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seine Macht in der Eitelkeit der Frauen begründet ist und daß der Kampf
darum so sehr verlängert und erschwert wird. Sie wissen, daß die schmale
Mitte ihre weiblichen Reize besser hervortreten läßt, daß die Brüste voller
erscheinen, wenn sie gehoben werden, die Hüften runder, kräftiger, wenn die
obere Gegend schmal erscheint. Daß vielen Frauen die kokette Berechnung,
die in solcher Bekleidungsart liegt, nicht bewußt ist, soll gleich hinzugesetzt
werden; ja, sie wenden sich entrüstet und schamerrötend ab, wenn man ihnen
sagt, sie heben künstlich Becken
« und Brüste hervor, um reizend
«« auf das andere Geschlecht zu wir-1
„ ken. Gerade auf jene Franen, die
4à »· dies aus Stolz und echter Frauen-"
würde nie mit Bewußtsein tun
« würden, wollen wir Einfluß gewinnen,
sie wollen wir ermutigen, für
Abschaffung einer Kleidertracht ein-L;
zutreten, die mit dem Bewußtsein
. ise der selbständigen Frau der Zukunft
6 ’""" nicht mehr übereinstimmt. Solange
wir uns immer noch bemühen, als
— »«. Geschlechtswesen hervorzutreten,
r GC□ dirfen wir uns nicht wundern,
« «vomManneinersterLinienicht
«""nachunseremgeistigenWert,sondern
nach unseren körperlichen
Vorzügen gemessen zu werden.
Es sei jedoch damit keineswegs
gesagt, daß wir uns des-»
halb verunschönen sollen, im Gee
*- genteil! Für eine edlere, auf ge-—n“——33
sunden und wahren Verhältnissen
aufgebaute Schönheitspflege
wollen wir eintreten und für diese Verständnis erwecken. Im nächsten Kapitel
über die Schönheit wollen wir unseren Standpunkt noch näher begründen
und erläutern.
Wir wünschen also eine schönere, aber keuschere Frauenkleidung einzuführen
und verweisen darum abermals auf Fig. a—- der auf Seite 155
abgebildeten Frauentrachten. Man betrachte sie recht lange! In den faltigen
Gewändern, richtig jeder Figur angepaßt, kommt die natürliche Schönheit
des weiblichen Körpers viel mehr zur Geltung; bei jeder Bewegung entwickelt
sich ein neuer Faltenwurf; die Gestalt ist verhüllt und dennoch freier als in
festgebundenen Röcken und im eng anliegenden Korsett.