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K. 12.
Für jedes gewählte Vorstandsmitglied wird nach den Bestimmungen des
§. 10. ein Stellvertreter gewählt, welcher in Behinderungsfällen des Vorstandsmitgliedes
einzutreten hat.
Der Besitzer von Jankowo kann sich ein für alle Mal oder auch für
einzelne Geschäfte einen Vertreter zur Ausübung seiner Funktionen als Vorstandsmitglied
bestellen.
K. 13.
Der Direktor und die Vorstandsmitglieder, sowie deren Stellvertreter,
verwalten ihr Amt unentgeltlich; der erstere hat nur auf Ersatz der baaren Auslagen
Anspruch. 6
Jedes Sozietätsmitglied ist verpflichtet, die auf dasselbe fallende Wahl
anzunehmen. "
Der Vorstand versammelt sich jährlich mindestens zwei Mal, im Frühjahr
und im Herbste.
K. 14.
Die Streitigkeiten, welche zwischen Mitgliedern der Genossenschaft über das
Eigenthum von Grundstücken, über die Zuständigkeit oder den Umfang von Grundgerechtigkeiten
oder anderen Nutzungsrechten, und über besondere, auf besonderen
Kechtstiteln beruhende Rechte und Verburdlichteien der Parteien entstehen, gehören
zur Entscheidung der ordentlichen Gerichte. Dagegen werden alle anderen, die
gemeinsamen Angelegenheiten der Genossenschaft, oder die vorgebliche Beeinträchtigung
eines oder des anderen Genossen betreffende Beschwerden von dem Sozietatsdirektor
in Gemeinschaft mit dem Vorstande untersucht und nach Mehrzahl
der Stimmen entschieden.
Gegen die Entscheidung steht jedem Theile der Rekurs an ein Schiedsgericht
frei, welcher binnen zehn Tagen, von Bekanntmachung des Bescheides
ab gerechnet, bei dem Landrathe angemeldet werden muß. Ein weiteres Rechtsmittel
findet nicht statt.
Der unterliegende Theil trägt die Kosten.
Das Schiedsgericht besteht aus zwei vom Vorstande auf drei Jahre gewählten,
bei der Melioration unbetheiligten Schiedsrichtern und einem von der
Regierung zu Bromberg bestellten Obmann.
C. 15.
Die Genossenschaft ist der Oberaufsicht des Staates unterworfen und wird
das Oberaufsichtsrecht von der Regierung zu Bromberg und von dem Ministerium
für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten ausgeübt nach Maaßgabe dieses
Statutes, übrigens in dem Umfange und mit den Befugnissen, welche den Aufsichtsbehörden
der Gemeinden zustehen. *-