Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1918 (5)

136  Nr.  18.  1918.

3.  an  diejenige  Amtliche  Verteilungsstelle,  welche  unter  Berücksichtigung  der
Herkunft  der  meldepflichtigen  Brennstoffe  zuständig  ist  (siehe  §  6).  Bezieht
der  Meldepflichtige  Brennstoffe  aus  den  Gebieten  mehrerer  Amtlicher  Verteilungsstellen,
  so  sind  an  alle  diese  Amtlichen  Verteilungsstellen  Meldekarten
  einzusenden;

4.  an  den  Lieferer  des  Meldepflichtigen.  Bestellt  der  Meldepflichtige  bei  mehreren
  Lieferern,  so  ist  an  jeden  Lieferer  eine  besondere  Meldekarte  zu  richten.
Bezieht  er  von  einem  Lieferer  Brennstoffe  aus  mehreren  Herkunftsgebieten,
so  hat  er  diesem  Lieferer  so  viel  Karten  einzureichen,  wie  Herkunftsgebiete
in  Frage  kommen.  Für  die  von  einem  im  Auslande  wohnenden  Lieferer
unmittelbar  bezogenen  böhmischen  Kohlen  sind  die  Meldekarten  nicht  an
den  ausländischen  Lieferer)  sondern  (soweit  es  sich  um  nicht  im  Königreich
Bayern  gelegene  Betriebe  handelt)  an  den  Kohlenausgleich  Dresden  (siehe

6  Ziffer  7)  zu  senden,  und  zwar  mit  der  Aufschrift  „Auslandskohle“.  Für

etriebe,  die  im  Königreich  Bayern  liegen,  sind  diese  Meldekarten  an  die
Amtliche  Verteilungsstelle  München  (§  69)  zu  senden,  und  zwar  mit  derselben
  Aufschrift.

II.  Auferdem  haben  Meldepflichtige,  deren  Verbrauchsstelle  im  Absatzgebiet  der
Rheinischen  Kohlenhandels=  und  Reedereigesellschaft  liegt,  eine  besondere,  nach  §  71  zu
beschaffende  Einzelmeldekarte  an  den  Kohlenausgleich  Mannheim,  Parkring  2  7/29,
zu  senden.

III.  Sämtliche  Meldekarten  sind  gleichlautend  auszufüllen.  Auch  wenn  mehrere
Karten  an  verschiedene  Amtliche  Verteilungsstellen  oder  verschiedene  Lieferer  zu  richten
sind,  müssen  sämtliche  Karten  in  allen  Teilen  genau  gleich  lauten.  Dies  bezieht  sich
auch  auf  die  Bezeichnung  der  Sorten  und  Mengen  und  die  Namen  der  Lieferer.

IV.  Für  Gaskoks  fällt  die  unter  Absatz  1  Ziffer  3  genannte,  an  die  Amtliche  Verteilungsstelle
  zu  richtende  Meldekarte  fort.

§  6.  Amtliche  Verteilungsstellen.

Amtliche  Verteilungsstellen  sind:

1.  Für  Steinkohle")  aus  Ober=  und  Niederschlesien:
Amtliche  Verteilungsstelle  für  schlesische  Steinkohle  in  Berlin  W.  8,
Unter  den  Linden  32.

2.  Für  Ruhrkohle’):
Das  Rheinisch-Westfälische  Kohlen-Syndikat  in  Essen.

3.  Für  Steinkohle')  aus  dem  Nachener  Revier:

Amtliche  Verteilungsstelle  für  die  Steinkohlengruben  des  Aachener
Reviers  in  Kohlscheid  (Bez.  Aachen).

4.  Für  Steinkohle’)  aus  dem  Saarrevier,  Lothringen  und  der  bayerischen  Pfalz:
Amtliche  Verteilungsstelle  für  das  Saarrevier  in  Saarbrücken  2
(Königliche  Bergwerksdirektiong

5.  Für  die  Braunkohle  f)  aus  dem  Gebiet  rechts  der  Elbe  mit  Ausnahme

von  sächsischer  Braunkohle:

*)  Auch  die  Steinkohlenbriketts,  Schlammkohle  und  Koks.
)Auch  Prannkohlenbriketts,  Naßpreßsteine  und  Grudekoks.