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Ganze der Kirchengeschichte umfassen wollen, so jaͤmmerliche
Ausschreiber der hier genannten Autoren, daß sie hier keinen
Platz verdienen. Fast bis auf die Zeiten der Reformation
hin dauerte diese unglückliche Lethargie. Denn es waren
nur einzelne schwache Versuche, welche zur Zeit der
Kosinitzer und Basler Synode und auch von Lorenz Valla
gemacht wurden, die Nacht der drückendsten Vorurtheile ein
wenig mehr gußzuhellen.
S. 9.
Zur Zeit der Reformation griff eine Gesellschaft Lutherischer
Theologen (Matth. Flacius war an ihrer Spitze) die
Rdmische Kirche in einem Werk von mehreren Folianten an,
worinn sie bis ins 13 Jahrhundert herab zeigten, wie unrichtig
die Alterthumsprätensionen der Roͤmischen Kirche seyen).
Ueber ein Jahrhundert lang ruhten die Lutherischen Theologen
auf den Lorbeeren, welche diese Männer mit der unbegreiflichsten
Arbeit errungen hatten, Georg Calirt
that etwas **) aber sein Zeitalter war nicht zu wecken.
Ittig war gelehrt und schrieb einiges "“) aber Arnold
machte den Theologen manchen bisher ruhigen Besitz gar
zu streitig, daß sie nicht hätten aufmerksam werden sol-)
Centuriae Magdeburgenses, Basil. 1559- 1574, fol. Die
neueste Ausgabe Nürnberg, 1757 in 4. ist mit Aumerkungen
vermehrt, aber noch nicht vollendet.
*8) Ausser einzelnen Materien, die er oft so ausführte, daß er
seine Nachfolger noch hintex sich hat, gehört als Probe seiner
kirchenhistorischen Bemühungen hieher bistoria de statu rerum
in Eccl. Oceid. Scc. VIII. - X, ein Anhang des apparatus
theologicus, IIchmstad. 1661, 4.
) Selecta capita hist. Eccl. Sec. I. et II, Lips. 1709 und
1711.