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cilien und zu Hofen haben gesezt und geboten aus dem
Dekret und Dekretales, wann aus den zweien Büchern
nimbt man alle Recht, der gaistliche und weltliche Gerichte
bedarf.“ Kaiser Karl der IV. lobt einen Professor zu Prag
in einem Schreiben an denselben *), daß er aufgehdrt habe
über die Dekretalen zu lesen, und jetzt seine Vorlesungen
wieder über Gratians Dekret halte. Um diese Erscheinung
desto besser erklären zu können, haben unterschiedliche ältere
Gelehrte behauptet, das Dekret seye vom Papst Eugen IIl.
bestätiget worden **), und aus dieser Ursache habe es ein
so großes Ansehen erhalten. So geschickt auch diese Hypothese
ist, sich das Ansehen des Dekrets zu erklären, so kann
sie doch nicht mit hinlänglichen historischen Beweisen unterstützt
werden. Keiner der ältesten Ausleger des Gratian's
gedenkt dieser Bestätigung 998). In den Bullen und Briefen
des P. Eugen III. kommt auch nichts davon vor. Es
wurde also diese Meinung von den neuern Gelehrten verworfen,
bis der sel. Kangler Böhmer in derjenigen Dissertation,
die er dem Corpus juris Can. vorsetzte, sie mit neuen
historischen Gründen zu unterstützen suchte. Seine Gründe
waren aus dem Calende io vetustissimo Bononiensi ges
nommen, woraus uns Alerander Machiavell viele Ercerpte
in der neuen Ausgabe des Sigonius geliefert hat.
*) Der Herr von Riegger hat diesen Brief in seinen Opusc.
ad Ilist. et Jurisprud. eccles. p. 05. 9. 15 abdrucken lassen.
Trheim de Scriptoribus eccles. Cap. 375. und in seinem
chronic. Hirsaug. p. 184. Conzalez Tellez Comment. perpot.
in V. libros Decreitel. T. I. in dem vorgesetzten Apparatu
de orig. et progressu juris canon. P. 25. Not. 49.
Feuorini l. c. p. 209.
es) Car. Sigomii Opera omnis. Mediol. 2755. T. II. L. M. in
historia Bononiensj.