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Mit dleser Entstehung eines beständigen Ausschusses kam
neues Leben in die Berathschlagungen der Stände. Neue
Verhaͤltnisse, neue Interessen entstunden. Die Gränzen der
Gewalt des Ausschusses mußten bestimmt, Freiheit der übrigen
Stände auf's neue gesichert, und dem unschuldig scheinenden
Zuwachse von Ansehen vorläufig begegnet werden, den
einst die Vergessenheit der ersten Entstehungsgeschichte und
vielleicht noch schneller das sonderbarste Zusammentreffen be-Haus.
Von grossen Städten Hannover; von kleinen
Städten Moringen und Pattensen.
In der Landtagsproposstion vom 18. Olt. 1712 wurde
vorgeschlagen, daß künftighin aus jedem Quartier ein Schaßrath
und zwei Deputirte zu bestellen sepen; so erhalte man
gründlichere Nachricht vom Zustande aller Unterthanen. Die
Stände antworteten den 4. Nov. 1712: So sey es unterdeß
immer bei den Depntirten gewesen, und wenn bei Schatzräthen
mehr auf die aus dem Hannöverschen Quartier gesehen worden,
so komme dieß blos daher, weil diese der Regierung näher
sepen, so weniger Kosten machten, und leichter mit dem
Syndikus conferiren könnten. Unterdeß sollte es künftighin
geschehen, daß successive aus jedem Quartier ein S.arath
genommen würde.
Ich kann nicht begreifen, warum man nicht bei Formirung
dieses Ausschusses auch an die Prälatur dachte, ungeachtet
gerade der Landtagsabschied von 1636 (s. Pfeffinger III.
Ch. S. 515.) nächsie Veranlassung hätte geben sollen, auch
zwei aus der Prälatencurke dem Ausschusse beizusetzen.
Ob es vielleicht der Willkühr des Herzogs überlassen blieb,
wen er aus der Prälatur beifügen wollte? Ob vielleicht ohne
vorläusige Wahl schon allein Observanz hier entschied?
Eben so auffallend ist, daß von den grossen Städten
Hannover allein in diesen Ausschuß kam, da doch hier offenbar
nach der ganzen übrigen Anlage der Anfang unsers
itigen grossen Ausschusses ist. Ob man vielleicht die drei übrigen
grossen Städre damals wegen ihres äusserst erschöpften
Zustandes schonen wollte?