Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

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#####isss.
Brandunglück.  In  der  Wohnung  ihrer
Mutter  an  der  Steuferstraße  verbrannte  beim
Spielen  mit  Feuer  ein  4  Jahre  altes  Mädchen,

während  das  zweijährige  Brüderchen  schwere.
Brandwunden  erltl.

Bawyeriiche  Nachrichten.

Erblind  ect.  Der  Verleger  und  Redakteur:
der  „Innzeitung“  in  Astötting,  F.  Seidl,  der
sich  politisch  hervortat,  „sodaß  er  als  Kandidat
#ür  den  Reicstag  in  Frage  kam,  ist  fast  völlig.#
  erblindet.

Tödlicher  U  nfalt.  In  einem  Hause  an
der  Dallingerstrafe  in  Nürnberg  stürzte  am
Montag  abend  ein  Lüübriger  schwachsinniger
Knabe  rückwärts  die  Treppe  hinunter  und  blieb
ewußtles  liegen.  Zwei  Stunden  später  ist  der
Knabe,  vermutlich  infolge  inneren  Verlehungen,
gesiorben.

Tödlicher  Unfall.  Am  27.  Nov.,  früh
7:  Uhr,  verunglückte  die  ledige  27  jähr.  Hilfsarbeiterin
  Kreszenz  Burkard  von  Buchdorf  in
der  Maschinenfabrik  Augsburg-Nurnberg,  Werk
Augeburg.  dadurch,  daß  sie  zwischen  eine  5000
Kilo  schwere  Grundplatte  und  einem  Nollwagen
ringeklemmt  wurde.  Die  schweren  Verletzungen
am  Unterleib  hatlen  nach  einer  Stunde  ihr  Ableben
  zur  Folge.

Vom  Zuge  totgerädert  wurde  der
92  jährige  Bauer  Georg  Heinlein  von  Wiesentleid,
  als  er  in  Gerolhhofen  bei  Würzburg  voreitig
  vom  Zuge  abspringen  wollte.

Abgefaßte  Hamuerin.  Am  Bahnhof
in  Vamberg  wurde  die  Köchin  eines  Bamberger
  Geschäfrsmannes  abgefaßt,  wie  sie  40  Pfund
Butter,  10  felte  Gänse  und  4  Hühner,  in  4  Pakere
  verpackt,  als  Expref  gut  nach  Berlin  auszuführen
  versuchte.  Die  sämtlicken  Waren  wurden
  beschlagnahm  und  auf  die  Polizeiwache
verbracht.

 

 

Grenzlande.

Saalfelden,  30.  Nov.  In  der  Nacht  zum,
25.  Nov.  wurde  auf  der  Srecke  Innsbruck—.
Saalfelden  ein  Waggon  mit  Liebesgaben  für
kriegsgefangene  Militärmannschaften  vom  Zugsbegleitpersonal
  beraubt.  Der  —.  Zugführer  Mat-.
lis  und  sieben  Kondukteure  wurden  verhaftet
und  dem  Beszirksgericht  eingeliefert.

Obeeboveiischer  Landrat.

*  HKHünchen.  30.  November.  Der  Landrat
von  Oberbayern  hat  in  seiner  heuligen  Sitzung
die  bisher  in  einer  Position  vereinigten  Ausgaben
  und  Beiträge  für  Jugendpflege  im
allgemeinen  und  für  die  mililärische  Jugenderziehung
  während  des  Krieges  (10  000  Mark)
netrennt  und  beträchtlich  erhoht  und  zwar  werden
  für  die  militärische  Jugenderziehung  7000
Mark  und  zur  Förderung  der  Jugendpflege  im
allgemeinen  20  0011  Mark  in  den  Voranschlag
eingesetzt.  Eine  längere  Erörterung  inüpst  sich
an  einen  Antrag  des  L.-R.  S  indier  beir.
Wildfütterung,  welcher  eine  nbermäßige
Verwendung  von  Heu  zur  Wildfutterung  vermeiden
  will.  Mit  Rücksicht  auf  die  schlechte  Futtermittelernte
  und  die  erhöhten  Heuanforderungen
  der  Heeresverwaitung  mußten  die  den  Landwirten
  noch  verbleibenden  Heumengen  in  erster

Linie  für  die  Viehfütterung  verwendet  werden.
Zum  mindesten  sollten  denjenigen  Gemeinden,  die
Heu  für  Jwecke  der  Wildfütterung  liefern,  diese
Mengen  auf  das  an  die  Heeresverwaltung  abzuführende
  Heu  angerechnet  werden.  Von  Seiten
der  Regierung  wurde  darauf  hingewiesen,  daß
das  für  die  Wildfütterung  in  Betracht  kommende
Heu  nur  einen  ganz  minimalen  Betrag  der  gesamten
  Futierernte  darsielle.  Der  Landrat
lelnte  es  ab,  über  den  Antrag  zur  Tagesordnung

  überzugehen  und  einigte  sich  schliehlich  auf
einen  Antrag  Persch-Urban,  daß  das  für  die
Wildfütterung  notwendige  Heu.  bei  der  diesjährigen
  Futterknappheit  den  betreffenden  Gemeinden
  in  Anrechnung  gebracht  wird  und  daß  das
Heu,  welches  an  das  Wild  verfüttert  wird,  von
minderer  Qualität  sein  soll.  Als  Juschuß  erhalt:
die  Meisterschule  für  Bauhandwerker  in  Traun--stein
  3000  Ml.  Die  sich  auf  37  5.0  Mk.  belaufenden
  Kosten  der  Handwerkskammer  von  Ober--bayern
  werden  bewilligt,  desgleichen  die  auf!#
44  600  Mk.  veranschlagten  Kosten  für  den  Bedarf
  des  Landrates,  die  für  den  Kreiswanderunterricht
  vorgesehenen  Summen,  sowie  die  Bei-!]
hilfen  an  Studierende  und  Schüler  höherer  Lehranstalten
  und  Fachschulen.  Zur  Decung  der!
durch  die  Eingemeindung  von  Au  entitandenen
Kosten  erhält  die  Stadtgemeinde  Traunstein
einen  Zuschuß  von  ingesamt  9000  Mk.  Ein
Antrag  des  L.-N  umgartner  wünscht  die
Ansiedelung  von  Abeltern  in  den  künftigen  Industriebezirken
  an  der  Alz  und  am  Inn  zur  Vermeidung
  der  Aufsaugung  der  bodenständigen  Arbeitskräfte
  durch  die  dort  entstehenden  Industrien.
  Der  Antrag  wird  der  Regierung  mit  der
Ritte  Pinbbergegeben,  ihn  zur  geeigneten  Be-E
  Siaatorggeron  welterzuleiten.
Für  die  Beschaffung  von  Arbeitskräften  für  die

 

 

Landwirtschaft  nach  dem  Kriege  verwendet  sich

ein  Antrag  der  Landräte  Kastl  u.  Gen.  2
Antrag  wird  der  Kreisreglerung  mit  dem  Ersuchen
  hinübergegeben,  dahin  zu  wirken,  daß
rechtzeitig  Maßnahmen  ergriffen  werden,  umder
  drohenden  Gefahr  eines  Arbeitermangels.
für  die  Landwirtschaft  entgegenzutreten.

Schloß  Brannenburg,  1.  Dez.  Heute  sind
die  Verwundeten  von  der  Privatpflegestätte  des
e  Hrrn  Maior  Reinhard  vom  Schloß  Brannenburg
  wieder  in  ihre  Reservelazarette  nach  München
  zurückgekehrt.  Mit  großem  Bedauern  verlassen
  sie  daz  schöne  Heim  und  die  vorzügl.  Pflege

  und  danken  herslich  für  die  Liebe,  die  ihnen
dort  von  allen  Seiten  zuleil  wurde.

Brannenburg,  30.  Nov.  Franz  Keßlec
aus  Degerndorf,  der  vor  Kriegsausbruch  mehrere
  Jabre  al?  Schreiner  bei  der  Firma  Steinbeis
  u.  Cons.  in  Bramnenburg  beschäftigt  war,
rurde  für  wiederholte  gesährliche  atwwil,en
Titte,  die  er  als  Meldereiter  bei  einem  bayerigen

  Res.-Kav.-Reg.  unter  schwierigen  Verhällnissen
  erfolgreich  ausführte.  mit  dem  Eisernen
  Kreuz  2.  Klasse  ausgczeichnet.

Baé  Uibling,  30.  Nov.  Der  um  das  Aufblülen
  unseres  Badeortes  hochverdiente  Ehrenbürger,
  HH.  Prälat  C.  W.  Kaiser,  wurde

mit  dem  preußischen  Verdienstkreuz  ausgezeichnet.
  z#..—

Bas  Aibling,  30.  Nov.  Schriftleiter  Karl
Graf  vom  „Aiblinger  Wochenblatt“,  der  über
2  Jahre  als  Gefreiter  im  12.  bayer.  Res.-  Jus.
Reg.  stand,  ist  nach  einer  schweren  Verwundung
fürs  Vaterland  gestorben.  Ein  braver  Mensch,
ein  tüchliger  Zeitungsmann  und  ein  tapferer
Krieger,  dessen  Brust  das  Eiserne  Kreuz  und  das
Militärverdienstkreuz  zierten,  ist  draußen  geblieben,
  wie  so  viele  andere  unserer  Besten.

Traunstein,  30.  Nov.  Aussehen  erreglen
der  „Baner.  Zeitung“  zufolge  die  Mitteilungen
  des  Bezirkstierarztes  Groll  in  einer  öffentiichen
  Versammlung  über  den  hier  herrschenden
  schrunghaften  Handel  mit  Fleischmarken.
Für  eine  Marke  wurden  hier  8  Mark  geboten  u.
bejzakst.  Dagegen  missent  streng  eingeschritten  werden.
  Eine  Folge  des  Markenschachers  ist,  daß
der  Kommunalverband  Traunstein  sein  Fleischquantum
  vier  Wochen  zu  früh  aufbrauchte.  In
Trostberg  hat  der  Kommunalverband  eine  Zentralwursterei
  fär  markenfreie  Wurstwaren  eingerichtet,
  in  der  Fleisch,  das  zum  Aushauen  ungeeignet,
  verwendet  wird.  Die  Nachfrage  nach
markenfreier  Wurst  ist  sehr  groß.

Bammer,  30.  Noo.  Die  Villa  des  Herrn
Schriftsteller  Rolf  Barth  ging  durch  Rauf  an
Herrn  Dr.  Röbl,  prakt  Arzt  in  München,  über.
Die  Vermitiung  lag  in  Händen  des  kaufmännischen
  Jmmobilien-Spezialbüro  Fritz  Saumwe.
ber,  München,  Mittererstraße  da.

Secon,  30.  Nov.  Der  bis  RKriegsausbruch
hier  anwesende  und  begüterte  Herzog  von
Leuchtenberg  konnte  als  russischer  Staatsangeböriger
  über  Ungarn  nach  Rußland  flüchten  u.
wurde  nun,  wie  eine  Havasmeldung  vom  22.
Nov.  kundgibt,  in  Petersburg  mit  mehreren
anderen  Noiabeln  verhaftet  und  in  pdie  Peter-Paul-Festung
  verbracht.

Hammersbach,  30.  Nov.  In  das  Turbinenhaus
  des  hiesigen  Bergwerkes  kam  ein  junges
Mädchen  in  ganz  verstörtem  Zustande  und  begebrte
  Einlaß.  Während  der  Abwesenheit  des
Maschinenmeisters  brachte  sie  sich  einen  tödlichen
Revol  verschuß  bei.  Die  Unglückliche  wurde  als
die  20  jährige  Elsabeth  Reckmüller  aus  Minchen
  erkannt.

MII  5

Am  Sonntag,  den  2.  Dezember,  um  halb  8
Ulr,  Gortesdienst  in  Fürstätt.

#lishücue.
Rosenheim,  1.  Dezember.

Weihnachts-  Sammlung  1917
«  du«-such
Wie  Lhon  mitgeteilt,  sammelt  man  allerorts
in  diesen  Tagen  Geldbeträge  und  Waren,  damit
  unseren  wackeren  Kriegern  eine  Weihnachts-Frende
  bereitet  werden  kann.  In  Nosenheim
wird  hiefür  Mittwoch,  den  5.  Dezember,  eine
Haussammlung  vorgenommen.  Da  zum  Zwecke
der  glei  nien  en  Verteilung  der  Versand  an
die  oberbayerischen  Truppen  in  biesem  Jahre
lediglich  von  der  Kreis-Sammesstelle  aus  grol.  7
die  biesige  Ortssammelstelle  für  Liebesgabe
also  heuer  keine  Wekhnachts-Postpakete  ins.  SFeid
schict,  so  wäre  es  sehr  erwünscht,  wenn  das  Ergebnis
  der  Sammlung  am  5.  Dezember  umso
reicher  ausfiele.  Zur  Versendung  kommen  Ki.
en  —  50  Kam  im  Werte  von  je  150
arl.  Der  9  besteht  außer  in  Zigarren)
und  Zigaretten  chesn  allerl  ei  nichlichen  Dingen
  (Talsemmessern  Bestecken,  Scheren,  Braf
taschen,  Nustkinstrumenten  usw.).  Wer  allein
pder  mit  sendet  #s  —  it  —  stisten
beabsichtigt,  wolle  me1  1
telle  für  Lee  ahene  e  —

 

 

 

 
  

½

—  —

mer  15)  angeben.  Bemerkt  sei  noch,  daß  in
jede  gespendete  K  iste  der  Name  des  Spenders.
sesn  wird.  So  gelangt  der  Dank  aus  dem

sicher  an  ihn.  berdem  wird  dem
-Spender  der  Dank  offentlich  abgestattet  und
ihm  noch  eine  nach  künstlerischem  Entourfe  aus--geferücgte
  Urkunde  überreicht.

*  Ein  Nachklang  zum  Hran?  im
Kaiserbad.  Wir  werden  um  Aufnahme  folgender
  Erklärung  ersucht:

„In  einem  Berichte  aus  Rosenheim  über  den
Brand  des  RKaiserbades  ist  in  der  „Münchener.
Post“  behauptet,  daß  die  im  Kaiserbade  untergebrachten
  Kranken  in  dem  städt.  Pensionate
der  lath.  Schulschwestern  Hilfe  und  Unterkunft:
gesucht  hätten,  daß  ihnen  aber  die  Aufnahme
verweigert  worden.

Als  Augenzeuge,  der  ich  selbst  den  kranken
Soldaten  eine  Unterkunft  gesucht  habe,  erkläre
ich  zur  Ehrenretlung  der  Schwestern,  daß  der
ihnen  gemachte  Vorwurf-  auf  ganz  salschen  Voraussehungen
  beruht.  er  nur  einigermaßen
weiß,  was  die  Schulschwestern  in  diesem  Kriege
für  die  Soldaten  schon  getan,  konnte  an  eine
Aufnahmeverweigerung  nicht  glauben.“

Rosenheim,  1.  Dezember  1917.

Fr.  Geßl,  Stadtpfarrer.
#  i

Auszeichnungen  im  Felde.  Der  Schütze
  Lorenz  Zehentner  bei  der  1.  Masch.-Gewehr-Komp.
  des  16.  bayer.  Juf.  Regts.  wurde  für
lapferes  Derhalten  bei  der  Schlacht  in  Flandern
mit  dem  Eisernen  Kreuz  2.  Klasse  und  dem  Mi-Ieärverdienstkreuz
  3.  Klasse  mit  Schwertern  ausgezeichnet.
  Er  ist  ein  Sohn  des  Immobiliengeschöftsinhabers
  Mn  Zehentner  hier.  —  Elekiremonteur
  Hans  Sinnesbichler,  Sohn  des
Kausmanns  Zohann  Sinnes  bichler,  hier,  erhielt
  das  Eiserne  Kre  8  2.  Klasse  für  tapferes
Verhalten  bei  einem  Patrouillengang  in  Rumänien.
  Er  war  bereits  an  mehreren  Kriegsschsupl
  #en  lätig  u.  a.  auch  in  Italien.  Ein  Bruder
  von  ihm  ist  bereits  gefallen.  im  Wagenwärtergehilsen
  Thomas  Gruber  hier  wurde
das  Verdienstkreuz  2.  Klasse  mit  Schwertern  verlichen
  für  treue  und  schwere  Diensterfüllung  während
  38  Monaten  im  Kolonnendienst.

Justizdienst.  Vom  K.  Staatsministerium
der  Jusliz  wurde  der  Gerichtsschreibergehilfe  bei
dem  Amtsgerichte  Rosenheim,  Ludwig  Köstler,
zum  Gerichtsassistenten  außer  dem  Status  bei
diesem  (berichte  in  etatsmäßiger  Weise  ernann.


Nachrdienst  in  den  Apotheken.  Wir
machen  u  nsere  Leser  darauf  aufmerksam,  daß  im
Monat  Dezember  die  Marienapotheke  am  Marx-Josephplat
  den  Nachtdienst  zu  versehen  hat.
In  diesem  Monat  ist  von  8  Uhr  abends  bis
7  Ullr  morgens  nur  diese  Apotheke  zugänglich.

Sein  en  50.  Geburtstag  begeht  heute
955.  Karl  Thaller,  zurzeit  Chorregent  in
der  Stadtpfarrlirche  München-Giesing.  Herr
Chorregen  Karl  Thaller  war  von  1894—1907
als  Benefiziat  in  Rosenheim  in  der  Seelsorge
lätig  und  fungierte  zugleich  als  Inspektor  der
Kgl.  Präparandenschule.  In  bester  Erinnerung
sind  noch  seine  herrlichen  Predigten,  die  einen
hervorragenden  Geist  offenbarten  und  starle  Anziehungstraft
  ausübten.  Unvergehlich  jedoch  ist
die  schöne  Kirchemmusik,  die  er  namentlich  an
den  hohen  christlichen  Festen  leitete.  Unter  diesen
befanden  sich  auch  vorzügliche  eigene  Kompositionen.


würdigen  Emgegenlommens.  Vor  seiner
stellung  in  Rosenheim  war  der  H  .  Koadjutor
in  Siegedorf  bei  Traunstein.  Zu  seinem  Ehrenlage
  wünschen  ihm  auch  die  Rosenheimer  Gluck
und  Gottes  Segen!

Kundenliste  für  Fett.  Es  bestehl
Veranlassung,  darauf  hinzuweisen,  daß  sämtliche
Haushaltungen,  welche  Fett  auf  Grund  der  Fettlarte
  beziehen  wollen,  in  die  neuen  Kundenlisten
eingetragen  werden  müssen,  gleichgültig,  ob  sie
bei  den  alten  Verkaufsstellen  blelben  wollen  oder
nicht.  Wer  die  Einschreibung  bisher  versäumt

Ausfallende  Züge.  Ab  Samsetag,  den.
1.  Dezember,  entfallen  in  Strecke  Rosenheim  —
Mühldorf  nachstehende  Personenzüge:  968  Rosenheim
  an  7.31  vorm.,  977  Rosen  eim  ab  7.15
nachm.,  967  an  Sonn.  und  Feiertagen
heim  ab  12.04,  972  an  Sonn-  endee

heim  an  sonach  6.33  nachm.
Der  Orchesterverein  Rosenheim

der  auf  dem  Gebiete  der
tigt.  Nicht  weniger  als  710
Liebesga  n  fur  im
ausgegeben,  das  sind  die  gelamten  Rin

Ueberschüsse  des  a  Bleusenen.  Jahr
Hieguseistungen  des  euse  belanken
hin  im  ganzen  schon  auf  mechr  als  1

e-R


 

Beit

HChorregent  Thaller  war  hier  in.
allen  Kreisen  hoch  geachtet  ob  seines  liebenshat,

  wolle  dies  am  Montag  vormittag  nachholen.

Rosen
ertagen

Rosenheim  an  4.09.  Zug  76  von  Frasdorf  ver
kehrt  ab  1.  Dezember  20  Minuten  früher.  Rosenwar

  heuer  durch  die  Zeitumstände  genötigt,  von
der  Einberufung  er  glattemaämuben  auptversammlung
  Umga  u  nehmen.  Lediglich
die  Ausschüsse  Kralbn  #  reitag,  den  16.  Vov-  „
igegennahme  des  enschafts  ·  u.
reue  zusammen.  ienach  hat  T#r
Berefn  im  abgelaufenen  Jahre  mit  den  ihm  r
Verfügung)  K#enden  Miteln  anz  erheblich  wie
Aullorg  □——

Felde  stchende  mut7  "

 

###ntas,  2.  Da###l#

Ein  Antrag  auf  Ermäßigung  der  Vereinsbeiträge
  rend  der  weiteren  Dauer  des  Krieges
fand  einstimmige  Annahme.  Die  Beiträge  ermäßigen
  12  die  Hälste  der  bieher  in
s  wird  damit  den  Interessen

Mitglitker  in  billiger  Weise  Rechnung  getra-#an
  denn  der  Verein  wird  im  lomm

hre  nicht  in  der  Lage  sein,  leinen  Mitgliedern
  auf  Rusllallschem  Gebiete  relwas  darzubieien.
  Allerdings  mutzte  sich  de  Ausschal,  über
die  Bedenken  hinwegsetzen,  daß  hurh  Neduzierung
  der  Beiträge  dem  Krhegeschors  ezwede
tt  weniger  zugefũhrt  *  “*½  kann.  Im

Anschlusse  an  diesen  Beschluß  wurde  dem  2.
Vorsitzenden  des  Vereins,  Herrn  Sekretär  Krue-27
  gotlcher  die  große  Arbeit  der  Versendung

Liebesgaben  übernommen  hat,  wohlverbesondere

  Dank  des  Vereins  ausgesprochen.
  Daulbar  gedachte  der  1.  Vorsitzende,  Hr.
K.  Studienrat  Bürlmayr,  der  auf  dem  Felde
der  Ehre  gefallenen  und  der  noch  vor  dem
Fcinde  stehenden  Mitglieder.  Die  Ernehmigung
der  Rechnungsabschlũ  7*  und  der  gefaßten  Beschlüsse,
  donn  die  Neuwahl  der  Vorstandscha
bleibr  natürlich  einer  späler  einzuberufsen"
Hauptversammlung  vorbeholten.  Wenn  nan
auch  der  Verein  im  abgelaufenen  Jahre  nur  ein
eineigesmal  seinem  Hauptzwecke  zu  dienen  in  der
Lage  war,  so  kann  er  doch  auf  die  Vergangen
heit  durch  sein  stilles  Wirlen  auf  dem  Gebiete
der  Kriegsfürsorge  stolz  sein.

*  Die  Gemäldeausstellung  im  Schausenster
  Gletl  hat  die  Aufmerksamkeit  zahlreicher
Kunflverständiger  auf  sich  gezogen.  Und  das  mit
Recht.  Die  Arbeiten  des  Herrn  Paul  Hirn  in
Rosenheim  verdienen  nicht  nur  wegen  den  aus
der  näheren  Umgebung  RNosenheims  geholten
Motiven  die  aufmerlsamste  Beachtung,  sondern
auch  wegen  ihrer  rein  künstlerischen  Eigenart.  Da
ist  zunächit  eine  Studie  aus  Fischba-  lick  auf
den  Wilden  Kaiser“.  An  diesem  Bild'  fällt  besonders
  die  duftig  seine  Behandlung  der  Atmosphäre

  der  herbstlichen  Landschaft  auf.  Die
Studie  aus  Oberaudorf  „Blick  auf  Hochries“
Überrascht  durch  die  Frische  der  Farbengebun
Eine  weitere  Studie,  „Flintsbach,  Blick  vom  Bec.
lenstein  auf  Neubeuren“  erhält  eine  besondere
Note  durch  vorzügliche  Löfung  des  perspektioischen
  Problems.  „Herreninsel  im  Chiemsee“  u
am  „Taller  Weiher:  Blick  auf  Hochries“  eigen
eine  reizuolle  Kombination  von  Wasser,  Luft
und  Bergen.  An  dem  letzten  Bild  „Rosenheim,
Blic  von  Waldeck  ins  Inntal“  nimmt  sich  die
Behandlung  des  Vordergrundes  durch  die  Erfassung
  der  Heuhaufen  künstlerisch-eigenartig.
Da  die  kleine  Ausliellung  nur  noch  über  den
Sonntag  zu  sehen  ist,  empfiehlt  sich  eine  unverzügliche
  Besichtigung.

Hebammenverein.  Am  Mittwoch,  den
28.  Nov.,  hatte  der  Hebammenverein  seine
Jah  resprüfung  nebst  Versammlung  im  Vereinslokal.
  Herr  Medizinalrat  Dr.  Baumgart,  K.
Bezirksarzt,  begrüßte  sämtliche  Hebammen  von
Siadt  und  Land.  Er  bedauerte  und  erllärte
die  mißlichen  Verhältnisse  der  Hebammen  in  dieser
  schweren  Zeit  und  die  finanziellen  Nachteile
dieses  furchtbaren  Krieges  mit  dem  damit  verhundenen
  großen  Geburtenrücgang.  Es  wurde
der  allgemeine  Beschluß  gefaßt,  die  Taxe  der
Jetztzeit  entsprechend  zu  erhöhen,  was  bei  den
anderen  Kreisverbänden  Oberbanerns  schon
vor  geraumer  Zeit  eingeführt  wurde.

*  "

Christkinds  Bitte  für  den
Kinderhort.

Ob  auch  trüb  und  immer  trüber
Liegt  vor  uns  der  Zukunft  Bild,
Stilles  Hoffen,  treuer  Glaube
Doch  das  Kindesherz  erfüllt.
Und  es  sieht  in  Lichtern  strahlen
Wiederum  den  Weihnaochtsbaum
Sieht  von  Licht  und  Glanz  erfüllet
Weihnachtsselig  jeden  Raum.
Und  auch  ich,  ich  muß  es  sagen,
Glaube  unerschütterlich  daran,
Daß  der  Kinder  nicht  vergessen
Jene  edle  Liebe  kann,
Die  in  schicksalsschweren  Zeiten
Hat  geleistet  immer  noch
Großes,  Hohes,  sti.  und  uiue,
Und  sie  lebt  auch  heute
Und  sie  höret  meine  Bitte
Für  des  Hortes  Kinder  mein
Und  versteht  mich,  wenn  ich  sage:
DO  barmherzig  nur  zu  sein,
Da  des  Glückes  Sonne  i-Und
  4
Iten  nicht  Srn  #n  2
Pu  a  einen  Armen  labt
Doch  wenn  selber  pocht  ——
*Rauh  an  Eurer  Hütte  Dur,
Do  zeigt  mahre,  odte  Grös#e,
Echte  tenlirbe  Ihr.
Nicht  umjonst,  ich  wesi  es  sicher,
Und

Atingt  heut  meine  Bhle  leis
wei  —.
Pd  m  ist  “  3  6

NRosenheim,  1.  Dezember  1917.
6  Kr.  X.  Gel.  Geistl.  Rat.