Nr. 73 1918. 555
II. Der Hauptlieferer hat die Bezugsscheine zu entwerten und geordnet aufzubewahren.
Es sind Einrichtungen zu treffen, die eine Nachprüfung der Belieferung der
Bezugsscheine ermöglichen. .
III. Werden von einem Besteller Hausbrandkohlen für Verbraucher verschiedener
Versorgungsbezirke bestellt, so hat er der Bestellung Bezugsscheine von jedem Versorgungsbezirk
über die für den einzelnen Bezirk bestimmten Mengen beizufügen.
8 14.
J. Jeder Händler ist verpflichtet, die ihm zugeteilten Bezugsscheine mindestens in
der Höhe entgegenzunehmen und an seine Vorlieferer weiterzugeben, als er in dem
entsprechenden Lieferungszeitraum des Vorjahres Hausbrandkohlen für den Versorgungsbezirk
geliefert hat. Entsprechendes gilt für Vorlieferer und Erzeuger.
II. Jeder Lieferer ist verpflichtet, Bezugsscheine, die er bei seinem Vorlieferer
nicht unterbringen kann, schleunigst an den Versorgungsbezirk zurückzusenden. Der Versorgungsbzirk
kann solche Bezugsscheine an die Amtliche Verteilungsstelle, aus deren
Bezirk die Lieferung verlangt wird, einsenden, damit von dort aus Lieferungsanweisung
erteilt wird. Soweit die Amtliche Verteilungsstelle die Lieferung nicht veranlassen
kann, hat sie sich an den Reichskommissar zu wenden.
l 15.
In dem Auftrage an die Stelle, welche die Verladung besorgen soll, muß bei jeder
Bestellung angegeben werden, für welchen Versorgungsbezirk die Lieferung bestimmt ist.
I#n, Falle des § 13 Abs. III hat der Auftrag gesondert für jeden Versorgungsbezirk
zu lauten, z. B.:
Händler H. für Stadt Breslau 60 t
Händler H. für Landkreis Breslau 30 „t
* 16.
I. Wer Hausbrandlieferungen verfrachtet, ist vom 1. Mai 1918 ab verpflichtet,
den Frachtbrief oder das Schiffspapier mit der Aufschrift (Aufdruck):
„Hausbrand für . . . . . ... ·...«
zuvcriehenunddieBezeichnungdesVerforgungsbezirkseinzurücken,z.B.:.
„Hausbrand für Stadt Breslau“ oder „Hausbrand für Landkreis Breslau“.
II. Bei Schiffsladungen, die teils Hausbrandlieferungen, teils Lieferungen für
gewerbliche Verbraucher enthalten, ist in den Schiffspapieren anzugeben, in welchen
* und für welche Versorgungsbezirke Hausbrandlieferungen in der Ladung enthalten
sind. -
III. Wird die Schiffsladung in Eisenbahnwagen umgeschlagen, so sind die Frachtbriefe
über Hausbrandsendungen von demjenigen, der das Umschlagen besorgt, mit der
im Abs. I angegebenen Aufschrift (Aufdruck) zu versehen. ·
§ 17.
Heärndler und Verfrachter haben buchmäßig den Nachweis über die ausgeführten
Lieferungen und Versendungen von Hausbrand zu führen.