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hervorpressen. Die Stärke des Druckes richtet sich ganz nach der
Stärke der Wehe und nach dem Grade der Spannung des Dammes.
Ferner drückt die Hebamme zuerst nur während der Wehe. Wenn
der Kopf aber die Schamspalte auch während der Zwischenzeit sehr
stark ausdehnt, so drückt sie, jedoch mäßiger, auch außer der Wehe.
Wird der Kopf durch die Wehe mit großer Gewalt vorgetrieben, so
ist es zweckmäßig, daß die Hebamme zugleich mit Zeige= und
Mittelfinger der anderen über den Bauch hergeführten
Hand den zu stark vordringenden Hinterscheitel unmittelbar
zurückhält. Wenn irgend möglich, muß sie den Kopf so lange
zurückhalten, bis nach Ablauf einer Wehe, wenn das Hinterhaupt
völlig unter dem Schambogen hervorgetreien ist, die große Fontanelle
den vorderen Nand des Dammes überschritten hat, und vor allen
Dingen zu verhindern suchen, daß der Kopf auf der Höhe der Wehe
und wenn der Damm am stärksten gespannt ist, durchbricht. Fühlt
die Hebamme, daß der Damm sich zurückzieht, so folgt sie ihm sorgfältig
mit ihrer Hand und läßt den Kopf über diese hervortreten.
Auch nach der Geburt des Kopfes muß der Druck gegen den
Damm in mäßiger Stärke noch bis zum Durchgange der
Schultern fortgesetzt werden, da auch hierbei der Damm einreißen,
oder ein bereits entstandener Riß vergrößert werden kann.
Dies geschieht besonders leicht, wenn der nach hinten gelegene Arm
im Ellbogengelenke gebengt ist.
Vermag die Gebärende aus irgend welchem Grunde die Seitenlage
nicht gut einzuhalten, so lasse die Hebamme sie je nach der
stärkeren oder geringeren Neigung des Beckens flacher oder
weniger flach auf dem Rücken liegen, die Lendenwirbelsäule
durch ein unter das Kreuz geschobenes Rollkissen etwas gestreckt, so
daß die Mündung der Schamspalte gerade nach vorn sieht und die
Dammgegend frei liegt. Die Schenkel seien etwas im Knie gebogen
und nur mäßig von einander gespreizt. Den Damm unterstütze die
Hebamme dann in der Weise, daß sie, zur Seite sitzend, die Hand
flach über den Damm legt, so daß die Finger über den Aster hingestreckt
sind, der Ballen aber auf den vorderen Rand des Dammes
zu liegen kommt.