Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

60.  Jahraana

 

Ar.  162

Rosenheimer  An

 

Der  Rosenhelmer  Anzelger“  mit  dem  textllch  und  illustratto  reich  ausgestatteten  achtseitigen

e  nheimer  Sonalogsblatk“  erscheint  täglich  nachmittags  4  Uhr  (mit  Ausnahme  der  Sonnund

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el  ins  Haus  gellefert

 

 

Rosenheimer  Tagblatt

Die  heutige  Aummer  umfaßt  6  Seiten.

leues  vom  Tage
16.  Juli.
Der  König  wird  sich  am  16.  August  ins  Linderhof.
  Jagdgebiet  begeben.  Ansangs  September
  erfolgt  dann  die  Uebersiedelung  nach
Vorderriß.

König  Viktor  Emannel  von  Italien  hat  auf
Einladung  des  Kaisers  seine  Teilnahme  an  den
diesjährigen  Kaisermanönern  zugesagt.  t
wird  vom  10.  bis  18.  August  auf  Schloß
Homburg  Wohnung  nehmen.

Der  ungarische  Ministerpräsident  beantwortet:
im  ungarischen  Abgcordnetenhaues  die  Jnlerveilationen
  über  die  gegen  Serbien  gepianten
Maßnahmen.  Den  Krieg  betrachtet  er  als
nitima  ratio.

Eine  flürmische  Sitzung  gab  es  am  Mittwoch
in  der  bulgarischen  Sobranje  wegen  der  Anleihefrage.
  Papierkugeln  und  Vücher  flogen
Uin  und  her,  die  Opposition  veranstaltel:  ein
Pultdeckelkonzert.

In  Albanien  wollen  die  Aufständischen  erst  nach
dem  Falle  von  Valona  in  Unterhandlungen
mit  der  Kontrollkommission  cintreten.

In  Meriko  hat  Huerta  abgedankt,  er  hat  mit
seiner  Familie  die  Hauptstadt  verlassen.  Die
Aufständischen  haben  sich  auf  illrem  Siegeszug
  große  Greneltaten  zuschulden  lommen
lassen.

 

Neue  Rüflungsforderungen?

Immer  wieder  tauchen  Gerüchte  auf,  welche
non  neuen  Rüstungsforderungen  zu  boerichte:
missen.  Seit  längerer  Zeit  schon  hort  man  jie
bald  hier,  Tald  dort,  obwohl  erst  im  letzten
Jahre  die  größte  ailer  bielerigen  Wehrvorla:
gen  angenommen  worden  ist.  Man  glaubte  dann
auf  länpere  Zeit  Ruhe  zu  haben,  die  Sleuerlast
sohten  hoch  geung.  Allein  eine  Mülliarde  soll  ja
der  Wehrbeitrag  bringen,  dessen  Gesamtertrag
indessen  noch  nicht  feststcht.  Und  jetzt  sehen  wir
uns  (Herüchten  gegennber,  die  schon  wieder  von
Militärforderungen  in  Höhe  von  einer  halben
Milliorde  sprechen.

Diesmal  ist  es  das  sozialdemolratische  Zeutralorgan,
  der  „Vormärts“,  der  mit  einer  Ent- 



Freltag,  17.  Juli  1914.

 

 

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Amtliches  Publikakions-Organ

###s  von  Inscraten,  Neflamen  und  Beilagen  durch  die  Annoncen.  Erpedition  Haalenstein  2  vVoaler  A  .  G.  Rosenheim.  Monchen,!  Nürnbderg.  Verltn.  Berm  chemnid.  den,  Erfuri,  ̊tantfurt  a.  R,  Hamburg,  Hannober
Schlut  der  Inser#aten-Amahme  1  Uhr  mütags.  Nach  dlesem  Zeltwunkt  konn  für  Aufnahme  ln  dle  laufende  Togts  nummer  nlcht  mehr  —  werden  bur  5ê  Moustein  wird  keine  eramworun  0  übernommen.

hüllung  darüber  herausrückt.  Er  verdankt  die

Kenntnis  der  Dinge  einem  Reichstagsabgeordneten,
  der  dem  „Vorwärts“  also  schreiht:  „Es
wird  Bezug  genommen  auf  eine  Neußerung  des
banerischen  Kriegsministers  von  Kreß,  daß  ihm
von  einer  Rüstungsvorlage  nichto  bekannt  sei.
Der  Mann  hat  offenbar  mehr  diplomatüch:
Qnalität  als  sein  preußischer  Kollege.  Er  hat
zwar  nicht  die  ganze  Wahrheit  gesagt,  aber
auch  keine  Unwahrheit.  In  Wahrheit  gibt  es
eine  Vorlage,  die  weit  mehr  als  eine  halbe
Milliorde  fordert  für  „strategische  Zwede“.  Doch
brancht  es  natürlich  nicht  notwendigerweise  einn
Nüstungsvorlage  zu  sein,  von  der  Herr  r.  Kreß
nichte  weiß.  Aber  sie  lönnte  sich  doch,  um  nur
ein  Beispiel  zu  nennen,  auf  Eisenbahnbauten  beziehen.
  Ich  lann  Ilnen  weiter  mitteilen,  daf.
mit  dem  Gedanten  gespielt  wird,  diese  Vorlage
ercuiuell  zur  Auflösung  des  Reichstags  zu  be
nutzen.  Ich  betone,  daß  ich  aus  sehr  guter  Quelle
gesch  epit  habe-Wenn

  diese  Quelle  nicht  trügt,  eröffnen  sich
den  Steuerzahlern  recht  erbauliche  Aussichten.
Von  der  letzten  großen  Militärvorlage  sind  oie
laufenden,  bereits  bewilligten  Kosten  noch  :
berücsichtigen.  Dann  kommen  viele  Millionen
für  die  Auslandsflotte  und  nun  hört  man  eine
Lalte  Milliarde  nennen,  welche  für  „sfir  ##zische
Zmecke“  gefordert  werden  soll.  Man  möchte
wünchen,  daß  die  Quelle  des  „Vorwärts“  teugerisch
  ill.  Seine  Enthüllungen  sinden  denn  auch
in  der  Presse  nicht  voll  Glauben.  Bemerl  doch
die  „M.-A.  A“  dazu:  „Ein  Reichstagsabgroreneter
  sollte  eigentlich  doch  ein  etwas  gescharfieres
Verantwortlich  leitsgefühl  besihen,  als  solch  aln  rmierende
  Nachrichten  in  die  Welt  zu  setzen.“

Ernster  nimmt  die  „Munchn.  Zig.“  die  Ent—
bullung  des  „Vorwärts".  Sie  schreibt:  „Die
Anlündigung  isl  durchaus  Klaubhaft.  Ein  Ausbau
  und  eine  Vermehrung  unserer  flr  alegischen
Verkindungen  ist  die  laum  vermeidliche  Konse
quenz  der  umfangreichen  militärischen  Mahnan
men,  die  im  letzten  Jahre  ge  trofsen  wurden.
Wo  das  noch  hinaus  soll,  das  wissen  allein
die  Götlter.  Man  darf  ie  wirllich  nicht  wundern,
  wenn  sich  die  Stimmen  mehren,  die  da
ein  Ende  mit  Schrecken  für  besser  balien  is
ein  Schreden  ohne  Ende,  der  das  Vollr
gezetzt  bedroht.  Und  man  darf  sich  weiler  niüt
wundern,  wenn  unter  solchen  Verhältnissen  der
Weizen  der  Unzufriedenheit  immer  üppiger  in

 
 

 

en#sch#2#

die  Halme  schießt,  so  üppig,  daß  die  Regierung
  eine  böse  lleberraschung  erleben  könnte,
wenn  sie  wirklich  die  im  „Vorwärts“  angekündigte
  Milliardenvorlage  zum  Ausgangspunk:
einer  Reichstage  auflösung  machen  wollte.“
Andererseits  lassen  sich  die  „M.  N.  N.“  aus
Berlin  melden:  „Öffizids  wird  versichert,  daß
weder  eine  Rüstungsvorlage  noch  eine  Ktrate
gische  Vorlage  in  Aussicht  genommen  ist.“

Folliische  Rundschan.

Barern.

Eine  bayerische  Staatsanleihe.

Wie  die  „A.  P.“  aus  guter  Onelle  hört,  wird
Banern  noch  im  Laufe  dieses  Jahres  ein  orö#
stercs  Staatsanleihen,  uieileicht  bis  zur  Höhe
von  50  bis  60  Millionen  Mark  aufnehnien.
Die  Gröüße  des  Anlehens  hängt  allerdings  von
divenen,  noch  ausftehenden  Beschlüsten  des  bane
rilchen  Landtages  ab  und  es  ist  möglich,  daß
ein  Anleiheteil  erst  1015  benotigt  is.  Als

„Eiserbahn:  Anleillen“  wird  hievon  der  Betrag
von  17  Millionen  „Marl  bebhufs  Vermehrung
und  Verbesserung  bes  Fahrrarls  der  Ztants.
Eisenbaren  emittiert  werden,  wälrend  der  übrige
  Teil  als  „Allgemeines  Stanteanleihen“
auf  den  Geldmarlt  gebracht  werden  wird.  Kür
den  Ban  des  Walchensec  Kraftwerker  würde  die
ersie  Baurate  von  6  Millionen  Marl,  für  Vernaatlichkung
  der  Würmsee  #  Dampfschiffahrt  mindestene
  970000  Mk.  in  Anrechnung  kommen.

Ausland.

 

 

Die  Glüdsspiele  in  der  Schw
Dar  Schweizer  Vollsbegehren,  das  das  ver-.)
  2

 

5*—.
*—,

gemäßige  Verboz#  der  Elüdespiele  in  der
weiat  sordert,  ik.  von  115.000  Bürgern  unter

ri  net  morden.  Der  außerordentlich  starte  Erxsoln
  der  Untersch  riftensammlung,  die  noch  nicht
abgschlossen  ist,  erregt  Aufsehen.  Besonderoftarl
wurde  das  Vollsbegehren  in  den  Kantonen
Bern  und  Zurich  (je  20000  25000  Unterschriften;
  und  in  der  Westichweiz;  unterstüst.  Da
nur  50  000  Unterschriiten  nolwendig  find,  um
ein  Vollobegehren  vor  die  Schweizer  Vollsabstimmung
  bringen  zu  können,  hat  über  diese
Initiseotive  eine  allgemeine  Vollsabsftimmung  zu
riden.

 

 

—  —  —
„  Inmsbruck,  Korlsruhe,  Kiio  rc.

„Hansieoe“  Flucht.

Unter  dem  Titel  „Warum  ick  mich  nicht  gestellt
  habe“  verossentlicht  der  „Figaro“  ein
Sezeiben  des  Karikaturisten  Walz,  genannt
Hanfi,.  in  dem  dieser  in  der  ihärsiten  Weise  das
Neickzgericht  angreift  und  u.  a.  schreibt:  „Ich
weiß,  ich  habe  versprochen,  nickt#  zu  flielen.  Ich
bin  loyal  in  Leipiig  erschienen,  in  Vesncheurann.
dert  gercchte  Richter  zu  finden.  Eleich  bei  Be-Kinn
  der  Pro#eßve  rhandlung  “qm  sah  sch,  daß
ich  in  einen  Hinterhalt  gefallen  war.  Ich  murde
vem  Oberstaatsanwalt  wie  der  gemeinste  Apacie
  beschimpft  und  die  Richter  sanden  weder  in
meinem  Album  nock  in  meinem  Leben  den  gerinasten
  mildernden  Umstand.  Der  Kampf  war

ick.  Ich  habe  vielleicht  zum  letzten  Male
sa  ttringen  geselen.  Ich  habe  den  Deutfde#n
  eine  Summe  bimerlassen,  die  etwas  mehr
als  mein  Vermogen  ausmacht:;  aber  ich  bin
frei  und  will  Franzose  werden,  wie  meine  Vater
  waren.“  Villige  Ausflüchte!
Sturminder  bulgarischen  Sobranzje.

In  der  bulgarischen  Sobranje  gab  es  am
Mutwoch  einen  ftürmischen  Tag.  Auf  der  Tagesordnung
  itand  eie  Erledigun  ig  der  Anl-eih--frage,
  welche  von  der  Opposition  unter  allen
ellmnänden  verbindert  werden  sollte.  In  Ertlarunden
  murde  die  Vorlage  als  eine  Heraueforderung
  des  bulgarischen  Volles  und  ihre  Genehmiaung
  als  ein  gefährlicher  Eingriff  in  die  fimanzielse
  und  wirtichartliche  Unablängigkeit  des
Lanses,  somie  als  der  Beginn  der  Unterweriung
  unter  fremde  Staa#en  bezeichnet.  In  der
Wemährung  der  Ausbeutung  der  Kohlenminen
erblidt  die  C  Oppofition  ein  Verbrechen  an  Bularien,
  ebenso  in  der  Gewährung  der  Koangessionen
  fur  den  Bau  der  Eisenbah#linie  Haslowa
  Porioiagor  sowie  für  die  Hafenbauten  in

  
     

    

Poriolagos.  Sturmische  Jmischenfälle  warcn
die  Folge  dieser  Ertlarunges.  Es  gad  ein  lir
iendes  uldeckeltonz#rt,  so  daß  der  Präsident
  die  Sinng  auflheben  mußte.  Die  Oppofitton

  beschioß,  die  Behandlung  der  Vorlagin
  jeden  Preis  zu  verh  indern.  Nach  neuerlicher
  Aufnahme  der  Si#nung  proteslierte  ein  Ab- 



geordneter  del  Oprofition  gegen  die  Anleihe.
indem  er  elllärte.  die  Ovvosition  werde  dir
ÖOlrulion  nicht  ellen.  so  lange  nicht  die

 

Nenieung  den  Ansecibe  leberrag  zurüdgesogen  habe.
  Doch  lorme  [ee  desr  andauernden  LarO

 

9s

Das  wurde  bereits  wieder  im  ungnädigsten
Tone  gesagt.  Ihre  Durchlaucht  gestattete  sich
nentac  lange,  sich  irgend  jemandem  unterlegen
zu  fühlen:  ;  und  sie  pflegte  um  so  unangenehmer
zu  werden,  je  mehr  sie  die  ahrnehmung
Aadhee  mußte,  daß  ein  anderer  den  Sieg  über
sie  davontragen  sollte.

Um  Sabines  rote  Lippen  aber  huschte  ein
leises  Lächeln,  während  sie  demütig  erwiderte:

„Durchlaucht  wissen,  wie  gern  ich  Ihnen
8  dienlich  bin.  Und  es  ktut  mir  so  leid,
ich  Ihnen  gerade  in  diesem  Falle  nicht  90
belsen  vermochte.“

a,  es  ist  bedauerlich,“  lautete  die  kurze
Erwiderung.  Dann  erhob  sich  Ihre  Durchlaucht,
wie  wohl  eine  Bachslelze  oder  ein  anderes  recht
zierliche  Bögelchen  auf  die  Füsze  springt.

1  Sie  den  „Herrn  Grasen  von  mir
und  das  Ssskerchen.,  sagte  sie.  „Dem  Herrn
Verlebten  meine  besten  Wunsche.  Adienu!“

trippelte  hinaus,  und  Sabine  ließ  d
sich  nicht  nehmen,  ihr  bis  an  den  Fuß  d
Treppe  das  Geleite  zu  geben.  Aber  als  sie
ihrem  Bondoir  wieder  allein  war,  lachte  sie  unwillkürlich
  leise  auf,  wie  wenn  sie  etwas  sehr
Belusigendes  erlebt  habe.

„Sie  ist  doch  noch  ganz  die  alte,“  dachte
sie,  während  sie  wohlgesällig  im  Spiegel  ihr
schönes  Ebenbild  musterte.  „Ein  Glück  nur,
daß  ich  sie  so  rasch  und  bequem  wieder  losgeworden
  zute,

aund  mil  einem  liesen,  erleihhlerten  Seusger
Ziek  lie  sic  sicha  auf  den  Diwan  aleiten.  um  1  lich  b  in

 

die  Leklüre  eines  spannenden  Romans  #u  vertiefen
  25.  Kapitel.

Als  Herter  nach  jener  bedeutungsvellen  Gesellschaft
  beim  Grafen  Rohnstein  das  prächtige
Palais  verlassen  hatte,  war  er  außerstande  geweisen,
  geradenwegs  in  sein  Heim  zurück  zukehren.
Den  Wagen,  der  gekommen  war,  ihn  ab  zuholen,
schicte  er  zurück  und  begann  einen  ziel  und
Suter-  Spaziergang  durch  die  nächtlich  slillen

tra

Die  Ruhe  tat  seinen  erregten  Nerven  wohl
und  Teföpigtne  ihn,  gefaster  über  das  nach  zudenken
  und  zu  urteilen,  was  ihm  an  diesem
Abend  begegnet  war.  Vor  allem  über  die  Vegegnung
  des  Grafen  Heyler  mit  Raymar!  Denn
daß  es  wirklich  Raymar  gewesen  war,  den
Heyler  geiehen  hatte,  war  er  außer
allem  Zweife  Selbst  wenn  er  an  die  phantastische
  Möglichkeit  eines  Doppelgängers  geglaubt
hätte  —  daß  dieser  Doppelgänger  in  dem  Hause
des  ehemaligen  Abgeordneten  seine  Wohnung
aufgeschlagen  haben  oder  auch  nur  mit  Raymar
bekannt  sein  sollte,  das  war  doch  wohl  schlechter.
dings  ausgeschlossen.  Nein,  es  gab  nur  eine
Annahme:  der  angeblich  Gelahme  bhane  zu

Fuß  Tein  Heim  oaen  war  geheil
ab  e  Raymar  ihn  tHissentlich
trecnen  Er  Sal  ee  letztemal  an  dem  Tage

Duells  mit  ihm  zusammengetroffen  und
baite  ihn  später  nur  durch  ein  kurzes  Billett  von
dem  harmlosen  Ausgang  der  Sache  unterrichtet.
An  jenem  Morgen  aber  hatte  Raymar  sich  noch
immer  für  krank  und  hllflos  ausgegeben,  und
es  konnte  doch  unmöglich  im  kese  weniger
Tage  ein  so  wunderbarer  Umschwung  in  seinem
Befinden  stotigesunden  haben,  der  ihm  von
Doktor  Cederlkiöl  lilcht  aum  wenilasten  mit  aller

darüber

 

 

EEEEIIBLE

 

——..——  —  —  —

Bestimmtheit  vorausgetant  worden  wäre.  Eine

 
 
  

so  voilkommene  Deilun  ohnte  nid:  #ller  Danalit
geschehen  sein.  Manired  halie  ihm  *4½*½-modie
  vorgespiel:,  we:  swegen  aber?  Wes:  12

Wenn  ein  Mann  wie  Raythar  es  fur  ig
fand,  ihn  iyteratisch  zu  tam'chen.  verdara  sich
dahinter  sicherlich  ein  ganz  beft  immuer  Omck.

Vergebens  grubeite  er.  diesen  Zweck  u  ergründen.
  Menn  Raymar  elwa  die  Abil#an  gehabt
  hatte.  seine  Verbindung  mit  ihm  zu  laien,
hätte  er  doch  viel  leichter  und  meniger  undeauem
  zum  Jiele  gelangen  lonnen,  1.  es  hätte
ihn  nur  menige  Wortie  gefostet.  ind  welche
andere  Absicht  konnte  er  mit  seinem  Verdalten
verbinden?

Er  konnte  es  nicht  erraten.
sich  doch  Klar  darüber  werden,  wie  er  ielösft
Benehmen  gegen  Raymar  einzuriten

Durite  er  ihm  verraten,  daß  er  ailes
wußte,  oder  mußte  er  sich  weiter  abnungslos
stellen,  um  desto  besser  die  Vane  Ruainr
erforschen  zu  lönnen?  Er  verhehlte  sich  nic.
daß  das  letzte  kaum  durchuführen  War.  gi
das  Zusammentreffen  des  „Toten“  mit  dem
Grajen  Heyler  war  die  Gefabr  einer  Enddeckung
in  die  nächste  Nähe  gerückt.  und  es  blieb  kaum
elmas  anderes  übrig.  als  daß  Raymar  seinen
Wobnit  änderte.  Wie  aber  sollte  er  ihn  dazu

eranlassen,  wenn  er  nicht  gleich  zeitig  verriet,
daß  er  in  sein  Geheimnis  eingeweiht  war

Auch  darauf  fand  er  teine  Antwort.  Tro
dem  beschloß  er,  vorlausig  dem  anderen  nicht  zu
öcigen,  daß  er  um  seine  Veoue  fung  wußle.  Das
politische  Leben  halte  ihn  gelehrt,  sich  auch  in
wichtigen  Fällen  den  Eingebungen  des  Aunenblicks
  anzuvertrauen;:  und  er  hoifte,  daß  ihm
Umnande  und  Uieligenheit  bei  seinem  nalhsten

Aber  er  mußte

 

Verhalten

-  «uttsr111stttM)r«e-1Mon
»Hut.  ügen  Abne  #dneten  auf.
5  ee  walde  ihm  am  Ende  nicht
endein  Morchen  zu  erfinnen,
nach  einem  Aufenthalts-Raumar

  sein

    
 

 

niel  rechtiertigie.

Denn  aue  jeneim  Hause  mußte  er  fort,  nun.
da  Sabine  um  seine  Eristenz  mußte!  Es  war
eine  Torheit,  eine  grenzenlos#e  Torheit.  daß  er
es  ihr  verraten  hatte.  Wer  aber  konnte  ihr
widersiehen?  Er  wußte,  daß  er,  noch  einmal
in  gleicher  Lage,  nicht  onders  würde  handeln
können.  Zu  groß  war  die  Machtl,  die  ihr  uber
ihn  gegeben  war.  Ihre  Järtlichleit  beherrichte
ihn.  vor  ihrem  Unwillen  zuterie  er!  Um  au3
einer  Sklaverei  zu  entlommen,  hatte  er  sich  in
neue  Knechtichaft  begeden,  und  er  litt  schon  lent
darunter.  Die  Keiten,  die  man  fühlt,  drücken
immer,  auch  wenn  es  nur  die  Rosensesieln  der
Liebe  sind.

Da  dammerte  im  Osften  fahl  und  grau  der

Tag  herauf.  Beim  Lichte  einer  Straßenlaterne
sah  er  nach  der  Nor.  es  iehlten  nur  mehr
Viertelstunden  an  der  sechsten  Stunde!  Und

als  es  ihm  bewußt  wurde,  wie  lange  er  in  den

Straßen  umhergeirrt  war,  fühlte  er  auch  eine
schwere,  bleierne  Müddigkeit.  die  sich  bei  der  gewaltigen
  Anstrengung  seiner  Nerven  bisher
nicht  bemerkbar  gematht  hatte.

Herter  dachte  nicht  daran,  sich  durch  einen
langeren  Schlaf  zu  starken.  Dann  hatie  er  ja
seine  Absicht,  Nanmar  am  fruhen  Morgen  schon
äu  betuchen,  aufgeben  müssen.  Cr  war  bis  in
den  Weiten  hinausgekommen,  und  hier  sand
er  siherlich  kein  a:r:  inehmbares  Restauram  oder
aimelhr  geüssucet.

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#  ries  er  eine  sehläfrig

 

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