Volltext : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1843. (34)

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daß  aus  der  gegenwärtigen  Uebereinkunft  keine  Folgerungen  auf  Anerkennung
bestimmter  hierauf  bezüglicher  Rechtsgrundsätze  gezogen  werden  können.
Artikel  2.

Die  in  den  betreffenden  Staaten  bestehenden  Vorschriften,  wodurch  in
Absicht  der  Regulirung  der  im  Artikel  1.  Litt.  a.  erwähnten  Ansprüche  der
Rechtsweg  ausgeschlossen  ist,  sollen  durch  gegenwärtiges  Uebereinkommen  nicht
aufgehoben  werden,  sondern  bleiben  nach  wie  vor  in  Kraft.

Artikel  3.

Ansprüche,  die  von  einem  der  kontrahirenden  Staaten  in  Beziehung  auf
den  betheiligten  Reklamanten  durch  Vergleich  oder  durch  eine  Entscheidung  der
bestellt  gewesenen  Liquidations-Kommission  bereits  erledigt  worden  sind,  können
auf  Grund  der  gegenwärtigen  Uebereinkunft  weder  bei  demselben  Staate  erneuert,
  noch  gegen  einen  anderen  Staat  gerichtet  werden.  Betraf  die  geschehene
Erledigung  nur  eine  Quote  des  Anspruches,  so  findet  die  vorstehende  Bestimmung
  auf  den  Ueberrest  des  Anspruches  keine  Anwendung.

Ist  aber  von  der  Liquidations-Kommission  eines  Staates  früher  die  Zurückweisung
  eines  Anspruches  blos  deshalb  erfolge,  weil  dem  Inhaber  desselben
nach  den  damals  angenommenen  Bestimmungen  die  Unterthanen-Qualität  mangelte,
  so  kann  sich  auf  eine  solche  Zurückweisung  dersenige  Staat  nicht  berufen,
dessen  Unterthan  nach  den  unten  (Urtikel  19.)  folgenden  Bestimmungen  der  Inhaber
  der  Forderung  am  31.  Januar  1827.  gewesen  ist.

Artikel  4.

Sollten  sich  Fdlle  ergeben,  wo  von  dem  einen  Staate  Ansprüche  bereits
befriedigt  sind,  die  nach  den  Bestimmungen  der  gegenwärtigen  Vereinbarung
einem  anderen  Staate  zur  Regulirung  (Artikel  1.  Litt.  #u.)  zufallen  würden,
so  findet  wegen  dieser  Ansprüche  keine  Ausgleichung  unter  den  einzelnen  Regierungen
  statt,  sondern  dieselben  werden  hiermit  allgemein  gegeneinander  außger
doben,  und  entsagen  die  kontrahirenden  Regierungen  hierdurch  ausdrücklich  allen
derartigen  gegenseitigen  Anforderungen.

Artikel  5.

Ansprüche,  die  erst  aus  Handlungen  der  jetzigen  Regierungen  entstanden
sind,  bilden  keinen  Gegenstand  der  gegenwärtigen  Auseinandersetzung.  Dahin
gehören  namentlich  die  gegen  Hannover,  Kurhessen  und  Braunschweig  gerichteten
  Reklamationen  der  Westphälischen  Domainen-Kufer.

Artikel  6.

II.  Ansprüche  Die  in  dem  Vertrage  zwischen  Preußen  und  Hannover  vom  23.  März  1830.
brester,  Mersoz  in  8.  J.  vorbehaltene  Auseinandersetzung,  wegen  der  dort  unter  Nr.  1.  erwähnvormalige
  Kö-  ten  Ansprüche,  sindet  nur  zwischen  den  genannten  beiden  Staaten,  ohne  Kon-*
  Weft  kurrenz  von  Kurhessen  und  Braunschweig  statt.

A.  Bestimmun-  Wegen  der  Ansprüche  von  Unterthanen  in  den  Eichsfeld-Hannoverschen
Ehuser  „ie  Aemtern  und  in  der  Stadt  Goslar  aus  Verwaltungs-Rückständen,  die  während
Verbinduch=  der  Dauer  des  Königreichs  Westphalen  entstanden  sind,  bleibt  es  bei  der  Bekeiten,
  (relcbe  stimmung  des  Artikels  40.  des  gedachten  Vertrags  zwischen  Preußen  und  Hanzrung
  des  Kö  nover  vom  23.  März  1830.,  so  weit  solche  Ansprüche  nicht  bereits  inzwischen  in
mcreiches  Gemäßheit  dieser  Bestimmung  erledigt  sind.

Westphalen
entstanden  sind.  Ar-