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buche soweit nöthig, darnach zu vervollständigen, der vom Arzte aber darüber ausgestellte
Schein dem betreffenden Leichenbestattungsscheine beizulegen.
8 7. Die Leichenbestattungsscheine sind mit den Nummern des Kirchenbuchs über—
einstimmend zu numeriren und nach diesen Nummern geordnet, in der Regel viertel—
jährlich oder, wo es beantragt worden ist (§ 11), in kürzeren Fristen an den Bezirksarzt
einzusenden.
Der durch diese Versendung etwa entstehende Aufwand ist von den Bezirksärzten
zu übertragen und wird denselben aus der Staatscasse restituirt.
&. Von den Aerzten wird erwartet, daß sie im richtigen Verständniß der Bedeutung
der hier geordneten Maßregeln für Medieinalstatistik und öffentliche Gesundheitspflege
das Ihrige zur Förderung des Zweckes beitragen und nach bestem Wissen
die erforderlichen Angaben über die Todesursache auf den ihnen von den Leichenfrauen
vorgelegten Leichenbestattungsscheinen unter Beifügung ihrer Namensunterschrift wahrheitsgetreu
machen oder, falls sie ausnahmsweise an der sofortigen Ausfüllung der
betreffenden Nubrik behindert sein sollten, nachträglich und thunlichst bald die fragliche
Angabe an den Geistlichen oder Kirchenbuchführer des Sterbeorts schriftlich gelangen
lassen.
&9. In der Wahl der wissenschaftlichen Bezeichnung der Todesursache sind die
Aerzte zwar unbehindert, doch ist es wegen der größeren Sicherheit bei weiterer statistischer
Verwerthung der Angaben wünschenswerth, daß die in dem unter C beigefügten
Schema enthaltenen Benennungen dabei thunlichst verwendet werden.
*10. Die Bezirksärzte haben die Leichenfrauen über die nach §§ 2 und 3 ihnen
obliegenden Pflichten zu unterrichten, auch deren Thätigkeit in dieser Beziehung bei
Durchsicht der ihnen von den Geistlichen und Kirchenbuchführern zugehenden Leichenbestattungsscheine
und bei sich sonst darbietender Gelegenheit sorgfältig zu überwachen.
&11. Woes die hohe Bevölkerungszahl eines Ortes oder das Auftreten einer Epidemie
erforderlich macht, daß die in der Regel vierteljährlich erfolgende Ablieferung der
Leichenbestattungsscheine an den Bezirksarzt dauernd oder für einige Zeit in kürzeren
Fristen erfolge, haben die Bezirksärzte den bezüglichen Antrag an die ihnen vorgesetzte
Kreisdirection zu richten, welche dann nach eigener Prüfung des Antrags den betreffenden
Geistlichen und Kirchenbuchführer mit Anweisung versehen wird.
§ 12. Im Uebrigen werden die Bezirksärzte die Angaben der Leichenbestattungsscheine
zu benutzen wissen, um sich auch dadurch in genauer Kenntniß über die gesundheitlichen
Verhältnisse jedes Ortes ihres Mediecinalbezirks zu erhalten.
13. Die Leichenbestattungsscheine sind mindestens zehn Jahre im bezirksärztlichen
Archive aufzubewahren und dürfen erst nach Ablauf dieser Frist vernichtet werden.