Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

Nr.  32.  1917.  209

oder  Berufung.  Erklärt  der  Gewählte  oder  Berufene  nicht  binnen  einer  Woche,  daß  er
die  Wahl  ng  Berufung  ablehne,  so  gilt  die  Wahl  oder  Berufung  als  angenommen.
Lehnt  ein  Gewählter  die  Wahl  ab,  so  gilt  an  seiner  Stelle  der  in  der  gleichen
Vorschlagsliste  nach  ihm  vorgeschlagene  noch  nicht  Gewählte  als  gewählt.  §5  16  Abs.  2,
5  17,  §  18,  5  20  Abs.  1  gelten  entsprechend.
Lehnt  ein  nach  §  11  Abs.  1  Satz  2  oder  nach  §  11  Abs.  2  Satz  3  oder  nach  §  20
Berufener  die  Berufung  ab,  so  ist  wiederum  nach  §  20  Abs.  1  zu  verfahren.

*l  23.
Bekanntmachung  des  Wahlergebnisses.

Sobald  die  Namen  der  Gewählten  oder  Berufenen  endgültig  feststehen,  hat  der
Wahlleiter  (Wahlvorstand)  sie  durch  zweiwöchigen  Aushang  an  derjenigen  Stelle,  an
welcher  das  Wahlausschreiben  angeheftet  gewesen  ist,  bekannt  zu  machen.10)

V.  Anfechtung  und  Ungültigkeit  der  Wahl.
5  24.
Im  allgemeinen.

Die  Gültigkeit  der  Wahl  kann  während  der  Dauer  des  Aushanges  (§  23)  angefochten
  werden.  Anfechtungen  sind  bei  dem  Wahlleiter  (Wahlvorstand)  oder  bei  der
Großherzoglichen  Gewerbeinspektion  anzubringen;  die  Gewerbeinspektion  entscheidet
lberese.  Auf  Beschwerde,  die  binnen  einem  Monat  nach  Zustellung  der  Entscheidung
der  Gewerbeinspektion  einzulegen  ist,  entscheidet  endgültig  das  Großherzogliche  Ministerium
  des  Innern.

Entscheidungen  des  Wahlleiters  (Wahlvorstandes)  können  nur  mit  einer  Anfechtung
  der  Wahl  im  ganzen  angefochten  werden.

Ist  die  ganze  Wahl  ungültig,  so  ist  alsbald  ein  neues  Wahlverfahren  einzuleiten.

5  25.
Ungültigkeit  der  Wahl.

Die  Wahl  ist  ungültig,  wenn  gegen  wesentliche  Vorschriften  über  das  Wahlverfahren
  verstoßen  und  weder  eine  nachträgliche  Ergänzung  möglich  noch  nachgewiesen  ist,
daß  durch  den  Verstoß  das  Wahlergebnis  nicht  verändert  werden  konnte.

l*
Ungültige  Wahl  einer  Person.

ungaltig  ist  die  Wahl  einer  Person,  die  zur  Zeit  der  Wahl  nicht  wählbar  war  und
auch  die  Wählbarkeit  nicht  inzwischen  erlangt  hat.

16)  Ein  Muster  für  diese  Bekanntmachung  ist  im  Anhang  unter