Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1816. (11)

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Heimsbelm.  Allerhöchstem  Befehl  zu  Folge  sollen  die  herrschaftlichen  Hof-Hueb  uud  ege#e
G#r  zu  Heimsbeim,  deren  9  jähriger  Pacht  bis  Lichtmeß  1617.  zu  Ende  gehet,  mit  VPorbchalt  de
allergnddigsten  Genehmigung,  wieder  auf  fernere  9  Jahre,  und  zwar  wic  biaher  stükweiße,  die  Aeker
um  eine  gelgliche  Bestand=  Frucht,  die  Wiesen  und  Gärten  aber  um  ein  Kocarium  an  Geld,  tge
des  bffentlichen  Aufstreichs  verliehen  weruen.  Diese  Güter  bestehen  aus:  171  Mrg.  3  Vunl.  5784

ebauten  Aekeru  in  3  Zelgen,  15  Morg.  4  Prtl.  174  Ruth.  Wiesen,  3  Wo-  4  Pril.  15  4  Rur
aum-  und  Grasgaͤrten,  und  1  Prtl.  41  Ruth.  Kraut“  und  Wurzgärten.  üau-  erleihung  ist  Moniagz
der  2.  Dec.  d.  J.  bestimmt.  Es  wird  doher  solches  hierdurch  bffentlich  bekaunt  gemacht,  damit  die
Liebhaber  an  gedachtem  Tage  Vormittags  um  9  Uhr  auf  dem  Rathhaus  zu  Heimsheim  sich  einfinden,
und  dort  die  nähere  Bedingungen  vernehmen  mögen.  Den  16.  Nov.  1316.
#.  Landvogtei=  Steueramt  Rothenberg,  und  Cameral=  Verwaltung  Merklingen,

Riedlingen.  Nachstehende  Gemelnds-Schaaswalden  im  hlesigen  Oberamts-Bezirks  werden  fün
die  Bestandszeit  von  Mariint  1616  bis  1619  an  den  Meiftbietenden  anf  dem  Rathhanse  dahier  an  nachlolgenden
  Tagen  verliehen  werden.  Den-10.  Dec.:  Wilflingen,  welche  110  Stük  ertägt,  Egelfiagn,
welche  110  Stük  erträgr,  Mddringen,  welche  140  Stük  erträgt.  Den  11.  Dec.  Andelfiugen,  welche
  150.  Stük  erträgr,  Reutlingendorf,  welche  200  Stük  erträgt.  Wozu  man  die  Liebhaber  einladet.
Den  153.  Nov.  1516.  K.  Oberamt.

Leutklrch.  Von  dem  Kdnigl.  Regiment  Nr.  10.  leschte  Infanterie,  desertirte  den  16.  Aug.  d.  J.
der  Soldat  Joseph  Huber,  von  Steinenthal  gebürtig.  Es  werden  deshalb  alle  Behdrden  ersucht,  auf
diesen  Deserteur  fahnden,  ihn  auf  Betreten  arretiren,  und  an  hiesiges  Oberamt,  oder  das  Regiments-Commando.
  abllefern  zu  lassen.  Den  3.  Nov.  1616.  K.  Oberamf.

errenberg.  Der  in  sein  Heimwesen  verwiesene  Soldat  Martin  Hailand,  von  Süchau  aus
Sachsen  ist  hier  auf  dem  Durchtransport  entwichen.  Derselbe  ist  5%“  groß,  24  J.  alt,  hat  blonde
Haare,  mittlere  Nase,  und  ist  blos  mit  1  Wammes,  und  sonst  schlecht  gekleidet.  Hoch-  und  Wohlloͤbl.
Polizel-Behdrden  werden  geborsamst  ersuchr,  auf  denselben  zu  sahnden,  ihn  auf  Betreten  zu  arrenrm,
und  hieher  einliefern  zu  lassen.  Den  12.  Nov.  1816.  Kdn.  Oberamt.

Herrenberg.  Matthäus  Wößner  von  Roth.,  Oberamts  Freudenstadt,  ha#  sich,  nachdem  er  den
28.  Okr.  d.  J.  ein  2  jährtg.  Kind  zu  Oberiesingen  hiesigen  Oberamts  überführt  Horte  flüchtig  gemacht,  und
noch  nicht  in  seiner  Heimatd  sehen  lassen  Hoch=  und  Wodhlldbl.  Polizei-Behbrden  werden  daher  gehern
samsi  er  ucht,  auf  diesen  Flüchtling  zu  fahnden,  ihn  im  Betretungsfall  arretiren,  und  bieher  einliefemn
zu  lassen.  Signalement.  Dieser  Mensch  ist  21—  22  J.  alt,  etwas  über  6  Fuß  groß,  hat  blonde
Haarc,  dergleichen  Augbraunen,  hohe  Stirne,  blaue  Augen,  mirtelmäsige  Rase  und  Mund,  weiße  Zäkne,
  spitziges  Kinn,  schmales  Gesicht,  schlanken  Wuchs.  War  bekleider  mit  einem  blautüchenem  Wommes
  und  Brusttuch,  schwarzledernen  Hosen,  blau  wollenen  Strümpfen  und  Stiefeln.  Den  11.  No,
18516.  K.  Oberamr.
Vaibingen.  Anna  Mania  Häberlin  von  Hochdorf  wandert  nach  Carlsruhe  ins  Baadische  aus,
und  wird  1  Jabr  lang  von  ihrer  Mutter  und  Pfleger  wegen  ihrer  disseitigen  Verbindlichkeiten  vek#rtcn.
Den  5.  Nov.  1816.  K.  Oberamt.

Nagold.  Der  am  17.  Okt-  ebalene  Flachsmarkt  dahier  konnte  wegen  drr  späterk  Reife  des
Flachses  und  der  dardurch  gehemmten  Ausrüstung  von  den  Verkäufern  nicht  wie  sonsten  besucht  werden,
und  eben  so  waren  diele  bekannte  Umstände  die  nemliche  Ursache  von  den  wenigen  vorhanden  gewesenen
Käufern.  Dic  gemeine  Stadt  bat  deswegen  die  allergnädigste  Legitimation  erhalten,  diesen  Flachswark
womtt  auch  wirderum  der  Krämer,  und  Bicomarkt  verdunden  wird,  an  dem  Feiertag  Andreas  den
50.  Nov.  wiederum  abhallen  zu  dürfen.,  welches  hiemm  zur  allgemeinen  Kenninißz  gebracht  wird.  De
4.  Nov.  1610.  K.  Oberamt.

Tübingen.  In  Schlaitdorf,  disseirigen  Oberamis,  sind  die  natörlichen  Blatrern  ausgebrochen,
welches  hiemie  zur  allgemeinen  Kenn##  gebracht  wud,  damit  die  gesezliche  Vorschriften  beobachtei  werden
  können.  Deu.  17.  Nov.  16  16.  K.  Oberamt.