Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1873. (57)

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Reichs  bezeichneten  Gegenstände  den  Einpfennigtarif  einzuführen,  soweit  und  sobald
dies  regierungsseitig  verlangt  wird.

Die  Gesellschaft  übernimmt  ferner  die  Verpflichtung,  soweit  der  Königlich
Preußische  Minister  für  Handel,  Gewerbe  und  öffentliche  Arbeiten  es  im  Verkehrs-Interesse
  für  nöthig  erachtet,  jederzeit  auf  dessen  Verlangen  mit  anderen  in=  und
ausländischen  Bahn-Verwaltungen  für  die  Beförderung  von  Personen  und  Gütern
einen  durchgehenden  Verkehr  mittelst  direkter  Expeditionen  und  Tarife  zu  errichten
und  hierbei  insbesondere  auch  in  ein  gegenseitiges  Durchgehen  der  Transportmittel
gegen  die  übliche,  nöthigenfalls  von  dem  bezeichneten  Minister  festzusetzende  Vergütung
  zu  willigen.  Bezüglich  dieser  direkten  Tarife  ist  die  Gesellschaft  verpflichtet,
  auf  Verlangen  des  bezeichneten  Ministers  auf  ihrer  in  diesem  neu  einzurichtenden
  durchgehenden  Verkehre  zu  berührenden  Strecke  den  niedrigsten  Tarif-Einheitssatz
  pro  Zentner  und  Meile  zuzugestehen,  welchen  sie  anf  dieser  Strecke  für  die
gleichartigen  Transportgegenstände  in  ihrem  Lokaltarife  erhebt.

Sollte  sie  jedoch  in  einem  andern  durchgehenden  Verkehre  für  jene  Strecke
ihrer  Bahn  einen  unter  dem  Lokaltarif-Einheitssatz  pFro  Zentner  und  Meile  ermäßigten
  Satz  pro  Zentner  und  Meile  beziehen,  so  muß  sie  für  jene  Strecke
diesen  ermäßigten  Tarifsatz  auch  in  dem  neu  zu  errichtenden  durchgehenden  Verkehre
  auf  Verlangen  des  bezeichneten  Ministers  zugestehen.

Für  durchgehende  Gütertransporte  wird  die  Erhebung  einer  Expeditionsgebühr
ausgeschlossen,  wenn  weder  die  ursprüngliche  Versandt=  noch  die  letzte  Adreßstation
an  der  in  Rede  stehenden  Bahn  liegt.

Die  vorbezeichnete  Verpflichtung  der  Gesellschaft  zur  Einrichtung  eines  direkten
  Verkehrs  und  zum  Zugeständnisse  des  vorbezeichneten  Tarissatzes  wird  jedoch
durch  die  Bereitwilligkeit  der  anderen  betheiligten  Eisenbahn  -Verwaltungen  bedingt,
in  diesem  Verkehre  ihren  Tarif  nach  denselben  Grundsätzen  zu  normiren  und  somit
für  ihre  in  dem  einzurichtenden  durchgehenden  Verkehre  zu  benutzende  Strecke  den
niedrigsten  Tarif-Einheitssatz  pro  Zentner  und  Meile  zuzugestehen,  welchen  sie  auf
dieser  Strecke  für  gleichartige  Transportgegenstände  in  ihrem  Lokalverkehre  resp.
in  einem  anderen  durchgehenden  Verkehr  erheben.

Sollte  die  Gesellschaft  zum  Zwecke  der  Einrichtung  eines  neuen  direkten  durchgehenden
  Verkehrs  das  gleiche  Zugeständniß,  wie  vorstehend  präcisirt  ist,  von  einer
anderen  Bahnverwaltung  fordern,  und  die  letztere,  ohne  von  dem  bezeichneten  Minister
  für  zulänglich  erachtete  Gründe  sich  weigern,  auf  den  von  der  Gesellschaft
vorgeschlagenen  direkten  Verkehr  überhaupt  einzugehen,  oder  jenes  Zugeständniß  in
Betreff  des  Tarifsatzes  zu  machen,  so  ist  die  Gesellschaft  an  das  ihrerseits  auf