Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1849. (33)

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Wahlbehörden)  sowohl,  als  für  die  Wahl  der  Abgeordneten  (Kreis-Wahlbebörden)
  liegt  dem  Staats-Ministerium  ob.

g.  18.

Alsbald  nach  Anordnung  der  Wahl  ist  fuͤr  jeden  Gemeinde-Heimathsbezirk
  (Stadt,  Flecken  oder  Dorf,  einschließlich  der  in  deren  Flur  gelegenen
oder  deßhalb  dazu  gewiesenen,  einen  besondern  Heimathsbezirk  bildenden  Güter)
  von  der  Ortsbehörde  (Stadtrathe,  Gemeindevorstande)  ein  Verzeichniß  der
darin  stimmberechtigten  Wahler  mit  Angabe  des  Vornamens  und  Zunamens,  des
Lebensalters,  auch  des  Standes  und  Gewerbes  aufzustellen,  diese  Liste  drei
Tage  lang  von  der  in  ortsüblicher  Weise  zu  bewirkenden  diesfallsigen  Bekanntmachung
  an  gerechnet  öffentlich  auszulegen  und  im  Falle  vorgebrachter  begründeter
  Reklamationen  zu  berichtigen,  demnächst  aber  dieselbe  mit  einem  Zeugnisse
  über  ihre  Richtigkeit  und  über  die  Statt  gefundene  öffentliche  Auslegung
binnen  längstens  acht  Tagen  an  die  ernannte  Wahlbezirks-Behörde  dann  einzusenden,
  wenn  die  Ortsbehörde  nicht  zugleich  Wahlbezirkeé-Behörde  ist.

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Auf  dem  Grunde  dieser  Ortslisten  und  der  Angaben  der  betreffenden
Steuerbehörden  über  den  Betrag  der  von  den  einzelnen  Stimmberechtigten  zu
entrichtenden  direkten  Staatssteuer  hat  die  Wahlbezirks-Behörde  ein  Verzeichniß
  der  in  dem  ganzen  Bezirke  stimmberechtigten  Wähler  mit  Angabe  des
Steuerbetrages  der  Einzelnen  aufzustellen  und  spätestens  vier  Wochen  vor  dem
zur  Wahl  bestimmten  Tage  zu  Jedermanns  Einsicht  öffentlich  auszulegen,  auch
bierüber  das  Erforderliche  bekannt  zu  machen  und  namentlich  aufzufordern,
diejenigen  Steuerbeträge,  welche  von  Wählern  des  Bezirkes  außerhalb  des  letztern
  zu  entrichten  sind,  anzumelden  und  zu  bescheinigen.

Einsprachen  gegen  die  Listen  sind  binnen  acht  Tagen  nach  öffentlicher  Bekanntmachung
  bei  der  Wahlbezirks-Behörde  bei  Verlust  des  Reklamations-Rechtes
  anzubringen,  demnächst  aber  binnen  vierzehen  Tagen  zu  erledigen,  worauf
die  Listen  geschlossen  werden.  Nur  diejenigen  sind  zur  Theilnahme  an  der
Wahl  berechtigt  und  nur  diejenigen  Steuerbeträge  kommen  dabei  in  Betracht,
welche  in  die  Listen  aufgenommen  sind.