Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1855. (39)

Ministerial-Bekanntmachungen.

II.Da  die  Direktion  der  Weimarischen  Bank  gegenwärtig  auch  Banknoten
  über  Beträge  von  100  Thalern  in  Umlauf  zu  setzen  beabsichtiget,  so  wird
die  nachstehende  Beschreibung  dieser  Noten  mit  Beziehung  auf  die  Ministerial-Bekanntmachungen
  vom  6.  Oftober  und  27.  Dezember  v.  J.  hierdurch  zur  öffentlichen
  Kunde  gebracht.

Weimar  am  3.  Januar  1855.

Großherzoglich  Sächsisches  Staats-Ministerium,
Departement  des  Innern.
Für  den  Departements-Chef.
J.  von  Helldorff.

Beschreibung  der  Weimarischen  Banknoten  à  100  Thaler.

Die  Noten  der  Weimarischen  Bank  zu  100  Thalern  sind  6  Zoll  lang
und  4  Zoll  3½  Linien  hoch,  oben  und  unten  beschnitten,  an  den  Endseiten
mit  natürlichem  Papierrande  versehen.  Das  zur  Ausführung  verwandte  Hanfpapier
  ist  weiß  und  mit  Wasserzeichen  versehen,  die  am  obern  und  untern
Rande  in  der  Bezeichnung  „Weimarische  Banknote“  in  heller  Schrift,  an  beiden
Endseiten  in  der  Bezeichnung  100  Thaler  100  in  hellen  mit  Schatten  versehenen
  Zeichen  auf  guillochirtem  und  hellem  Grunde,  bestehen.

Der  Aufdruck  auf  die  mit  guillochirtem  Grunde  in  hellbrauner  Farbe  bedruckte
  Schauseite  ist  mit  schwarzer  Farbe  in  Buchdruck-Manier  gemacht,  und
enthält  oben  zwischen  den  beiden  verzierten  Werthzahlen  100  ein  verziertes  Wappenschild
  mit  einem  gekrönten  springenden  Löwen,  dar  unter  in  sieben  Zeilen:

Die  Weimarische  Bank
zahlt  gegen  diese  Note
Einhundert  Thaler
im  Vierzehn-Thalerfuße.
Weimar  den  4.  Februar  1854.
Der  Verwaltungsrath.  Der  Regierungs-Commissar.  Die  Direction.
Stichling.  Rathgen.  Polte.
worauf  zwei  mit  kleinen  Perlenrändern  verzierte  Felder  mit  kleiner  Diamant-Schrift
  folgen,  von  denen  das  linkseitige:
Der  Bankgesellschaft  ist  die  Einziehung  der  Banknoten  gestattet,  wenn
die  Großherzogliche  Staatsregierung  die  diesfallsigen  Gründe  für  genügend
  erachtet.  In  einem  solchen  Falle  muß  sie  unter  Bestimmung  einer