Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1846. (30)

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12)  bei  großen  Geldsendungen  von  einerlei  Gattung,  in  mehreren  Abthei-13



lungen  verpackt,  welche  zu  einer  Adresse  gehören,  wird  das  Porto
nach  dem  Gesammtbetrage  und  nicht  nach  den  einzelnen  Abtheilungen
erhobenz

verschiedene  Geld-Gattungen,  als  Silber=  und  Papiergeld,  dürfen  in  der
Regel  nur  insoweit  zusammengepackt  werden,  als  ihr  gemeinschaftliches
Gewicht  8  Loth  (234  Hektas)  nicht  übersteigt,  und  werden  in  ihrem
Gesammtbetrage  nach  dem  Porto-Ansatze  der  darunter  befindlichen  am
hôchsten  tarifirten  Geld-Gattung  taxirt.

Kommen  schwerere  Packete  2c.  mit  Geldern  verschiedener  Gattung  vor,
so  ist  auf  jede  der  darin  enthaltenen  Posten  derjenige  Porto-Satz  anzuwenden,
  welcher  für  die  im  Packete  befindliche,  am  höchsten  tarifirte
Geld-Gattung  bestimmt  ist.

Ist  dagegen  jede  Gattung  für  sich  allein  verpackt,  so  wird  jedes
Packet  nach  dem  für  die  darin  befindliche  Sorte  vorgeschriebenen  Satze
tarirt,  wobei  jedoch  das  Porto  für  den  Gesammtbetrag  die  Silber-Tare
nicht  überschreiten  darf.

14)  Geld  soll  mit  Schriften  oder  Sachen  nicht  zusammengepackt  werden.

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Geschieht  solches  dennoch,  so  ist  das  Geld  für  sich,  die  ganze  Sendung
aber,  nach  Maßgabe  des  vollen  Gewichts  und  ihres  übrigen  Inhaltes,
noch  besonders  zu  taxiren.

Briefe,  welche  Einlage  von  Metall-Geld  enthalten,  dürfen  das  Gewicht

von  1  Pfund  nicht  übersteigen  und  müssen  mittelst  Kreuz-Couverts  verschlossen
  seyn.
Die  in  der  Taxe  angegebene  Porto-Moderation  tritt  erst  bei  Sendungen
  über  3000  Thaler  in  Silber  oder  Gold  ein  und  erstreckt  sich  daher
  nicht  auf  Sendungen  von  2000  Thaler  in  Silber  und  1100  Thaler
  in  Gold,  zu  einer  Adresse  gehörig.

Die  bei  Summen  über  3000  Thaler  überschießenden  Beträge  unter
100  Thaler  zahlen  von  1  bis  mit  50  Thaler  die  Hälfte,  über  50  bis
mit  99  Thaler  das  volle  der  moderirten  Tare  für  100  Thaler.

16)  Die  Geldsendungen  in  Silbergeld  sind  in  der  Regel  nach  Thaler  und

Groschen  oder  nach  Gulden  und  Kreuzer,  Sendungen  in  Gold  nach
Thalern  oder  Gulden  in  Geld  zu  deklariren.

Bei  anders  deklarirten  Geldern  sind  Bebufs  der  Taxirung  die  betreffenden
  Sorten  auf  Thaler  oder  Gulden  zu  reduciren,  wobei  zu  rechnen
  ist: