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daß dasselbe, so lange es in mäßigem Grade auftritt, nicht
als etwas Besonderes angesehen werden kann. Außerdem
stört es in der Regel, so quälend es für die Schwangere auch
ist, doch meistens die Ernährung derselben nicht in nennenswerter
Weise.
Nun giebt es aber einzelne Fälle, in welchen das
Erbrechen einen so hohen Grad erreicht, daß das Leben der
Schangeren dadurch ernstlich bedroht wird. Die Hebamme
wird selbstverständlich in solchen Fällen auf baldige Zuziehung
eines Arztes dringen. Vorläufig kann sie den Rat geben,
daß die Kranke Bettruhe beobachtet mit tiefliegendem Kopf,
nur leichte flüssige Speisen zu sich nimmt und durch zeitweises
Verschlucken von Eisstücken die Empfindlichkeit des Magens
zu beruhigen sucht.
3. Blutaderknoten bei Schwangeren.
S. 216.
Blutaderknoten an den Beinen sind eine bei Schwangern
häufige Erscheinung. In der Regel finden sie sich an
der Innenfläche der Schenkel, in der Kniekehle und an
Knöcheln und Fußrücken in besonders starkem Maße. Man
sieht an diesen Stellen die aufgetriebenen blauen geschlängelten
Adern durch die zarte sie bedeckende Oberhaut gespannt hervortreten.
Ein Druck auf diese Stellen ist häufig schmerzhaft,
auch werden beim Gehen Schmerzen in ihnen gefühlt. In
den Aderknoten können sich Verhärtungen bilden, indem das
Blut dort gerinnt und zuletzt feste Pfröpfe, sogenannte Adersteine
bildet. Auch entstehen bisweilen Geschwüre auf der
überziehenden Haut, deren Heilung langwierig werden kann,
endlich kann durch Platzen eines Aderknotens eine erhebliche
Blutung entstehn.