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werden. Da erhielten die Halberstädter Kürassiere und die altmärkischen Ulanen
den Befehl, die Batterien zu nehmen. Mit Sturmeseile fliegen die Reiter die Höhen hinan,
den Batterien entgegen. Schneller als Kanonen und Mitrailleusen gerichtet werden lönnen,
sind sie oben. Mit Lanze und Pallasch werden die Kanoniere niedergestreckt. In rasendem
Jagen geht es nun gegen eine Infanteriekolonne: auch sic wird niedergeritten. Der Sturm
saust weiter. Da brechen plötzlich aus einer Waldeslücke feindliche Kürassiere hervor. Schwadron
prallt auf Schwadron: sie überreiten sich, sie schlagen sich nieder. Die Helden sinken blutend in
den Staub und werden von Rosseshufen zertreten. Dann schwenken die deutschen Reiter
und jagen zurück. Die elf Züge waren auf drei zusammengeschmolzen. Als Graf Schmettow,
ihr Führer, zum Sammeln blasen ließ, kam ein Ton aus der Trompete heraus, der durch Mark
und Bein ging: sic war zerschossen. Erst am Abend um 9 Uhr endete der blutige Kampf. Die
Straße nach Westen war dem Feinde verlegt. (Gedicht: Die Trompete von Vionville.)
2. St. Privat und Gravelotte. 18. August. Zwei Tage später versuchte Bazaine 18.
in der Richtung nach Gravelotte zu entkommen. Auf den Höhen zwischen Grave- Au
lotte und St. Privat hatte er Stellung genommen. An den Waldrändern waren
Verschanzungen aufgeworfen und, damit man sie nicht sehen sollte, so mit grünen
Baumzweigen bedeckt, daß man nur einen dichten Waldessaum vor sich zu haben
glaubte. Der heißeste Kampf entspann sich um das Dorf St. Privat. Hier hatte
der Feind hinter (Jräben, Häusern und Mauern eine sehr gedeckte Stellung, und
die anstürmenden Deutschen wurden mit einem mörderischen Kugelregen überschüttet.
Die Soldaten warfen sich platt auf die Erde, liefen einige fünfzig Schritte und
warfen sich dann wieder nieder. So erreichten sie endlich einen Chausseegraben,
in dem sie längere Zeit Schutz fanden. Inzwischen richtete die Artillerie ihre Geschosse
auf St. Privat, schoß
ein Haus nach dem anderen Erloa 1 colembey-V.
in Brand und legte eine - mz ur.
Mauer nach der anderen
um. Gegen 7 Uhr nahmen
die Deutschen das Dorf mit
Sturm und machten viele TD
Franzosen, die sich in Kellern
und Ställen versteckt *#
hielten, zu Gefangenen *
Bazaine zog sich nach Metz * —
zurück. Als dann noch spät · «
am Abend die Franzosen sauchbeiGravelottevoll--prus.—1,
ständigzurückgeworfenlMHÆk « —
wurden, da konnte Moltke –—
dem Könige melden: „Majestät, der Sieg ist unser; der Feind zieht sich zurück. “
Infolge dieser mörderischen Schlachten um Metz mußte sich Bazaine mit seiner
Armee in die Festung Metz zurückziehen. Hier umzingelte ihn Prinz Friedrich Karl
und schloß ihn von allen Seiten fest ein.
14. v. 1 7 .
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Die Schlacht bei Sedan. 1. September 1870.
1. Nach Sedan. Die III. Armee unter dem Kronprinzen von Preußen und
die neugebildete IV. Armee unter dem Kronprinzen von Sachsen gingen jetzt gegen
Mac Mahon vor, der im festen Lager von Chalons sein Heer neu geordnet hatte
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