Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1915 (2)

Nr.  45.  1915.  263

DTostprotestaufträge  mit  Wechseln,  die  in  Elsaß-Lothringen,  in  der  Provinz
  Ostpreußen  oder  in  Westpreußen  in  den  Kreisen  Marienburg,  Elbing
Stadt  und  Land,  Stuhm,  Marienwerder,  Rosenberg,  Graudenz  Stadt  und
Land,  Löbau,  Culm,  Briesen,  Strasburg,  Thorn  Stadt  und  Land  zahlbar
  sind,  oder  mit  solchen  im  Stadtkreise  Danzig  zahlbaren  gezogenen
Wechseln,  die  als  Wohnort  des  Bezogenen  einen  Ort  angeben,  der  in  Ostpreußen
  oder  in  einem  der  bezeichneten  westpreußischen  Kreise  liegt,  werden
erst  an  folgenden  Tagen  nochmals  zur  Zahlung  vorgezeigt:

a)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  in  der  Zeit  vom  30.  Juli  1914

bis  einschließlich  29.  April  1915  eingetreten  ist,
am  31.  Mai  1915;
b)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  am  30.  April  1915  oder  später
eintritt.
am  dreißigsten  Tage  nach  Ablauf  der  Protestfrist  des  Art.  41
Abs.  2  der  Wechselordnung.

Als  Zahlungstag  gilt  der  Fälligkeitstag  des  Wechsels  oder,  wenn  dieser  ein  Sonnoder
  Feiertag  ist,  der  nächste  Werktag.  Fällt  der  Schlußtag  der  Frist  zur  Vorzeigung
des  Wechsels  auf  einen  Sonn=  oder  Feiertag,  so  wird  der  Wechsel  am  nächsten  Werktage
  zur  Zahlung  vorgezeigt.  Die  Postverwaltung  behält  sich  vor,  die  Vorzeigung  der
Wechsel,  deren  Protestfrist  am  31.  Mai  1915  abläuft,  auf  mehrere  vorhergehende  Tage
zu  verteilen.

2.  Vorstehende  Anderung  tritt  sosort  in  Kraft.

Berlin,  den  16.  März  1915.

Der  Reichskanzler.
In  Vertretung:  Kraetke.

 

(6)  Bekanntmachung  vom  23.  März  1915,  betreffend  Lustbarkeiten  während  der
Ostertage.
Die  nachstehend  abgedruckte  Anordnung  des  stellvertretenden  kommandierenden
Generals  vom  9.  d.  Mts.  wird  hierdurch  zur  allgemeinen  Kenntnis  gebracht.

Schwerin,  den  23.  März  1915.
Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium,  Abteilung  für
geistliche  Angelegenheiten.
Langfeld.