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der auf der Erde hauerte und sich das Gesicht mit den händen zu
schützen suchte. Und auf den unbedechten Kopf dieses Jungen, der
keinen Laut von sich gab, wurden die Schneebälle geworfen wie auf
eine Sielscheibe.
Mit einem kräftigen Ruck drängte sich Albert Schlösselmann
in den Kreis.
„Was soll das heißen?“ schrie er zornig. „Warum fallt ihr
alle über einen her? Ihr seid Feiglinge, alle miteinander!“
Die Schüler hörten mit dem Werfen auf und begannen heftig
durcheinander zu sprechen und zu rufen:
„Er necht uns immer! Er will immer alles besser wissen!“
Kber Albert Schlösselmann hörte nicht auf sie, er stieß sie beiseite.
„Steh auf, du! Steh doch auf, Robert Schmidt! Warum läßt du
dir das gefallen?" schrie er dem Kleinen zu, indem er auf ihn zuging
und ihn an der Schulter faßte.
Robert nahm langsam eine hand vom Gesicht, seine Zugen
waren wie geschwollen vom Meinen, aber um seinen Mund zitterte
es böse und verächtlich. Mit Mühe stand er auf; er war verwachsen,
sein Rüchen durch einen Buchel entstellt, die Brust eng und eingefallen.
Sein Anzug war voll Schnee, und er hatte eine Schramme am hHals
und eine an der Bache; langsam nahm er sich einen nassen Schneeklumpen
aus dem halsausschnitt seiner Jache — ein Stein stechte
in dem Schneeball.
Robert besah den Stein, dann blichte er seine Mitschüler zornig
an und drängte sich weg durch die Knaben, die ihm jetzt Platz
machten; alle schwiegen einen Rugenblich, alle sahen nach Hlbert
Schlösselmann, den sie sehr gern leiden mochten, da er sich oft mit
ihnen abgab.
Aber ARlbert Schlösselmann sah heute ganz anders aus als sonst.
Sein offenes freundliches Gesicht war düster, die Stirn zusammengezogen.
Kls einer der Schüler der siebenten Klasse die Hand auf
seinen ärmel legte, zog er den Krm an sich und schrie:
„Erbärmliche Feiglinge ihr! Erbärmliche Jungen! UMan sollte
sich schämen, mit euch in eine Schule zu gehen! Rie wieder gebe ich
mich mit euch ab, das sage ich euch. Was habt ihr mit dem Schmidt?
Seid mal ehrlich! Es wird ja wohl ein ehrlicher Kerl unter euch
sein! Warum schlagt ihr alle auf den Robert los?“
„Wir können ihn nicht leiden“, sagte eine keche Stimme.
„Dahl“ rief Klbert; „das ist heine Kutwort, ihr schlagt ihn,
weil er sich nicht wehren kann!“