Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1916 (3)

·,  757
Nr.  124=  1915.
jeds-  „Abteilung  für
esnenn
eder  und  Lederrohstoffe  ausgestellten  -  «  i
e  n  nt  n
tümer  oder  Besitzer  des  beschlagnahmten  Seder  1
ohstoff-Abteilung  1  3  beschlagnohofe,  Berlin  W.  9,  Budapester  Strabe  1/12,
ei  welcher  auch  die  Vordrucke  zu  den  Freigabeanträgen  erhältlich  sind,  zu  richten  ·
1.  das  Leder,  dessen  Freigabe  beantragt  wird,  muß  versgndfertig  otliegen;
ausgenommen  ist  nur  Helmleder  sowie  die  unter  lsfd.  Nr.  20  bis  un
49  bis  54  genannten  Arten;  .«-  —-  i
2.  die  Antrachteller  haben  nach  Einreichung  des.  Freigabeantra  es  das  in
diesem  aufgeführte  Leder  so  lange  zur  Verfügung  der.  Meldestelle  zu  halten,
bis  sie  in  den  Besitz  des  Freigabescheines  gelangt  sindt  sie  dürfen  es  auch  an
amtliche  Beschaffungsstellen  oder  auf  Grund  von  Ausweisen  für  beauftragte
Lieferer  nicht  ohne  Zustimmung  der  Meldestelle  veräußern;  ·
.freigegebenesLeder,dasnichtinnerhalb  zweier  Monate  (gerechnet  von  dem
Datum  des  Freigabescheines)  zur  Verwendung  für  Privatzwecke  oder  den
mittelbaren  Bedarf  der  Kriegsindustrie  veräußert  und  abgeliefert  worden
ist,  ist  der  Beschlagnahme  wieder  verfallen,  ebenso“  dasjenige  freigegebene
Leder,  das  ohne  Zustimmung  der  Meldestelle  in  Leder  anderer  Art  umgewandelt
  wird;
frreigegebenes  Leder  darf  ohne  Zustimmung  der  Meldestelle  weder  an  amtliche
  Beschaffungsstellen  der  Heeres-  oder  Marineverwaltung  noch  an  beauftragte
  Lieferer  derselben  zur  Verwendung  für  Kriegslieferungen  veräußert
werden.  Die  Gerbereien,  Gerbervereinigungen  und  Zurichtereien  haben
beim  Verkauf  freigegebenen  Leders  ihre  Abnehmer  auf  diese  Vorschrift
hinzuweisen.

4)  Trotz  der  Beschlagnahme  darf  jede  zum  Verteilungsplan  der  Kriegslede
Aktiengesellschaft  gehörige  Gerberei,  soweit  es  ihre  eiwaigene  Hünaglichen  Bespffichtungen
  gegenüber  der  Heeres=  oder  Marineverwaltung  zulassen,  innerhalb  eines  jeden
Kalendermonats  für  insgesamt  höchstens  750  Mark  Leder  der  beschlagnahmten  Arten
au  Schuhmacher,  Sattler  oder  Kleinhändler  verkaufen  und  abliefern,  ohne  hierzu  eines
*  zu  bedürfen.  Über  diese  Lieferungen  hat  die  Gerberei  ein  besonderes

ieferungsabschlüsse  in  bezug  auf  di  ·  i
wechnung  etro  von  höchstens  153  zt  iest  Ledermengen  sind  nur  bis  zum  Gesamte)
  Vorbedingung  für  alle  nach  Buchstabe  d,  c  und  d  dieses
ist,  daß  di  .  ·-  Paragraphen  erlaubten
Veräußerungen  ist,  daß  die  durch  die  99  2  bis  4  festgesetzten  Preise  nicht  überschritten
Diese  Bedingung  gilt  nicht  für  erlaubte  Verkä
Auslande  innerhalb  der  Geltungsdauer  der  userhufe  fre  un
t)  Die  Beschlagnahme  ist  mit  der  Ablieferung  an  Die  8  -
stellen  der  Heeres=  oder  Marineverwaltung  oder  mit  dem  Em  ichen  Beschaffungsscheines,
  bei  Lieferungen  gemäß  Buchstabe  d  dieses  Parem  pmsang  ades  Freigabean
  den  Schuhmacher,  Sattler  oder  Kleinhändler  für  die  b  trnit  er  Ablieferung
erloschen.  -·  ie  betreffende  Ledermenge

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r—

freigegebenen  Leders  nach  dem