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Gemeinschaftliche
Grundbuchblätter.
Grundbuchblätter im
Falle des Miteigentumsnach
Bruchteilen.
Grundbuchblätter für
gebundene Güter,
83.
(1) Über sämtliche Grundstücke desselben Eigentümers, die in demselben
Grundbuchbezirke belegen sind, wird in der Regel ein gemeinschaftliches
Grundbuchblatt geführt.
(2) Besondere Grundbuchblätter für die einzelnen oder einzelne Grundstücke
sind anzulegen, sobald und soweit von der Führung eines gemeinschaftlichen
Grundbuchblattes Verwirrung zu besorgen ist (Grundbuchordnung
§ 4), oder wenn erhebliche Zweckmäßigkeitsgründe dafür sprechen,
z. B. weil ein bebautes städtisches Grundstück in Frage kommt, das
voraussichtlich öfterem Eigentumswechsel unterliegt.
84.
Steht das Eigentum an einem Grundstücke mehreren Miteigentümern
nach Bruchteilen zu, so dürfen die einzelnen Bruchteile nicht auf ver—
schiedenen Blättern eingetragen werden; vielmehr wird über das ganze
Grundstück nur ein Blatt geführt.
85.
(1) Grundstücke, die zu einem gebundenen (geschlossenen) Gut, einem
Familiensideikommisse Familienfideikommiß oder einer Familienstiftung gehören, dürfen nicht
und Familienstiftun-=gen.
zusammen mit anderen Grundstücken auf einem gemeinschaftlichen Grundbuchblatte
gebucht werden.
(2) Für solche Grundstücke werden vielmehr besondere Grundbuchblätter
angelegt.
(3) Dabei sollen in der Regel sämtliche innerhalb desselben Landgerichtsbezirks,
wenn auch in den Bezirken verschiedener Grundbuchämter
belegene Grundstücke, die zu demselben gebundenen (geschlossenen) Gute,
demselben Familienfideikommiß oder derselben Familienstiftung gehören,
auf einem Grundbuchblatte gebucht werden (Höchste Verordnung Art. 46).
(4) Besondere Grundbuchblätter für einzelne derartige Grundstücke
sind anzulegen, sobald und soweit von der Führung eines gemeinschaftlichen
Grundbuchblattes Verwirrung zu besorgen ist, oder wenn erhebliche
Zweckmäßigkeitsgründe dafür sprechen.