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den willen undt testament abbten Herdtwiegs nicht brechen wollen,
was pöen sein dann die gewärtig, derer ambt und pflicht erfordert,
den letzten willen ihrer fundatoren zu vollzihen, ohne alle noth,
allein ihres sanffts!) halber, verbrechen,?) die gebaw einfallen laszen,
die einkommen verkauffen, an andere orth sich vom begräbtnusz
ihrer stiffter verruckhen. Dann hette dieszer löbliche fürst die
schwehre kranckheit desz geitzes wie etliche gruszkopffe gehabt,
so were dasz creutz ad Ephesios?) gangen. So ist es noch an dem
orth, da abbt Herdwig dasz hinverordnet, so lang Gott will.*)
10 IV. Albrecht. Der vierdte abbt Albrecht?) hat st. Oszwaldt °)
kirchen und spittal zu Chomburg gestifftet.
V. Gernot. Der fünffte abbt Gernot’) oder Gernant hat
gelebt wie im brieff zu Chomburg gemelt, so den wechszel um)»
dasz schlosz Hall und dasz orth, allwo ietzunder der spittal stehet,
15 belanget.
Anno domini 1156, alsz er drey jahr und etliche monath die
abbtey zue Chomburg löblich regirt und sein geistlich leben weith
berühmbt wordten, ist er zue einem abbt zu Fulda postulirt wordten,
und an seine statt bey seinem leben
ot
20 VI. ein eonventual zue Chomburg, Engelhardt, Leo genandt,
zum abbt erwöhlet. Ehe aber abbt Gernot vom stuhl zue
Rohm zu einem abbt zue Fulda bestettiget, starb er, ligt im münster
1 disz testamonts H1. | verbrochen I, H?, RK, St3, | ist solch oroutz wider nach Comburg
kommen. Was poen... H!. 4 aanffte: sauffens H', H4, R, 8t?; ampts H?. 5 biearohbnus
113, RK; ort ihrer begrebnus sie varr. H4, 813, 9 Diser apt Herdwig ligt under
vorgedachtem gülden louchter bey denn andern fundatoribus, woloher gebein in cinem
liderin sackh worden behalten IT}, St?. 10 Adelbertus Y'!, R, Sı?. | s. Joren H4, Sı?.,
11 gestifftet: dem ist das schloss Hall genandt alsz lehenhern haimgefallen, welches gestanden
ist uff dem berg, da ietzt s. Michels pfarrkirch stehet. (Gieschach anno 1156 HI.
13 (iernant: Gernold HM!, H4, Stt. | hat— belanget feAls H1, II, H4, R, 813. 16 Anno
d. 1160 feA4u IT!, 93, H4, S1?. 18 wordten, unnd volgentz anno 1158 daselbst gestorben,
ligt aber zu Comberg begraben MH. 20 conv. awa H!, H3, H\; landtcommenthur St!.
31 Gernandt H', KR. 33 ligt — begr. feAlı H\.
ı) „der sanft“ (auch „die senfte“): die Bequemlichkeit, Gemächlichkeit
(Lexer). — ?) konstr.: ihn (den leisten Willen) aber brechen. — ®) Wechslern,
Wucherern. — *) Das Kleinod muss im dreissigjährigen Krieg abhanden gekommen
sein (Gradmann a.a. 0. S. 61). — ®) Albrecht oder Adelbert, urkundl.
bezeugt für 1149, Müller 5.35. — °) Die später abgebrochene Oswaldskapelle
auf Komburg; der genauere Ort, wo sie stand, ist nicht zu ermitteln. —
?) Unter Gernot fand die Weihung des Michaelsmünsiers in Hall 1156 stalt,
WU. 2, 8.102. Er regierte nach Widmans gleich folgender Zeitbestimmung
1153—1156, nach Müller (vgl. die Lesart H!), Ritterst. K. $. 35 1156—1158.
Seine Berufung gum Abi in Fulda wurde nicht perfekt, da er starb, che die
päpstliche Bestätigung eintraf (s. beim folg. Abt).