Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1916 (3)

Nr  86.  1916.  517

reichendem  Maße  begehrte  Stellen  des  Unterbeamtendienstes  handelt.
durch  die  unabweisbare  dienstliche  Notwendigkeit  bedingt  sein.  Für
jeden  Ausnahmefall  ist  nach  Beendigung  des  Feldzugs  soweit  und  sobald
  als  möglich  ein  Ausgleich  vorzunehmen.  "

Nach  Überführung  des  Heeres  in  den  Friedenszustand  sind  alle
offen  gehaltenen  und  die  vorübergehend  besetzten  Stellen  nochmals  nach
§  12  Abs.  1  und  3  zu  behandeln.  Der  Reichskanzler  bestimmt,  wann
mit  der  Ausschreibung  begonnen  werden  darf.

Erläuterung  zu  §  12.

Der  vorgeschriebene  Ausgleich  ist  erforderlichenfalls  für  jede  seit

1.  August  1914  erfolgte  Stellenbesetzung  vorzunehmen.
2.  §  15  Abs.  3  erhält  folgenden  Zusatz:

Militäranwärter,  die  beim  Ausbruch  eines  Krieges  auf  Probe  angestellt
  oder  in  der  Ableistung  des  Probedienstes  begriffen  sind  und  infolge
  der  Mobilmachung  zur  Truppe  zurücktreten  müssen,  ohne  endgültig

  in  den  Zivildienst  übernommen  zu  sein,  haben  spätestens  nach
der  Überführun  des  Heeres  in  den  Friedenszustand  Anspruch  darauf,
in  dieselbe  oder  eine  entsprechende  Stelle  einberufen  zu  werden.

Schwerin,  den  30.  Mai  1916.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Staatsministerium.
Langfeld.  Frhr.  v.  Heintze.  v.  Blüch  er.  L.  v.  Meerheimb.

(2)  Bekanntmachung  vom  31.  Mai  1916,  betreffend  die  Einfuhr  von  Butter
aus  dem  Ausland.

Nachstehende  in  Nr.  124  des  Reich  i  ö  i  i

Sanzeigers  veröffentlichte  Bestimmungen  des

Reichskanzlers  vom  26.  Mai  1916  über  die  Einfuhr  von  Butter  aus  *  Auslande

  werden  hierdurch  zur  allgemeinen  Kenntnis  gebracht.  —  Vgl.  Rbl.  Nr.  200
on  .  —

Schwerin,  den  31.  Mai  1916.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium  des  Innern.
L.  v.  Meerheimb.