Contents : Geschichte der Hohenzollern.

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Lage,  den  Ruͤcken  durch  einen  Baum  deckte,  wehrte  er  die  eindringenden  Feinde
so  lange  ab,  bis  es  auch  den  Seinigen  gelang,  die  Mauern  zu  uͤbersteigen,
ihren  Fuͤrsten  zu  retten  und  die  Eroberung  der  Stadt  zu  sichern.

Allein  von  seinen  Bundesgenossen  nicht  nach  Wunsch  unterstuͤtzt,  selbst
von  dem  Kaiser  und  dem  Papste  aufgefordert,  wegen  der  Gefahr  vor  den
Türken  den  Streitigkeiten  innerhalb  des  Reiches  zu  entsagen,  bot  er  seine  Hand
zu  einem  ehrenvollen  Vergleich,  ohne  die  errungenen  Vortheile  weiter  zu  verfolgen.
  Ueberhaupt  erwies  sich  Albrecht  als  ein  treuer  Anhänger  des  Kaisers,
obwohl,  wie  wir  schon  oben  gesehen  haben,  jener  nicht  immer  die  Sache  des
hohenzollernschen  Fürstenhauses  mit  eben  demselben  Eifer  ergriff.  Dem  Kaiser
hatte  er  nicht  nur  auf  Kriegszügen,  sondern  auch  durch  sein  Geschick  in  diplomatischen
  Unterhandlungen  gedient;  auch  hierin  glich  er  seinem  erlauchten  Vater,
und  wie  dieser  dem  Kaiser  Siegmund  bei  allen  wichtigen  Angelegenheiten  rathend
zur  Seite  gestanden  hatte,  so  ward  der  heldenmüthige  Sohn  allgemein  als  die
rechte  Hand  Kaisers  Friedrich  III.  angesehen.  Sehr  gütig  hatte  die  Natur  den
seltenen  Fürsten  mit  ihren  Gaben  bedacht.  Sein  Geist  war  reich  gebildet  und
in  dem  Grade  offen  für  feine  ritterliche  Sitte,  daß  sein  Hof  nächst  dem  des
mächtigen  Herzogs  von  Burgund  als  der  gebildetste  und  glänzendste  in  Europa
gerühmt  wurde.  Der  Kirche  widmete  zwar  auch  er,  wie  seine  Stammverwandten,
willig  die  erforderlichen  Dienste,  doch  war  er  von  jedem  Vorurtheile  in
dieser  Sphäre  frei  und  wußte  seine  weltlichen  Rechte  gegen  jeden  Eingriff  derselben
  auf  das  Nachdrücklichste  zu  schützen;  ja  er  ließ  sich  in  solchen  Fällen
selbst  nicht  durch  den  Bannstrahl  schrecken.

Dieser  seltene  Fürst  war  nun  berufen,  die  Regierung  der  Mark  Brandenburg
  zu  übernehmen  und  die  Rechte  derselben  zu  wahren,  welche  von  manchen
Seiten,  wie  wir  gesehen  haben,  empfindlich  beschränkt  erscheinen.  Besonders
war  der  Streit  mit  Pommern  wichtig.  Deshalb  sorgte  Albrecht  umsichtig  dafür,
daß  sogleich  in  dem  Lehnbriefe  die  Rechte  des  Kurfürstenthums  auf  Pommern
und  Mecklenburg  gewahrt  wurden;  ja  er  veranlaßte  den  Kaiser,  welcher  zu
wiederholten  Malen  widersprechende  Anordnungen  in  diesen  Angelegenheiten
gegeben  hatte,  durch  seine  geschickt  geführten  diplomatischen  Unterhandlungen,
dem  Herzoge  von  Wolgast  in  den  bestimmtesten  Ausdrücken  die  Huldigung  anzubefehlen.
  Er  selbst  freilich  konnte  nicht  sogleich  in  den  neuen  Landen  erscheinen,
da  ihn  die  Sorge  für  die  fränkischen  Besitzungen  zu  sehr  in  Anspruch  nahm.
Auch  noch  im  folgenden  Jahre  stellte  sich  dem  unverzüglichen  Abgange  in  die
Mark  ein  wichtiges  Hinderniß  entgegen,  denn  bei  dem  Tode  seines  Bruders
Friedrich  II.,  welcher  am  10.  Februar  1471  gestorben  war,  hielt  ihn  die  Sorge
für  das  feierliche  Begräbniß  noch  eine  geraume  Zeit  zurück.

An  der  Stelle  Albrecht'’s  hatte  der  Erbprinz  Johann  die  Verwaltung  des
Kurfürstenthums  übernommen;  er  war  überhaupt  dazu  bestimmt,  die  Negierung
daselbst  zu  führen,  da  den  Kurfürsten  selbst  die  Angelegenheiten  des  Reiches
und  seiner  fränkischen  Besitzungen  zu  sehr  in  Anspruch  nahmen.  Es  kam  auch

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