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Art. 10.
Die Ferst= und Jagd polizei, so wie die
Forstgerichrsbarkeit wird durch die Behör:
den Unseres geliebten Schwiegersohnes aus-
geuͤbt, sie si sind jedoch verpflichtet, sich nach
Unsern desfalls bestehenden Verordnungen
zu achten.
Art. 11.
Die Gesundheits Polizei in dem Unserem
Schwiegersohne zugewiesenen Furstenthume
steht unter der Anordnung und Aufsicht Un-
serer einschlägigen Medizinal Oberbehörde.
Die von ihm zur Ausübung der Arznei Kunde
ernannten Gesundheits Beamten müssen die-
ser unter Ausweisung ihrer Qualiftkation zur
Bestätigung angezeigt werden.
. TitelVL
VonverKikchenGewalt.
Art. 1.
Die weltlichen und geistlichen Behoͤrden
Unseres geliebten Schwiegersohnes haben
Unsere in dieser Beziehung bestehende Ver-
ordnungen zu vollziehen und für ihre Beob-
achtung zu wachen.
Art. 2.
Die Ehegerichts Sachen werden bei der
Justiz Kanzlei in erster Instanz entschieden,
und die Berufung hievon geht an Unser Ober=
Appellationsgericht.
Art. 3
Die Verwaltung des Kirchen-, Schu-
len= und Sciftungs Vermögens wird unter
die unmittelvare Leitung und Aufsicht der
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einschlaͤgigen Behoͤrden Unseres Schwieger-
sohnes gegeben.
den, die Verordnungen pünktlich zu befolgen,
welche in Betreff der Verwaltung und Ver-
Diese sind jedoch verbune
rechnung des Stiftungs Vermoͤgens bestehen.
** "„: 4118.1 „Art. 4.
Wir überweisen Unserem geltebten Schwie-
gersohn in seinrm Gebiete die Uns in dem-
selben zustehenden Parronat Kechte. In Be-
ziehung auf die Prüfung und Qualiftkation
der Subsekte müssen Unsere Geseze beobach=
tet werden.
Tite!l Vu.
Von der Militär Gewalt.
Art. 1.
Die Militär Gewalt steht dem Souverain
ausschließlich zu.
« Art. 2.
Das Konskriptions Gesez, und die uͤber
diesen Gegenstand erlassenen Verorhnungen
sollen von den Behoͤrden Unseres geliebten
Schwiegersohnes in Vollzug gesezt werden.
Art. 3.
Derselbe und seine Nachfolger sollen für
die Schlösser ihres Fürstenthumes, welche
sie bewohnen, von aller Einquarticung Un-
serer Truppen befreit seyn.
Art. 4.
Unserem geliebten Schwiegersohn ist ge-
stattet, in den Schlsssern seines Fürstenrhu-
mes Eichnadi- für seine Person, Ehrenwa,
chen zu balten. Diese Ehrenwache soll je-