ihrer Aufgaben dauernd der oon der Regierung geschaffenen Kriegsgesellschaften.
Ihr Grundgedanke war dleser: sie waren Einrichtungen kaufmännischer
Art, aber mit amtlichen Befugnissen. Sie waren Handeleunternehmungen,
basierend auf dem Gedanken prloaten Verdienstes, und zugleich Staatebehörden
bureaukratischen Charakters. Ihnen war die Beschaffung und Dertellung der
wichilgsten Lebensmittel und Rohstoffe übertragen. Sie hatten das Recht der
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Beschlagnahme, das alimähllch auf alle Gegenstände des Bedarfs für Heer und
Helmat ausgedehnt wurde. Dieses überkünstliche Sostem zeigte alsbald die
Nängel einer undurchdachten Improvisation. Seine Folgen waren verheerend.
Willkürlichkeiten und Unzulänglichkeiten bei der Herbelschaffung wie dei der
Verteilung der Vorräte, Mangel an allen Enden und unter selnem Oruck das
Entstehen elnes entsittlichenden Schleichhandele zu Wucherprelsen und jeber
Art der Hinterzlehung und Umgehung waren selne unauebleiblichen und verwüstenden
Wirkungen.
J.
So erreichten die Reformpläne der O. H. L. auf wirtschaftlichem Gebiet
ihr Ziel der Stelgerung der Versorgung des Heeres milt jeder Art von Bedarf
zwar annähernd — dlie Verpflegung und Rohstoff#ersorgung der Heimat aber
wurde oollkommen desorganislert, die Volksseele vergistet, die Stimmung
untergraben.
Die innerpolitischen Folgen solcher von oben her eingeleiteten und verschuldeten
Zersetzung konnten nicht ausbleiben.
Das erste Geblet des staatlichen Lebens, das von der allgemeinen Wirrnis
in unoerkennbare Mitleidenschaft gezogen wurde, war das Verkehrewesen.
Die deutschen Eisenbahnoerwaltungen haben im Krilege elne organisatorische
Leistung zu verzeichnen, welche höchste Bewunderung verdient. Aber verhängnievoll
machte es sich doch bemerkbar, daß das Eisenbahnwesen nicht dem
Reiche, sondern den Bundeestaaten unterstond. Seine Vereinheitllchung
war versäumt und ist im Kriege nicht elnmal angestrebt worden. Unendliche
Relbungen waren die Folge.
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