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„Gottlob die Absicht, etwas in Glaubenssachen zu aͤndern;
„nur Mißbraͤuche, die in der Kirchendisciplin eingerissen,
„wollte ich verbessern. Zum Beweise diem die Schrift, die
„die mein Cirkularschreiben wegen Convokation der Synoden
„begleitete. Ich hätte in jenen Diseiplinax-Verbesserungen nach
„der mir von Gott anvertrauten Gewalt handeln können, ich
„wollte mich aber mit euch vereinigen, um dem Guten desto
„mehr Haltbarkeit zu geben, und eurem Eiser für's Gute
„„Gelegenheit zu verschaffen. Nun sehe ich, die so die ersten
in Erfüllung meiner Wuͤnsche hätten seyn sollen, haben die
„Erfüllung derselben nur zu verhindern gesucht. Die Erz-„bischöfe
von Florenz und Siena nebst dem Bischof von
„Corkona haben sich hierin am meisten ausgezeichnes. Nun
„aber bin ich entschlossen, das zu thun, was ihr hättet thun
„sollen, und ich werde noch vor Zusammenrufung eines
„National-Conciliums für die dringendssen Beduͤrfnisse selbst
„sorgen.“
Der Großherzog that überdies gleich nachber zum Behuf
der Wahrheit einen noch entscheidenderen Schritt; den,
der immer in einer solchen Sache der letzte Schritt seyn
sollte. Die Oppositionsparthie hatte ihm gegen die gutgesinnten
Bischöfe bittere, lästerungsvolle Klagen eingegeben.
Er nahm alles an, gab alles den Angeklagten zu ihrer Vertheidigung,
ließ über Anklage und Apologie einige Theologen
Gutachten stellen, und nun wird alles zusammen, Anklage,
Apologie und Gutachten mit den vollständigen Akten
der ganzen Versammlung gedrackt. Die urschriften sollen
irgendwo an einem böffentlichen Ort niedergelegt werden, damit
jeder immer, durch Vergleichung mit dem gedruckien, von
der vollen Wahrheit sich überzeugen könne, und um dem ganzen
Poblikum vorläufig die höchstmöglichste Versicherung der Authentie
zu geben, wird der ganze Druck im grohherzoglichen