Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen auf das Jahr 1903. (87)

„N.,  den  1900.

Vor  dem  unterzeichneten  Standesbeamten  erscheint  und
erklärt,  daß  er  seine  Vaterschaft  zu  dem  nebenstehend  eingetragenen  Kind  anerkenne.

Vorgelesen,  genehmigt  und  unterschrieben.

Der  Standesbeamte.
N.“

3.  Erfolgt  die  Anerkennung  bei  der  Eheschließung,  so  hat  der  Standesbeamte  die  Erklärung
  in  den  am  Schlusse  des  Eintragsformulars  ersichtlichen  leeren  Naum  in  der
Form  einzutragen,  wie  sie  in  §  15  der  Vorschriften  und  dem  Mustereintrage  B.  2  angegeben
  ist,  außerdem  aber,  wenn  der  Geburtsfall  in  seinem  eigenen  Register  eingetragen.
ist,  zum  Geburtseintrage  einen  Nandvermerk  über  die  Eheschließung  der  Eltern  und
die  Anerkennung  des  Kindes  zu  bringen.  Ist  der  Geburtsfall  in  dem  Register  eines
andern  Standesamtsbezirks  eingetragen,  so  hat  der  Standesbeamte  der  Eheschließung
dem  Standesbeamten  des  Geburtseintrags  einen  Auszug  aus  dem  Heiratsregister  behufs
Beischreibung  des  Vermerks  an  den  Nand  des  Geburtseintrags  kostenfrei  zu  übersenden
  (§  15  Absatz  2  der  Vorschriften  des  Bundesrats).

4.  Erfolgt  die  Anerkennung  erst  nach  der  Eheschließung,  so  ist  wie  bei  Ziffer  2  zu  verfahren.
  Es  hat  jedoch  dabei  der  Standesbeamte,  wenn  die  Ehe  in  seinem  Bezirke  abgeschlossen
  worden,  die  Eheschließung  aus  dem  Heiratsregister  festzustellen  und,  wenn
die  Ehe  in  einem  andern  Bezirke  abgeschlossen  worden,  sich  die  vom  zuständigen  Standesbeamten
  ausgestellte  Heiratsurkunde  vorlegen  zu  lassen  und  auf  Grund  dieser  Schriftstücke
  die  erfolgte  Eheschließung  in  dem  Randvermerke  mit  zu  beurkunden,  z.  B.

„N.,  den  15.  März  1900.

Vor  dem  unterzeichneten  Standesbeamten  erschien,  der  Persönlichkeit  nach
bekannt,  der  Zimmermann  Georg  Wolf  in  Mellingen,  wies  seine  Verheiratung
mit  der  Mutter  des  nebenstehend  eingetragenen  Kindes  durch  Heiratsurkunde
No.  des  Standesamts  Denstedt  vom  b.  Februar  1900  nach  und  erklärte,
daß  er  dieses  Kind  als  das  seinige  anerkenne.

Vorgelesen,  genehmigt  und  unterschrieben.

Der  Standesbeamte.
N.“