Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1863. (54)

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werden,  daß  dieselben  gemaͤß  Artikel  238.  des  Handelsgesetzbuches  noch  in  die
oͤffentliche,  zur  Versammlung  einladende  Bekanntmachung  aufgenommen  werden
koͤnnen,  wibrigenfalls  die  Beschlußnahme  daruͤber  bis  zur  naͤchsten  Generalversammlung
  zu  vertagen  ist.

g.  30.
Außerordentliche  Generalversammlungen.

Außerordentliche  Generalversammlungen  finden  statt  in  allen  Faͤllen,  in
denen  der  Verwaltangsrath,  die  Revisoren  oder  die  Aufsichtsbehörde  sie  für
nöchig  erachten;  auf  Antrag  der  Aktionaire,  gemätß  Artikel  237.  des  Handelsgesetzbuches,
  wenn  ein  solcher  Antrag  unter  Deposition  des  zehnten  Theils  der
emittirten  Aktien  beim  Verwaltungsrathe  geslellt  ist.

In  der  Einladung  muß  der  Gegenstand  der  zu  verhandelnden  Geschäfte
kurz  angedentet  werden.

S.  31.
Nothwendigkeit  einer  Gencralversammlung.

Außer  den  im  §F.  28.  genannten  Gegenständen  ist  der  Beschluß  einer
Generalversammlung  überhaupt  erforderlich:

1)  zur  Ausdehnung  des  Unternehmens  über  den  im  FK.  1.  angegebenen
Zweck  hinaus  und  auf  die  im  F§.  2.  vorbehaltene  anderweitige  Benutzungsart;


zur  Vermehrung  des  Grundkapitals  der  Gesellschaft  und  Kontrahirung
von  Anleihen  für  dieselbe;

zur  Fusion  der  Gesellschaft  mit  einer  anderen  und  Feslstellung  der  desfallsigen.
  Bedingungen;
zur  Uebernahme  des  Betriebes  auf  anderen  Eisenbahnen  und  zur  Uebertragung

  des  Betriebes  der  eigenen  Bahn  an  eine  andere  Gesellschaft
oder  an  den  Staat;

zu  Abänderungen  und  Ergänzungen  des  Statuts  auch  in  anderen  als
den  unter  1.  und  2.  genannten  Fällen;

zur  Aufhebung  der  Beschlüsse  früherer  Generalversammlungen;
zur  Auflösung  der  Gesellschaft;
zum  Verkaufe  der  Bahn.

Beschlüsse  über  diese  Gegenstände  können  sowohl  in  ordentlichen,  als
außerordemlichen  Generalversammlungen  gefaßt  werden;  der  Gegenstand  der
Berathung  muß  aber  in  beiden  Fällen  nach  §F.  30.  in  der  Vorladung  bezeichnet
  sein.  Alle  unter  1.  bis  5.  7.  und  8.  gedachten  Beschlüsse  bedürfen  der
Genehmigung  des  Staates,  um  für  die  Gesellschaft  verbindlich  zu  werden.

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