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ment! Die liberalen Einheitsmänner protestirten so gut wie die
Berliner Fortschrittsmänner gegen die Gewaltthätigkeit und
Willkür seiner Handlungen, allein die Mitwirkung Preußens erschien
ihnen unentbehrlich, um das österreichische Bundesgebäude
vom Jahre 1815 definitiv einzureißen. Da sie sich nicht mit
der Hoffnung schmeichelten, ihr Ziel allein durch die demokratische
und revolutionäre Kraft erreichen zu können, so hielten sie
es für nöthig, erst die eine der beiden Großmächte, die sich das
Scepter Deutschlands streitig machten, von der feudalen Liga
loszutrennen. „Und wenn wir erst,“ meinten sie, „ein Volk
sein werden, dann wird Preußen wohl gezwungen sein, in der
deutschen Nation aufzugehen.“
Bei alledem sprach sich somit die größte Zahl der deutschen
Patrioten, obwohl sie den Krieg und Herrn von Bismarck verabscheuten,
zu Gunsten Preußens aus, wo nicht offen, so doch
gewiß im Innern. Dieser Umstand gestattete auch Herrn von
Bismarck, die preußischen Streitkräfte zum allergrößten Theile
gegen Oesterreich nach Böhmen zu werfen, während er den Alliirten
dieser Macht im Westen nur eine schwache Armee entgegenstellte.
Offenbar hätte diese Armee nicht ausgereicht, die
Streitkräfte Bayerns, Würtembergs, Hannovers, Nassaus, Badens
und der beiden Hessen zu bekämpfen, wenn sie von einem
Volksaufstand unterstützt worden wären.
In den letzten Tagen des Mai präcisirte man die Frage
folgendermaßen: „Wird Oesterreich seine Geschicke Deutschland
aufzwingen, wird es ihm gelingen, seine flavischen, magyarischen
und italienischen Interessen mit den deutschen zu vereinen, oder
wird die deutsche Nation dahin gelangen, sich außerhalb Oesterreichs
zu constituiren?“ Entweder herrscht Oesterreich über ganz
Deutschland oder die germanische Nation treibt alle fremden Elemente
aus ihrem Schooße weg. Das war es, was dem öffentlichen
Gedanken zu Grunde lag, darauf rechnete man in Berlin.
Preußen stützte sich auf eine allmächtige Idee, die nationale Einheitsidee,
Oesterreich vertheidigte lediglich dynastische Interessen.
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