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Die Kosten der Taxation sind in der Regel vom Schürfer allein, in dem Falle jedoch
von dem Beschädigten zu tragen, wenn Ersterer sich zu Entrichtung einer der Taxe wenigstens
gleichkommenden Entschädigung bereits in einem vorher von der Ortsverwaltungsbehörde zu
veranstaltenden Vereinigungstermine erboten hatte, deren Annahme aber vom Beschädigten verweigert
worden war.
828.
Eigenthum an den bei den Schurfarbeiten gewonnenen Mineralien.
Der Schürfer erlangt das Eigenthum an den bei den Schurfarbeiten gewonnenen, nach
8 1 verleihbaren und einem Dritten nicht bereits verliehenen, sowie an den in der erschürften
Lagerstätte einbrechenden nichtmetallischen Mineralien.
Andere nutzbare Mineralien kann der Eigenthümer der Oberfläche, wenn der Schürfer der—
selben nicht zur Befestigung oder Einfüllung der Schürfe wieder bedarf, als sein Eigenthum
in Anspruch nehmen.
829.
Verpflichtung des Schürfers bei Verrichtung der Schurfarbeiten.
Der Schürfer ist verbunden, die Schurfarbeiten so vorzunehmen, daß weder für die
Arbeiter oder für die Bewohner der Oberfläche eine Gefahr erwachse, noch der Grundeigenthümer
ohne Noth belästigt werde, ingleichen die Arbeitsöffnungen so zu verwahren, daß keine
Verunglückung von Menschen oder Thieren zu befürchten ist.
Er hat sich dabei den Anordnungen des Bergamts und der Ortsverwaltungsbehörde oder
derjenigen Personen, welche von diesen Behörden mit Auftrag versehen sind, zu unterwerfen.
Im Nichtbeachtungsfalle kann die Fortsetzung der Schurfarbeiten untersagt und die dadurch
verritzte Oberfläche unter Beobachtung der nöthigen Sicherungsmaßregeln auf Kosten des
Schürfers sofort wieder in den früheren Stand gesetzt werden.
830.
Einebnung der Schürfe.
Der Schürfer muß, wenn er die Schurfarbeit aufgiebt, die durch solche verursachten Oeffnungen
an der Oberfläche unter Beobachtung der nöthigen Sicherungsmaßregeln einebnen.
Thut er dieß nicht, so hat solches das Bergamt auf dessen Kosten bewirken zu lassen.
Der Schürfer muß dem Bergamte vor Beginn der Schurfarbeiten eine Caution deshalb
bestellen.
831.
Suchstölln, Bohrlöcher.
Die Bestimmungen dieses Capitels leiden auch Anwendung auf die zur Untersuchung
des Gebirgs nach vorher eingeholter Genehmigung des Bergamts zu treibenden Stölln, Bohr—
löcher und ähnlichen unterirdischen Arbeiten, so lange sie sich nicht mit der Gewinnung von