nunmehr die nachfolgenden Vorschriften.
Artikel I.
Ein jeder der den fländischen Verband bildenden Landeskheile, nämlich
das Herzogthum Schlesien, die Grafschaft Glatz und das Preußische Markgrafthum
Oberlausitz wird, die erstern beiden Landestheile in der im Jahre
1806. und der letztere in der im Jahre 1815. statt gehabten Begränzung angenommen,
mie alleinigem Ausschluß der Enklaven, welche bei den Distrikten verbleiben,
zu denen sie, vermöge der neuern Verwaltungs-Eintheilung, gelegt sind.
Artikel II.
Im Stande der Fürsten und Standesherren, sind die Fürsten von Hatzfeld
und von Carolath, in Gemßheit der, ihren Vorfahren bei der Erbebung
der vormaligen freien Standesherrschaften Trachenberg und Carolath=Beuthen
zu Fürstenthümern, geschehenen Berleihungen bereits auf Unsern Befehl
aus der Zahl der K. 4. des Gesetzes vom 27sten März 1824. benannten Standesherren
ausgeschieden und den mit Viril-Stimmen berechtigten Fürslen zugetreten.
Demnächst haben Wir dem Durchlauchtigen Landgrafen zu Hessen-Rothenburg,
wegen des Herzogthums Ratibor und dem Durchlauchtigen
Fürsten zu Anhalt-Cöthen-Pleß, wegen der von Uns zu einem Fürstenthum
erhobenen seitherigen freien Standesherrschaft Pleß für Sich und die
nachfolgenden männlichen Besitzer des Herzogthums Ratibor und Fürslemthums
Pleß, sofern dieselben aus dem Landgraflich-Hessisch-Rochenburgischen oder
Fürstlich= Anhaltisch= Cöthen-Plessischen Hause seyn werden, Viril-Stimmen
verliehen und endlich auch die dem Erb-Landhofmeister Grafen von Schaffgotsch
gehörende Majoratsherrschaft Kienast zu einer freien Standesherrschaft
erhoben, und denen im K. 4. des Gesetzes vom 27sten Marz 1824. aufgeführten
Standesherrschaften hinzutreten lassen.
Im Stande der Ritterschaft ertheilen Wir hiermit den nachslehenden
Majoraté= und Geschlechts-Fideikommiß-Besitzern, nämlich:
1) Sr. Hoheit dem Herzog von Würtemberg, wegen des Majorats von
Karlsruhe; M2 Ho
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