Kalenderei
z. B.: Adres-(s. d.); Garten-; Geschäfts-;
Haus-; Heiligen= (s. Hagiologium), z. B. peiermann
Or. 1, 372 1c.; Jagd-; Komtoir-; Notiz-
od. Schreib-K., mit Platz für beizuschreibende
Notizen; Sack= od. Taschen-K., in Taschenformat,
vgl.: Portemonnaie -K. Lfewald Genf 122 2rc.;
Schiffs-: Spiel-; Staats-K., worin die zum
Staat in offickeller Beziebung stehenden Personen
verzeichnet find: Den. Hof- u. Staats-K. zu Ratbe
zieben. G. 21, 61: Termins-K., Schreib-K. für
Arvokaten 2c.; Volks-K., mit volksthümlichem,
fürs Volk berechnetem Inbalt; Wanr-K., an die
Wand zu hängender Datumsweiser 2c. — c) (I. b)
Wenn's gut Aderlassen ist, gut Purgieren, gut Schrörfen,
Das stebt im K. G. 10, 174 2c.; Wenn ihn die Welt
aus dem (Staats-] K. kennt. Uicolai 1, 136 2c.
Sprchw.: An einem Glied einen K. baben, einen
Weiterprorheten, die Wetterrerändrungen durch
dasselbe voremrfinden, in Bezug auf die Wetterrrohezeiungen
nam. des s. g. hundertjährigen
K—s 2c.: (Seine) K. machen, in tiefen Gedanken
sein, grübeln (s. Kei), s. Ss. ic.; Das sind alte
(vorigsäbrige) K., v. Vergltetem, Werthlosem, vgl.:
Das so ein alter K., wie ich bin, in einem modernen
Hause überflüssiger Hausratb wird. #fland 5, 1, 19 2e.
Vralt.: Einem den K. lesen (s. Eristel) 2c. — d)
Als Bstw. z. B.: K.-Berechnung; Heiliger;
.-Zahr; „Macher, Macherei (Simplicisfimus 3,
13517);-Mrnat;= Stemvel: = S#treit, nam.
über den K. alten u. neuen Stils; Um der Unbeguemlichk.,
die Beobachtungen einer Nacht auf 2 verschied.
K.-Tage vertheilen zu müssen, zu entgeben, zählt
man den astronem. Tag v. Mittag an. Kädler Wund.
596; K.-Weisbeit; Einen k.-widrig warmen
Tag. Zukunst 1, 6; Upitsval 36, 368 2c.; K.-Zei-=chen,
die im K. üblichen 2c. — 2) (rers.) eine Art
orientalischer Mönche, ĩ. W. 1, 219; 9, 28 f.; Ihm
hatt' es ein K.) zu Basra einst erzäblt. 20, 150 rc.
Daneben die Betonung: Ein echter Kalenrer, ein reisender
Fakir. Hammer Memn. 216; Der wabre Kalender]
ist Ter, er sich binaussetzt uber alle Welt.
Baumer 2, 138; MzZ.: Kalendere. 215 2c.; s. Kalle)=ander
2c., vgl.: Die wandernden Bettelrerwische Kalen
ter .. Kalenter ist eine Verdrehung des altpers. Ka--lanter
= der Größere. In Osipersien wird es noch
heute als Titel den Dorfrichtern gegeben. Ausld. 38,
1034b (s. Diran 4). Fortbild.: Weil man ihm seine
K-cheit schon v. fern ansehen konnte. w. 9, 29 lsein
K.-Sein] = Kschaft. 51; 190, was aber auch
eine Genossenschaft v. K-n bez. 2c.; Aus einer Art
v. k-i scher Koketterie. 31 2c. ertĩ, f; —en: tas
Kalendern, das Kalendermachen, z. B. auch das
Herausgrübeln des Künftigen, zunächst von der
Wittrung, worüber die Kalender Prexhezeiungen
zu enthalten pflegten u. pflegen: K., Cbrmisterei.
G. 12, 17. Terheit, -erisch: s. Kalender 2. ern,
intr. (haben): 1) den Kalender zu Rath ziehn, um
sich über die Zeit 2c. zu erientieren. — 2) Kalender
(s. d. 1c) machen, vgl. Kalenrerei. — 3) s.
kalanrieren. „erogräph, m., —en, —; —en: Kalandariegrarh
(s. d.): In seiner [Littrow's] Kie.
Sandres, Fremrwörterbuch.
TCalfatern 503
Hammer 10, 618 2c Terschaft, f.: s. Kalender 2.
— Calendula (nlat.), f. [8 24, 1): Ringelblume.
— Calentüra (sran.), f.; —#: Fieber:
C. amarilla (—ja), gelbes Fieber. — Kalesche
(llaw.), f.; —n: leichter, krärdriger Wagen mit
halbem od. ohne Verreck, gw. auf Springfedern
ruhnd; scherzh.: Medea .. auf trachenbesrannter K.
blaten 4, 27 1c.; Zagd-(SGartenl. 16, 269b); Post-K.
2c.; auch (vralt.): Mir einem schönen Calesch.
Kimpliciffimus 3, 12212 re.; Wir fubren auf 2 Calessen.
G. 23, 236; 237 rc., vgl.: Die Calessãren
.„die bei den einfrännigen Ken auf großen
Plätzen stehen . u. einem Jeden, der sie verlangt, zu
Diensten sind. 21, 12 (vgl. Fiaker 2c.); Aus dem beben
. Kalessel“, dessen sich der reutsche Bauer in Schlesien
zu Vergnügungsfahrten bedient. Waldau N. 3, 212 2c.;
Sekte ich mich in eine Calesine, die sonderbare NatienaleguipaJe
Malta's. pücher Südößl. 1, 404;
319 ½#.; Die Calsza (sran.). Gtubt Ch. 1. 291,
richtizer: Calesa; Kaleska (türk.), die Hälfte
einer Staatekutsche (Hintew). Hammer 10, 352 24c.
Dazu (fran.): Der Calesero, Kutscher. Glabus 76
230b. — Calette, f.; —n: (Steinschn.) beim
Brillantschninm 2c., die der Tafel gegenüber liegende
Fläche. Karmarsch 3, 101; Prechtl 4, 521; 523 2c.
— Käle-wa (sinnisch), m., —s; 0: „Vater der
Helden“, Name Wainzmönen's, Erfinders der
Kanteln 2c. KRosenkranz Pres Gsch. 296. wäla, n.,
—s; 0: „Heldenlaud“, auch Name des finn. Volksepos.
259. — Rälewi (türk.), m., — —s:
Staats-Turban der Wesire 2c., auch: Kallawi.
Hammer 10.352.— Caleza (span.), .; : s. Kalesche.
— Kalfabaschia (türk.), m.p, —#; —s: Protomastor
od. K., d. i. Oberingenieur der bulgarischen Festungen.
CKRobtei 2, 217. — Kälf: s. Kamin. — Kalfakt-er,
m., —: uv.: (i. Calefactor) Einheizer, z. B.:
Stuben-K. Fackländer NEsch. 3, 147 2c., scherzh. v.
dem warm machenden Prügel: Das des Meister K.,
der binter dem Ofen bängt, heut noch auf deinem Rücken
einen lunigen Galorr tanzen wird. Ptutz Holb. 261 r2c.;
Aufwirter, nam.: Einer, der vielen Herren dient,
u. so übrtr. (s. Schmeltr, Stalder rc.): Herrendiener,
Fuchsschwänzer, Spion: Verleumder, der Andre
anschwärzt, um sich einzuschmeicheln 2c. Gutzkon 3.
1, 165: Pehlozzi 1, 12: Diccher Aüb. 2, 113 cc.,
auch: Der Hunr ist ein K., er bat zu viel Herren gebabt
u. ist nun ganz wirr im Korf. Auerbach Ab. 20 8 2c.
ern, intr. (haben): ein Kalfakter (eig. u. übrtr.)
sein: Dafür, das er mit dem Preuß kale fakt ort hat.
Etenzb. 26, 2, 393 [Liebedienerei getrieben) 2c. —
Calfät-age (frz. —äfh'), f.; —n: Kalfatrung.
en, tr.: kalfatern. Dazu (s. Bobris): Kalfat-Bankz
Butte; Eisen= -Hammer 2c. Tern, tr.: (Schiff.)
die Nähte od. Fugen zw. den Planken mit Werg
verstorfen u. dann mit kochendem Pech überziehn;
auch verallgemeint: Fenster u. Thüren k. [dicht machen,
dichten). S. Stein 1, 11 1c.; bildl.: Das nur
notbrürftig kalfaterte u. betakelte rreuß. Staatsschiff.
Scherr Bl. 2, 352 2c.; selten: Sein Kleit k. lausbessern,
slicken). Zeluer 3, 351 2c. Zsstzg: Ausk.
Kohl Engl. 1, 144; Pet. 2, 291; W. 32, 58 2c.;
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