212 Nr. 26. 1918.
Lanosturmmusterung
der im Jahre 1900 geborenen Angehörigen der österreichisch-ungarischen
Monarchie.
Alle in den Großherzogtümern Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz,
im Fürstentum Lübeck und im Gebiete der freien und Hansestadt Lübeck sich aufhaltenden
im Jahre 1900 geborenen
Landsturmpflichtigen österreichischer und ungarischer Staats= bezw. Dienstpflichtigen
bosnisch-herzegowinischer Landesangehörigkeit werden hiermit zur Landsturmmusterung
einberufen. Selbige findet statt
in Hamburg, im Gebände der Ersatzbehörden,
Ecke Schlump und Kasernenweg,
in der Zeit von. Sbis 11 Uhr vormittags, und zwar für jene Landsturmpflichtigen,
deren Familiennamen mit den folgenden Anfangsbuchstaben beginnen:
A bis J am 23. Februar 1918,
K bis 0 am 25. Februar 1918,
Pbis 2 am 26. Februar 1918.
Zur Musterung sind außer allen eigenen Personalpapieren (wie Geburts= und
Taufschein, Heimatschein, Reise-Paß, Arbeitsbuch usw.) u. a. Dokumenten (Arbeiterlegitimationskarten,
Schulzeugnissen usw.) mitzubringen:
1. ein von der Polizeibehörde (Gemeindevorstand) des Aufenthaltsortes ausgestellter
Nachweis über die Dauer des Aufenthaltes im gegenwärtigen
Wohnsitze,
2. zwei gleiche unaufgespannte (Schnell-) Photographien, auf deren Bildfläche
die eigenhändige Unterschrift des Landsturmpflichtigen und auf der Rückseite
die Beglaubigung der Unterschrift und der Personenidentität von der Polizeibehörde
(Gemeindevorstehung) des Aufenthaltsortes anzubringen ist
Landsturmpflichtigen, die einen behördlichen Nachweis ihrer
Mittellosigkeit beibringen, wird auf diesbezügliche Bitte der ortsübliche
Preis für die Anfertigung der Photographien ersetzt werden,
ein von der Polizeibehörde (Gemeindevorstand) ausgestelltes Identitätszeugnis
mit Personsbeschreibung und beglaubigter eigenhändiger Unterschrift
jener Landsturmpflichtigen, für die kein (Schnell-) Photograph erreichbar
ist,
1. alle vorhandenen Ausweispapiere der Eltern des Landsturmpflichtigen.
Die zur Musterung ergehenden namentlichen Vorladungen berechtigen zur freien
Eisenbahnfahrt aus dem Aufenthaltsorte zur Musterung nach Hamburg und zurück.
Jene Landsturmpflichtigen, denen bis zum 10. Februar l. J. keine Vorladung zukommt,
haben um deren Zusendung bei der für ihren Aufenthaltsort zuständigen k. und k.
österr.-ungar. Konsularbehörde schriftlich anzusuchen.
Diejenigen, welche verspätet zur Musterung erscheinen, werden gegebenenfalls in
Polizeigewahrsam übergeben und am nächsten Tage zur Landsturmmusterung vorge-
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