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der altrömischen Kaiser, die keinem Gotte verantwortlich waren,
sondern selbst vergöttert wurden und in sich selbst, in ihrer Willkür
allein die Quelle alles Rechts enthielten. Der christliche Kaiser
besaß nicht das Reich, sondern er verwaltete es nur im Namen
eines Höhern. Ebenso waren die ihm zunächst untergebenen Reichsfürsten,
Herzoge und Grafen wieder nur Lehensträger des Kaisers
und nicht Besitzer der Provinzen, welche sie verwalteten, sondern
nur Beamte aus Auftrag des Kaisers und ihm waren sie veraniwortlich.
Ein Recht hatten sie nur, insofern sie auch die entsprechende
Pflicht erfüllten. So allein sind die Kronen von Gottes
Gnaden zu verstehen und das hätten die Conservativen in Berlin
nicht mißkennen und nur so denken sollen, wie der erste Kurfürst
von Brandenburg gedacht hat, als er sagte, er sey nur „ein
schlichter Amtmann Gottes an dem Fürstenthum“.
Genug, auch die conservative Partei in Preußen legte dem
Ministerium Bismarck Hindernisse in den Weg, wenn auch von
anderer Art, als es die der Fortschrittspartei waren.
Vornehmlich aber war es die Mehrheit im Abgeordnetenhause,
welche gegen die Regierung auf eine Weise agitirte, als
wenn sie förmlich mit Oesterreich verbündet wäre. Die Liberalen
waren merkwürdig verblendet, sogar die im sog. Nationalverein,
welche sich rühmten, das deutsche Nationalinteresse mit besonderer
Wärme und Einsicht zu vertreten. In den Mittelstaaten identificirten
sich die Liberalen mit den Particularisten, den ausgesprochensten
Gegnern der Nationaleinheit, und dienten der Triasidee
der Herrn von Beust und v. d. Pfordten. Um die mittelund
kleinstaatliche Gruppe durch einen neuen Kleinstaat zu vermehren,
agitirten sie eifrig für den Prinzen von Augustenburg,
obgleich es auf der Hand lag, daß derselbe weder dem Liberalismus,
noch dem deutschen Nationalinteresse irgend eine Bürgschaft
geben konnte, da er, von Anfang an Preußen feindlich gegenüberstehend
und weil ihm Oesterreich zu fern lag, seine Stütze
Menzel. Was dat Preußen für Deutschland geleisten? 6