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#####isss.
Brandunglück. In der Wohnung ihrer
Mutter an der Steuferstraße verbrannte beim
Spielen mit Feuer ein 4 Jahre altes Mädchen,
während das zweijährige Brüderchen schwere.
Brandwunden erltl.
Bawyeriiche Nachrichten.
Erblind ect. Der Verleger und Redakteur:
der „Innzeitung“ in Astötting, F. Seidl, der
sich politisch hervortat, „sodaß er als Kandidat
#ür den Reicstag in Frage kam, ist fast völlig.#
erblindet.
Tödlicher U nfalt. In einem Hause an
der Dallingerstrafe in Nürnberg stürzte am
Montag abend ein Lüübriger schwachsinniger
Knabe rückwärts die Treppe hinunter und blieb
ewußtles liegen. Zwei Stunden später ist der
Knabe, vermutlich infolge inneren Verlehungen,
gesiorben.
Tödlicher Unfall. Am 27. Nov., früh
7: Uhr, verunglückte die ledige 27 jähr. Hilfsarbeiterin
Kreszenz Burkard von Buchdorf in
der Maschinenfabrik Augsburg-Nurnberg, Werk
Augeburg. dadurch, daß sie zwischen eine 5000
Kilo schwere Grundplatte und einem Nollwagen
ringeklemmt wurde. Die schweren Verletzungen
am Unterleib hatlen nach einer Stunde ihr Ableben
zur Folge.
Vom Zuge totgerädert wurde der
92 jährige Bauer Georg Heinlein von Wiesentleid,
als er in Gerolhhofen bei Würzburg voreitig
vom Zuge abspringen wollte.
Abgefaßte Hamuerin. Am Bahnhof
in Vamberg wurde die Köchin eines Bamberger
Geschäfrsmannes abgefaßt, wie sie 40 Pfund
Butter, 10 felte Gänse und 4 Hühner, in 4 Pakere
verpackt, als Expref gut nach Berlin auszuführen
versuchte. Die sämtlicken Waren wurden
beschlagnahm und auf die Polizeiwache
verbracht.
Grenzlande.
Saalfelden, 30. Nov. In der Nacht zum,
25. Nov. wurde auf der Srecke Innsbruck—.
Saalfelden ein Waggon mit Liebesgaben für
kriegsgefangene Militärmannschaften vom Zugsbegleitpersonal
beraubt. Der —. Zugführer Mat-.
lis und sieben Kondukteure wurden verhaftet
und dem Beszirksgericht eingeliefert.
Obeeboveiischer Landrat.
* HKHünchen. 30. November. Der Landrat
von Oberbayern hat in seiner heuligen Sitzung
die bisher in einer Position vereinigten Ausgaben
und Beiträge für Jugendpflege im
allgemeinen und für die mililärische Jugenderziehung
während des Krieges (10 000 Mark)
netrennt und beträchtlich erhoht und zwar werden
für die militärische Jugenderziehung 7000
Mark und zur Förderung der Jugendpflege im
allgemeinen 20 0011 Mark in den Voranschlag
eingesetzt. Eine längere Erörterung inüpst sich
an einen Antrag des L.-R. S indier beir.
Wildfütterung, welcher eine nbermäßige
Verwendung von Heu zur Wildfutterung vermeiden
will. Mit Rücksicht auf die schlechte Futtermittelernte
und die erhöhten Heuanforderungen
der Heeresverwaitung mußten die den Landwirten
noch verbleibenden Heumengen in erster
Linie für die Viehfütterung verwendet werden.
Zum mindesten sollten denjenigen Gemeinden, die
Heu für Jwecke der Wildfütterung liefern, diese
Mengen auf das an die Heeresverwaltung abzuführende
Heu angerechnet werden. Von Seiten
der Regierung wurde darauf hingewiesen, daß
das für die Wildfütterung in Betracht kommende
Heu nur einen ganz minimalen Betrag der gesamten
Futierernte darsielle. Der Landrat
lelnte es ab, über den Antrag zur Tagesordnung
überzugehen und einigte sich schliehlich auf
einen Antrag Persch-Urban, daß das für die
Wildfütterung notwendige Heu. bei der diesjährigen
Futterknappheit den betreffenden Gemeinden
in Anrechnung gebracht wird und daß das
Heu, welches an das Wild verfüttert wird, von
minderer Qualität sein soll. Als Juschuß erhalt:
die Meisterschule für Bauhandwerker in Traun--stein
3000 Ml. Die sich auf 37 5.0 Mk. belaufenden
Kosten der Handwerkskammer von Ober--bayern
werden bewilligt, desgleichen die auf!#
44 600 Mk. veranschlagten Kosten für den Bedarf
des Landrates, die für den Kreiswanderunterricht
vorgesehenen Summen, sowie die Bei-!]
hilfen an Studierende und Schüler höherer Lehranstalten
und Fachschulen. Zur Decung der!
durch die Eingemeindung von Au entitandenen
Kosten erhält die Stadtgemeinde Traunstein
einen Zuschuß von ingesamt 9000 Mk. Ein
Antrag des L.-N umgartner wünscht die
Ansiedelung von Abeltern in den künftigen Industriebezirken
an der Alz und am Inn zur Vermeidung
der Aufsaugung der bodenständigen Arbeitskräfte
durch die dort entstehenden Industrien.
Der Antrag wird der Regierung mit der
Ritte Pinbbergegeben, ihn zur geeigneten Be-E
Siaatorggeron welterzuleiten.
Für die Beschaffung von Arbeitskräften für die
Landwirtschaft nach dem Kriege verwendet sich
ein Antrag der Landräte Kastl u. Gen. 2
Antrag wird der Kreisreglerung mit dem Ersuchen
hinübergegeben, dahin zu wirken, daß
rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, umder
drohenden Gefahr eines Arbeitermangels.
für die Landwirtschaft entgegenzutreten.
Schloß Brannenburg, 1. Dez. Heute sind
die Verwundeten von der Privatpflegestätte des
e Hrrn Maior Reinhard vom Schloß Brannenburg
wieder in ihre Reservelazarette nach München
zurückgekehrt. Mit großem Bedauern verlassen
sie daz schöne Heim und die vorzügl. Pflege
und danken herslich für die Liebe, die ihnen
dort von allen Seiten zuleil wurde.
Brannenburg, 30. Nov. Franz Keßlec
aus Degerndorf, der vor Kriegsausbruch mehrere
Jabre al? Schreiner bei der Firma Steinbeis
u. Cons. in Bramnenburg beschäftigt war,
rurde für wiederholte gesährliche atwwil,en
Titte, die er als Meldereiter bei einem bayerigen
Res.-Kav.-Reg. unter schwierigen Verhällnissen
erfolgreich ausführte. mit dem Eisernen
Kreuz 2. Klasse ausgczeichnet.
Baé Uibling, 30. Nov. Der um das Aufblülen
unseres Badeortes hochverdiente Ehrenbürger,
HH. Prälat C. W. Kaiser, wurde
mit dem preußischen Verdienstkreuz ausgezeichnet.
z#..—
Bas Aibling, 30. Nov. Schriftleiter Karl
Graf vom „Aiblinger Wochenblatt“, der über
2 Jahre als Gefreiter im 12. bayer. Res.- Jus.
Reg. stand, ist nach einer schweren Verwundung
fürs Vaterland gestorben. Ein braver Mensch,
ein tüchliger Zeitungsmann und ein tapferer
Krieger, dessen Brust das Eiserne Kreuz und das
Militärverdienstkreuz zierten, ist draußen geblieben,
wie so viele andere unserer Besten.
Traunstein, 30. Nov. Aussehen erreglen
der „Baner. Zeitung“ zufolge die Mitteilungen
des Bezirkstierarztes Groll in einer öffentiichen
Versammlung über den hier herrschenden
schrunghaften Handel mit Fleischmarken.
Für eine Marke wurden hier 8 Mark geboten u.
bejzakst. Dagegen missent streng eingeschritten werden.
Eine Folge des Markenschachers ist, daß
der Kommunalverband Traunstein sein Fleischquantum
vier Wochen zu früh aufbrauchte. In
Trostberg hat der Kommunalverband eine Zentralwursterei
fär markenfreie Wurstwaren eingerichtet,
in der Fleisch, das zum Aushauen ungeeignet,
verwendet wird. Die Nachfrage nach
markenfreier Wurst ist sehr groß.
Bammer, 30. Noo. Die Villa des Herrn
Schriftsteller Rolf Barth ging durch Rauf an
Herrn Dr. Röbl, prakt Arzt in München, über.
Die Vermitiung lag in Händen des kaufmännischen
Jmmobilien-Spezialbüro Fritz Saumwe.
ber, München, Mittererstraße da.
Secon, 30. Nov. Der bis RKriegsausbruch
hier anwesende und begüterte Herzog von
Leuchtenberg konnte als russischer Staatsangeböriger
über Ungarn nach Rußland flüchten u.
wurde nun, wie eine Havasmeldung vom 22.
Nov. kundgibt, in Petersburg mit mehreren
anderen Noiabeln verhaftet und in pdie Peter-Paul-Festung
verbracht.
Hammersbach, 30. Nov. In das Turbinenhaus
des hiesigen Bergwerkes kam ein junges
Mädchen in ganz verstörtem Zustande und begebrte
Einlaß. Während der Abwesenheit des
Maschinenmeisters brachte sie sich einen tödlichen
Revol verschuß bei. Die Unglückliche wurde als
die 20 jährige Elsabeth Reckmüller aus Minchen
erkannt.
MII 5
Am Sonntag, den 2. Dezember, um halb 8
Ulr, Gortesdienst in Fürstätt.
#lishücue.
Rosenheim, 1. Dezember.
Weihnachts- Sammlung 1917
« du«-such
Wie Lhon mitgeteilt, sammelt man allerorts
in diesen Tagen Geldbeträge und Waren, damit
unseren wackeren Kriegern eine Weihnachts-Frende
bereitet werden kann. In Nosenheim
wird hiefür Mittwoch, den 5. Dezember, eine
Haussammlung vorgenommen. Da zum Zwecke
der glei nien en Verteilung der Versand an
die oberbayerischen Truppen in biesem Jahre
lediglich von der Kreis-Sammesstelle aus grol. 7
die biesige Ortssammelstelle für Liebesgabe
also heuer keine Wekhnachts-Postpakete ins. SFeid
schict, so wäre es sehr erwünscht, wenn das Ergebnis
der Sammlung am 5. Dezember umso
reicher ausfiele. Zur Versendung kommen Ki.
en — 50 Kam im Werte von je 150
arl. Der 9 besteht außer in Zigarren)
und Zigaretten chesn allerl ei nichlichen Dingen
(Talsemmessern Bestecken, Scheren, Braf
taschen, Nustkinstrumenten usw.). Wer allein
pder mit sendet #s — it — stisten
beabsichtigt, wolle me1 1
telle für Lee ahene e —
½
— —
mer 15) angeben. Bemerkt sei noch, daß in
jede gespendete K iste der Name des Spenders.
sesn wird. So gelangt der Dank aus dem
sicher an ihn. berdem wird dem
-Spender der Dank offentlich abgestattet und
ihm noch eine nach künstlerischem Entourfe aus--geferücgte
Urkunde überreicht.
* Ein Nachklang zum Hran? im
Kaiserbad. Wir werden um Aufnahme folgender
Erklärung ersucht:
„In einem Berichte aus Rosenheim über den
Brand des RKaiserbades ist in der „Münchener.
Post“ behauptet, daß die im Kaiserbade untergebrachten
Kranken in dem städt. Pensionate
der lath. Schulschwestern Hilfe und Unterkunft:
gesucht hätten, daß ihnen aber die Aufnahme
verweigert worden.
Als Augenzeuge, der ich selbst den kranken
Soldaten eine Unterkunft gesucht habe, erkläre
ich zur Ehrenretlung der Schwestern, daß der
ihnen gemachte Vorwurf- auf ganz salschen Voraussehungen
beruht. er nur einigermaßen
weiß, was die Schulschwestern in diesem Kriege
für die Soldaten schon getan, konnte an eine
Aufnahmeverweigerung nicht glauben.“
Rosenheim, 1. Dezember 1917.
Fr. Geßl, Stadtpfarrer.
# i
Auszeichnungen im Felde. Der Schütze
Lorenz Zehentner bei der 1. Masch.-Gewehr-Komp.
des 16. bayer. Juf. Regts. wurde für
lapferes Derhalten bei der Schlacht in Flandern
mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem Mi-Ieärverdienstkreuz
3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet.
Er ist ein Sohn des Immobiliengeschöftsinhabers
Mn Zehentner hier. — Elekiremonteur
Hans Sinnesbichler, Sohn des
Kausmanns Zohann Sinnes bichler, hier, erhielt
das Eiserne Kre 8 2. Klasse für tapferes
Verhalten bei einem Patrouillengang in Rumänien.
Er war bereits an mehreren Kriegsschsupl
#en lätig u. a. auch in Italien. Ein Bruder
von ihm ist bereits gefallen. im Wagenwärtergehilsen
Thomas Gruber hier wurde
das Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verlichen
für treue und schwere Diensterfüllung während
38 Monaten im Kolonnendienst.
Justizdienst. Vom K. Staatsministerium
der Jusliz wurde der Gerichtsschreibergehilfe bei
dem Amtsgerichte Rosenheim, Ludwig Köstler,
zum Gerichtsassistenten außer dem Status bei
diesem (berichte in etatsmäßiger Weise ernann.
Nachrdienst in den Apotheken. Wir
machen u nsere Leser darauf aufmerksam, daß im
Monat Dezember die Marienapotheke am Marx-Josephplat
den Nachtdienst zu versehen hat.
In diesem Monat ist von 8 Uhr abends bis
7 Ullr morgens nur diese Apotheke zugänglich.
Sein en 50. Geburtstag begeht heute
955. Karl Thaller, zurzeit Chorregent in
der Stadtpfarrlirche München-Giesing. Herr
Chorregen Karl Thaller war von 1894—1907
als Benefiziat in Rosenheim in der Seelsorge
lätig und fungierte zugleich als Inspektor der
Kgl. Präparandenschule. In bester Erinnerung
sind noch seine herrlichen Predigten, die einen
hervorragenden Geist offenbarten und starle Anziehungstraft
ausübten. Unvergehlich jedoch ist
die schöne Kirchemmusik, die er namentlich an
den hohen christlichen Festen leitete. Unter diesen
befanden sich auch vorzügliche eigene Kompositionen.
würdigen Emgegenlommens. Vor seiner
stellung in Rosenheim war der H . Koadjutor
in Siegedorf bei Traunstein. Zu seinem Ehrenlage
wünschen ihm auch die Rosenheimer Gluck
und Gottes Segen!
Kundenliste für Fett. Es bestehl
Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß sämtliche
Haushaltungen, welche Fett auf Grund der Fettlarte
beziehen wollen, in die neuen Kundenlisten
eingetragen werden müssen, gleichgültig, ob sie
bei den alten Verkaufsstellen blelben wollen oder
nicht. Wer die Einschreibung bisher versäumt
Ausfallende Züge. Ab Samsetag, den.
1. Dezember, entfallen in Strecke Rosenheim —
Mühldorf nachstehende Personenzüge: 968 Rosenheim
an 7.31 vorm., 977 Rosen eim ab 7.15
nachm., 967 an Sonn. und Feiertagen
heim ab 12.04, 972 an Sonn- endee
heim an sonach 6.33 nachm.
Der Orchesterverein Rosenheim
der auf dem Gebiete der
tigt. Nicht weniger als 710
Liebesga n fur im
ausgegeben, das sind die gelamten Rin
Ueberschüsse des a Bleusenen. Jahr
Hieguseistungen des euse belanken
hin im ganzen schon auf mechr als 1
e-R
Beit
HChorregent Thaller war hier in.
allen Kreisen hoch geachtet ob seines liebenshat,
wolle dies am Montag vormittag nachholen.
Rosen
ertagen
Rosenheim an 4.09. Zug 76 von Frasdorf ver
kehrt ab 1. Dezember 20 Minuten früher. Rosenwar
heuer durch die Zeitumstände genötigt, von
der Einberufung er glattemaämuben auptversammlung
Umga u nehmen. Lediglich
die Ausschüsse Kralbn # reitag, den 16. Vov- „
igegennahme des enschafts · u.
reue zusammen. ienach hat T#r
Berefn im abgelaufenen Jahre mit den ihm r
Verfügung) K#enden Miteln anz erheblich wie
Aullorg □——
Felde stchende mut7 "
###ntas, 2. Da###l#
Ein Antrag auf Ermäßigung der Vereinsbeiträge
rend der weiteren Dauer des Krieges
fand einstimmige Annahme. Die Beiträge ermäßigen
12 die Hälste der bieher in
s wird damit den Interessen
Mitglitker in billiger Weise Rechnung getra-#an
denn der Verein wird im lomm
hre nicht in der Lage sein, leinen Mitgliedern
auf Rusllallschem Gebiete relwas darzubieien.
Allerdings mutzte sich de Ausschal, über
die Bedenken hinwegsetzen, daß hurh Neduzierung
der Beiträge dem Krhegeschors ezwede
tt weniger zugefũhrt * “*½ kann. Im
Anschlusse an diesen Beschluß wurde dem 2.
Vorsitzenden des Vereins, Herrn Sekretär Krue-27
gotlcher die große Arbeit der Versendung
Liebesgaben übernommen hat, wohlverbesondere
Dank des Vereins ausgesprochen.
Daulbar gedachte der 1. Vorsitzende, Hr.
K. Studienrat Bürlmayr, der auf dem Felde
der Ehre gefallenen und der noch vor dem
Fcinde stehenden Mitglieder. Die Ernehmigung
der Rechnungsabschlũ 7* und der gefaßten Beschlüsse,
donn die Neuwahl der Vorstandscha
bleibr natürlich einer späler einzuberufsen"
Hauptversammlung vorbeholten. Wenn nan
auch der Verein im abgelaufenen Jahre nur ein
eineigesmal seinem Hauptzwecke zu dienen in der
Lage war, so kann er doch auf die Vergangen
heit durch sein stilles Wirlen auf dem Gebiete
der Kriegsfürsorge stolz sein.
* Die Gemäldeausstellung im Schausenster
Gletl hat die Aufmerksamkeit zahlreicher
Kunflverständiger auf sich gezogen. Und das mit
Recht. Die Arbeiten des Herrn Paul Hirn in
Rosenheim verdienen nicht nur wegen den aus
der näheren Umgebung RNosenheims geholten
Motiven die aufmerlsamste Beachtung, sondern
auch wegen ihrer rein künstlerischen Eigenart. Da
ist zunächit eine Studie aus Fischba- lick auf
den Wilden Kaiser“. An diesem Bild' fällt besonders
die duftig seine Behandlung der Atmosphäre
der herbstlichen Landschaft auf. Die
Studie aus Oberaudorf „Blick auf Hochries“
Überrascht durch die Frische der Farbengebun
Eine weitere Studie, „Flintsbach, Blick vom Bec.
lenstein auf Neubeuren“ erhält eine besondere
Note durch vorzügliche Löfung des perspektioischen
Problems. „Herreninsel im Chiemsee“ u
am „Taller Weiher: Blick auf Hochries“ eigen
eine reizuolle Kombination von Wasser, Luft
und Bergen. An dem letzten Bild „Rosenheim,
Blic von Waldeck ins Inntal“ nimmt sich die
Behandlung des Vordergrundes durch die Erfassung
der Heuhaufen künstlerisch-eigenartig.
Da die kleine Ausliellung nur noch über den
Sonntag zu sehen ist, empfiehlt sich eine unverzügliche
Besichtigung.
Hebammenverein. Am Mittwoch, den
28. Nov., hatte der Hebammenverein seine
Jah resprüfung nebst Versammlung im Vereinslokal.
Herr Medizinalrat Dr. Baumgart, K.
Bezirksarzt, begrüßte sämtliche Hebammen von
Siadt und Land. Er bedauerte und erllärte
die mißlichen Verhältnisse der Hebammen in dieser
schweren Zeit und die finanziellen Nachteile
dieses furchtbaren Krieges mit dem damit verhundenen
großen Geburtenrücgang. Es wurde
der allgemeine Beschluß gefaßt, die Taxe der
Jetztzeit entsprechend zu erhöhen, was bei den
anderen Kreisverbänden Oberbanerns schon
vor geraumer Zeit eingeführt wurde.
* "
Christkinds Bitte für den
Kinderhort.
Ob auch trüb und immer trüber
Liegt vor uns der Zukunft Bild,
Stilles Hoffen, treuer Glaube
Doch das Kindesherz erfüllt.
Und es sieht in Lichtern strahlen
Wiederum den Weihnaochtsbaum
Sieht von Licht und Glanz erfüllet
Weihnachtsselig jeden Raum.
Und auch ich, ich muß es sagen,
Glaube unerschütterlich daran,
Daß der Kinder nicht vergessen
Jene edle Liebe kann,
Die in schicksalsschweren Zeiten
Hat geleistet immer noch
Großes, Hohes, sti. und uiue,
Und sie lebt auch heute
Und sie höret meine Bitte
Für des Hortes Kinder mein
Und versteht mich, wenn ich sage:
DO barmherzig nur zu sein,
Da des Glückes Sonne i-Und
4
Iten nicht Srn #n 2
Pu a einen Armen labt
Doch wenn selber pocht ——
*Rauh an Eurer Hütte Dur,
Do zeigt mahre, odte Grös#e,
Echte tenlirbe Ihr.
Nicht umjonst, ich wesi es sicher,
Und
Atingt heut meine Bhle leis
wei —.
Pd m ist “ 3 6
NRosenheim, 1. Dezember 1917.
6 Kr. X. Gel. Geistl. Rat.