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c.
Die „Neue Mülhauser Zeitung“ brachte in Nr. 215
Jahrg. 35 (1905) folgenden Aussatz:
Deutsch und Französisch im Elsaß.
Der für seine dcutsche sprae sehr tief
empfindende Altmülhauker Dial Isschreibt
uns über diesen Gegenstand:
„Das immer wieder austauchende Jammergerede über
die ungenügenden Fortschritte der französischen Sprache in
den Reichslanden ist doch wohl geeignet einem Befremden
beizubringen, während doch nie und nirgends das leiseste
Bedauern laut wird über den Rückgang der deuischen
Sprache.
Bildung, Handel und Gewerbe, vollswirtschaftliche
Wohlfahrt werden stets als hochweise Gründe allen Ernstes
vorgetragen, wie wenn es offenbar auf der Hand läge, daß
u diesen ne der deutsche Sprachgeist völlig unsähig da
säne Welche Schma
Hat etwa Frankreich seinen Wohlstand der Erlernung
fremder Sprachen zu verdanken?, da doch jeder Fremdledende
dem Durchschnitlsfranzosen als ergötzlicher Hanskasper
vorkommt und er niemals in Versuchung gerät, sich
mit dessen Sprache zu beschäftigen; oder hat der Brite
seine unbestritten siberlegene Machtstellung im Handel durch
Nachgiebigkeit in der Sprachensache erworben, er, der sich,
starr in Rede und Schrift, in seinem Englisch verschanzt
hält und verächtlich auf die ganze Velt blickt, die sich bemüht,
seiner Zunge kundig zu werden?
Selbst im Uleinen Griechenland, das so bewußt um
seine Volkheit besorgt ist im Gefühl, daß die Sprache eines
Stammes dessen Daseinsbedingung ist, würde jedem
Bäuerlein der Umtausch der langen, schwierigen heimischen
Worte für bequemere fremde, ein Hohn auf das Vaterland
sein.
Die gleiche hohe Entrüstung bewog einst in alten
Zeiten die jüdischen Vaterlandseiferer zur verzweifelten
Maßnahme, die Andersredenden auszuscheiden und das
Volk zu zwingen, ihre nichthebräischen Weiber und Kinder
zu entfernen.
Abgesehen von unsiunigen Anschauungen bleibt aber
doch fest, daß es Not tut, aufmerlsam zu sein auf die
Zurücdrängung seiner Sprache, mit der Deutschland sortwachsend
bedroht ist.
*) Seine Gedichte erschienen bei Karl Stuckelberger in Mülhausen.
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