Full text : Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation. Band 36. Sechste Abtheilung: Die kleinen deutschen Höfe. Zweiter Theil. (36_6_2)

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die  Willfährigkeit  in  diesem  Stück  nicht  zu  offenbaren.
Es  sind  die  mitgetheilten  Nachrichten  ihren  Eigenthums-Herrn
  entweder  noch  bei  Lebzeiten  des  Wohlseligen  von
ihm  selbst,  oder  doch  nach  seinem  Tode  von  den  Erben
  so  richtig  wieder  zugesandt  worden,  daß  kein  Blatt
verloren  gegangen  oder  zurückbehalten  worden.“

Das  schönste  Zeugniß  ertheilt  diesem  redlichen  Manne
der  Verfasser  der  Bülow#'schen  Geschlechtshistorie,  der
strelitzische  Geheime  Kammerrath  von  Bülow:  „Er  war
ein  rechtschaffener  Geistlicher,  der  wegen  seiner  eremplarischen
  Amtsführung  und  seiner  ausgebreiteten  Gelehr-=samkeit
  Mecklenburg  unvergeßlich  sein  wird.  Nur  Ausländern
  kann  der  Propst  Franck  unbekanm  sein,  welcher,
obgleich  der  unglückliche  Sternbergsche  Brand  seine  erste
Arbeit  vernichtet,  dennoch  sich  bei  Geduld  und  von
dem  Himmel  Jahre  genng  erhielt,  sein  „Alies  und
Neues  Mecklen  burg“  in  vier  starken  Quartbänden  zu
vollenden.  Ein  Mecklenburger  wird  bis  1753  ihn  nicht
leicht  unbefriedigt  nachschlagen,  und  se  wie  seine  Unparteilichkeit
  ihm  Ehre  machte,  so  wird  auch  vorzüglich  vie
Nachkommenschaft  ihn  werthschätzen,  und  wenn  er  etwa
in  Worten  oder  sonst  gefehlt,  nicht  vergessen,  daß  er
kein  beuchlerischer  Jesuit,  sondern  ein  gewissenhafter
Prediger  und  ein  Mensch  war.  Bei  mir  ist  es  sein
größter  Fehler,  daß  er  nicht  unser  Landsmann  gewesen
  ist.“

Aus  dem  Lortrefflichen  Werke  Franck's  nun  ist
„der  ganze  turbulente  Landeszustand“  mit
der  vurchsichtigsten  Klarbeit  kennen  zu  lernen,  in  wel-