— 15 —
§. 3.
a. Durch den Ausbau der Hannover-Altenbekener Eisenbahn ist die
Preußisch-Lippische Hoheitsgrenze zwischen der Enklave Grevenhagen und der
Preußischen Gemeinde Sandebeck alterirt worden, indem die Grenzsteine Nr. 69,
70 und 71 von ihrem früheren Standort in der Art haben zurückgesetzt werden
müssen, daß eine Grundfläche von 77 Ar 94 Quadratmeter vom Preußischen
Hoheitsgebiete abgeschnitten worden ist, wie die darüber unterm 19. Oktober 1880
durch den Katasterkontroleur Visarius aufgenommene anliegende Karte ergiebt.
b. Um eine Ausgleichung des beiderseitigen Hoheitsgebietes herbeizuführen,
ist die bisher Lippische Grundfläche längs der Grenzsteine Nr. 103 bis hinter
Nr. 113 durch die neuen Grenzsteine Nr. 109, 110, 112, 113 und 113A zur
Gesammtfläche von ebenfalls 77 Ar 94 Quadratmeter der Preußischen Hoheit
wieder zugetheilt worden. Hiernach wird die Preußisch-Lippische Hoheitsgrenze,
welche seither bei den Grenzsteinen Nr. 69, 70 und 71 die auf der Karte be-
eichneten Parzellen der Kolonen Adrian Nr. 1, Grote Nr. 19 und Schwase
r. 21 zu Grevenhagen umfaßte, nach der durch den Eisenbahnbau veranlaßten
Veränderung nunmehr wie folgt beschrieben:
c. Von dem Grenzstein Nr. 69, welcher von seinem früheren Standorte
in gerader Richtung auf Nr. 68 um 130)12 Meter zurückgesetzt worden, wendet
sich die Hoheitsgrenze nunmehr rechtwinklig auf Nr. 70 an dem Ende des
Grundstücks des Kolon Schwase Nr. 21, fällt dann in gerader Richtung fort-
laufend bei Nr. 71 in die bisherige Hoheitsgrenzlinie wieder ein. Hierdurch sind
77 Ar 94 Quadratmeter von der Preußischen Hoheit abgeschnitten und der Lippi-
schen Hoheit zugefallen.
d. Um den Ersatz zu bewirken, ist weiterhin am Fürstlich Lippischen Forst
bei dem Grenzsteine Nr. 103 eine gleich große Fläche von 77 Ar 94 Quadrat-
meter in der Art aus der Lippischen Hoheit zur Preußischen gewiesen, daß seit-
wärts vom Grenzstein Nr. 103 der Grenzstein Nr. 109 eingesetzt worden und von
diesem in gerader Richtung die Grenzsteine Nr. 110, 112 und 113 an dem Lande
des Kolon Wrenger Nr. 10 zu Grevenhagen sich folgen, woselbst die bisherige
Grenzlinie wieder aufgenommen und fortgesetzt wird.
KC. 4.
Die Sub 1 bis 3 getroffenen Vereinbarungen treten mit dem Tage der
vollzogenen Ratifikation in Kraft.
G. 5.
Die Grundsteuer von den sub 1 bis 3 genannten Grundflächen wird jedoch
in dem Jahre, in welchem diese Vereinbarung in Kraft tritt, in der bisherigen
Weise unverändert forterhoben und erst von dem 1. Januar des darauf folgenden
(Nr. 9316—9317.) 3°