Full text : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Achter Band. (8)

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—  —  —

Laufende  Nr.

Anstalt

Impftiere  wurden  geimpft
mit

Menschenlymphe


Tierlymphe


Menschen.

und  Tierlymphe


Gesamtzahl
  der
eimpften

6  Tiere

Bemerkungen

16

17
18

19

20

21

22

Karlsruhe

Darmstadt.

Schwerin

Weimar
Bernburg

Straßburg  i.  E.

17
19

46

47

46

41

22

49

Mischlymphe  von  1901  und  1902.  Die
Lymphe  von  1901  war  297  bis  393  Tage,
die  vom  Jahr  1902  war  10  bis  78  Tage  alt.

Unter  tunlichster  Fortzüchtung  des  eigenen
Variola-Baccinestammes  und  wiederholter
Auffrischung  durch  fremde,  namentlich  Cannstatter
  Stammlyhmyhe.

6  Tiere  wurden  mit  Tierlymphe  aus  der
eigenen  Anstalt  geimpft,  je  einmal  kam
Stettiner,  Wiener  und  ein  von  Chaumier
in  Tours  zugesandter  Impfstoff  zur  Anwendung.


35  Kälber  wurden  mit  Tierlymphe,  die
übrigen  6  mit  Kinderlymphe  geimpft,  welche
teils  im  Vorjahre  in  Schwerin  abgenommen
und  unvermischt  in  Röhrchen  aufbewahrt
worden  war,  teils  (mit  Glyzerin  vermischt)
aus  der  Impfanstalt  in  München  stammte.
Die  benutzte  Tierlymphe  entstammte  teils
dem  eigenen  Betriebe,  teils  war  sie  aus
Wien  und  München  bezogen;  ein  Kalb
wurde  mit  einer  aus  Tours  zugesandten
Lympheprobe  geimpft.

Alle  Tiere  wurden  mit  Kinderlymphe  geimpft.
Die  Impfung  erfolgte  19mal  mit  humanisierter,
  2mal  mit  Tierlymphe  und  1  mal
mit  humanisierter  und  Tierlymphe.

5  Kälber  wurden  ausschließl.  mit  vorjähriger,
in  Hannover  von  Kalb  Nr.  48  gewonnener
Lymphe  geimpft.  Bei  einem  Kalbe  kam
Impfstoff,  welcher  in  der  eigenen  Anstalt
im  Vorjahre  von  Kalb  Nr.  11  entnommen
war,  zur  Anwendung.

Als  N#ssiof  wurde  die  im  Frühjahr  1900
mit  der  damals  neuen  Münchener  Variolavaccine
  verjüngte  Hamburger  Variolavaccine
von  1881  fortgepflanzt;  ein  Tier  wurde
probeweise  zum  Teil  mit  dem  Impfstoff  der
Privatanstalt  von  Dr.  Piza  geimpft.  Als
im  Sommer  des  Berichtsjahres  die  Tierlymphe
  zeitweilig  ungünstig  gedieh,  sind  2
Kälber  mit  Kinderlymphe  geimpft,  auch  ist
der  diesen  beiden  Tieren  entnommene  Impfstoff
  noch  auf  3  Kälber  übertragen  worden.

6  Kälber  wurden  mit  Kinderlymphe,  2  mit
humanisierter  Kälberlymphe  geimpft.

Zur  Berimpfung  kam  wiederbolt  frisch  bezogene
  Stammlymphe  aus  dem  unter  Leitung
des  Professors  Tavel  stehenden  schweizerischen
Impfinstituts  zu  Bern  (im  ganzen  3  mal
bezogen),  teils  konzentrierte  Kälberlymphe
hiesiger  Züchtung,  teils  Retrovaccine  aus
Kinderlymphe,  die  von  Dr.  Weill  in  Hagenau
fur  Verfügung  gestellt  worden  war,  teils
Lymphe  aus  dem  Institut  des  Dr.  Chaumier
in  Tours,  nachdem  der  Anstaltsleiter  bei
Prüfung  einer  zugesandten  Probe  vorzug.-liche
  Ergebnisse  sowohl  bei  der  Impfung
auf  das  Kalb  als  auch  bei  der  Verimpfung
auf  Kinder  erzielt  hatte.