Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1874. (8)

—  132  —

9.  Juli  1873)  werden  der  Frank  zum  Werthe  von  0,8  Mark,  die  übrigen
Münzen  der  Frankenwährung  zu  entsprechenden  Werthen  nach  ihrem  Verhältniß
zum  Frank  berechnet.

§.  5.

Dem  Artikel  15  des  Münzgesetzes  vom  9.  Juli  1873  tritt  folgende  Bestimmung
  hinzu:

An  Stelle  der  Reichsmünzen  sind  in  Elsaß-Lothringen  folgende  Münzen
der  Frankenwährung  bis  zur  Außerkurssetzung  zu  den  daneben  bezeichneten
Werthen  bis  zu  den  im  Artikel  9  Absatz  1  bestimmten  Beträgen  in  Zahlung
zu  nehmen:

à)  an  Stelle  der  Reichs-Nickel-  und  Kupfermünzen:

Fünfcentimen-Stücke  zum  Werthe  ..  ..............  4  Pfenn.

Zehncentimen-Stücke  . . .. . ..  ..  . .8 -Zwanzigcentimen-Stücke

  ........  .  .  ..  16 -b)
  an  Stelle  der  Reichs-Silbermünzen:

Fünfzigcentimen-Stücke  zum  Werthe  von  .........  ....  40  Pfenn.

Einfrank-Stücke  ....  ..  ...........................  .  ...  80 -Zweifranken-Stücke

   . . .. .  . . ... 1  Mark  60 -Auch

  die  Reichs-  und  die  Landeskassen  sind  nicht  verpflichtet,  die  vorstehend
bezeichneten  Münzen  der  Frankenwährung  in  höheren  als  den  im  Artikel  9
Absatz  1  bestimmten  Beträgen  in  Zahlung  zu  nehmen.

Urkundlich  unter  Unserer  Höchsteigenhändigen  Unterschrift  und  beigedrucktem
Kaiserlichen  Insiegel.

Gegeben  Berlin,  den  15.  November  1874.

(L.  S.)  Wilhelm.
Fürst  v.  Bismarck.

Die  im  §.  1  bezeichneten  Reichsgesetze  vom  4.  Dezember  1871  und  vom
9.  Juli  1873  sind  hier  nicht  wiederholt  abgedruckt  worden.

—  ——-——