Full text : Realienbuch nebst einem Anhange für Deutsch und Raumlehre.

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5  Paar  gegliederte  Beine,  von  welchen  das  vorderste  mit  großen,  feingezähnten
Scheren  bewaffnet  ist.  Der  Hinterleib  besteht  aus  7  gepanzerten  Ringen.  Der  Krebs
atmet  durch  kiemenartige  Organe,  die  an  den  Beinwurzeln  liegen.

Größer  ist  der  dunkelbraune  Hummer  in  der  See,  die  mehr  breit  als  langen
Krabbenarten.  Die  kleine,  graue  Kellerassel  lebt  an  dunkeln  Orten.

Die  Krustentiere  haben  eine  hornartige  Körperbedeckung,  5  Paar  oder  mehr
Füße,  atmen  meistens  durch  Kiemen,  wechseln  jährlich  ihre  Schale.

8  9.  Würmer.  Der  Regenwurm  wird  bis  25  em  lang.  Sein  Leib  besteht
aus  mehr  als  100  Ringen,  an  welchen  sich  kurze,  haarige  Borsten  befinden,  mit  deren
Hilfe  er  sich  fortbewegt.  An  dem  dünnern  Ende  sitzt  der  Kopf,  der  weder  Augen,
noch  Fühler,  noch  Kiemen  hat.  Die  Mundöffnung  ist  zwischen  dem  ersten  und  zweiten
Ringe.  Er  atmet  durch  kleine  Löcher  zwischen  den  Ringen.  Aus  seinen  Eiern  entstehen
  ausgebildete  Regenwürmer.

Sehr  nühtzlich  ist  der
medicinische  Blutegel.
Schädlich  sind  der  bis  8m
lange,  breite  Bandwurm,
  die  Trichine
oder  Haarwurm  (Fig.
19),  die  einem  spiralför-20.
  migen  Fädchen  gleicht.

Wird  sie  mit  Schweinefleisch,
  worin  sie  öfter  vorkommt,  in  den  Körper  des  Menschen  übertragen,  so  verursacht
sie  große  Schmerzen,  ja  meistens  den  Tod.  Der  Spulwurm  kommt  bei  Kindern  vor.

Die  Würmer  haben  einen  aus  Ringen  bestehenden,  langen,  cylinderartigen  Leib
ohne  Glieder.
§  10.  Weichtiere.  Die  Weinbergsschnecke  wird  bis  4  cm  lang  (Fig.  20).
Der  schleimige,  fleischige  Körper  kann  in  ein  spiralartiges,  bräunlich  gelbes,  kalkiges
Gehäuse  mit  rötlich  braunen  Querbinden  zurückgezogen  werden.  An  dem  breiten
Kopfe  sind  über  dem  Munde  2  längere  Fühler,  an  deren  Spitzen  die  Augen  sitzen,
und  2  kürzere.

Verwandt  sind  die  Schlammschnecke  mit  kegelförmigem,
die  Tellerschnecke  mit  scheibenförmig  gewundenem  Gehäuse,
die  zweischalige  grüne  Teichmuschel,  die  echte  Perlmuschel,
die  eßbare  Auster.

Weichtiere  haben  keine  Gliedmaßen,  einen  weichen,
schlüpfrigen  Körper,  der  durch  ein  kalkiges,  festes  Gehäuse
geschützt  ist.

§  11.  Pflanzen=  und  Urtiere  sind  sehr  unvollkommen,
  manchmal  auf  festen  Gegenständen  im  Wasser  angewachsen,
  wie  die  rote  Edelkoralle  (Fig.  21),  oft  so  klein,
daß  man  sie  nur  durch  das  Mikroskop  wahrnehmen  kann.

Tiere  sind  lebendige  Geschöpfe.  Sie  bewegen  sich  und
empfinden,  nehmen  Nahrung  zu  sich  und  pflanzen  sich  fort.

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C.  Das  Aflanzenreich.

1.  Die  wohlriechende  Maiblume.  Maililie.  Der  kriechende  Wurzelstock  treibt

im  Frühlinge  2  Laubblätter  und  1  Schaft.  An  jedem  Blatte  unterscheidet  man  Blattstiel

  und  Blattspreite.  Die  langen  Blattstiele  stecken  scheidenartig  ineinander.

Die  Blattspreite  oder  das  eigentliche  Blatt  ist  elliptisch  (länger  als  breit  und  an

beiden  Enden  zugespitzt)  und  parallelnervig.  Der  halbrunde  Blütenstiel,  welcher

bis  30  em  hoch  wird,  hat  weder  Blätter  noch  Verzweigungen  und  wird  daher  Schaft
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