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Tilgung der von ihnen aufgenommenen Anleihen werden gezwungen
werden.
Daraus ergibt sich, dass von einem unbedingten Gezwungensein
des Staates zur Tilgung seiner Schulden, im Prinzipe wenigstens,
nicht die Rede sein kann. Mögen die heutigen politischen
Verhältnisse, die internationalen Finanzkontrollen über eine ganze
Anzahl von Staaten, diesem Prinzipe auch noch so oft widersprechen,
bei einer theoretischen Betrachtung der Frage muss von
diesem Prinzip ausgegangen und daraus die Folgerung gezogen
werden, dass jede Zwangstilgung von Staatsschulden, sie mag auf
Vertrag mit den Gläubigern oder freiwilliger Selbstbindung beruhen,
zur Voraussetzung hat den Willen des Staates, die übernommenen
Verpflichtungen zu erfüllen. Will sich der Staat über
seine Verpflichtungen hinwegsetzen, wird ihn daran auch keine
Art von Zwangstilgung hindern.
Staatsschulden sind ferner Schulden, aufgenommen von einer Persönlichkeit,
der, gegenüber allen anderen, ewige Dauer zukommt.
Daraus folgt, dass, wie ein unbedingter Zwang zur Tilgung
für den Staat nicht vorhanden ist, so auch die Notwendigkeit
einer Schuldentilgung überhaupt, wie insbesondere innerhalb bestimmter
Fristen, von diesem Gesichtspunkte aus, fortfällt;
eine Tatsache, die darin ihren Ausdruck gefunden hat, dass
bei den Staatsschulden nicht jede Anleihe besonders behandelt
wird, in welchem Falle für jede einzelne der Fortschritt der Tilgung
beobachtet werden könnte, sondern sämtliche Anleihen in
einige wenige Fonds verschmolzen werden, bei denen die Tilgung
jeder einzelnen Anleihe überhaupt keine Rolle spielen kann, sondern
nur die Herabminderung der Gesamtschuldenlast.
Wenn trotzdem manche Staaten besondere Anleiheformen
zum Zwecke der Tilgung geschaffen haben, geschah dies nicht in
der Meinung, dass jede Schuld in einer bestimmten Frist getilgt
sein müsse, sondern in der, dass eine Schuldentilgung überhaupt
notwendig sei und in den gewählten Formen am besten
bewirkt werden könne.
Eine Unterscheidung wird der Staat bei seinen Staatsschulden
in Bezug auf die Tilgung mit Vorteil festhalten: die von produktiven
und unproduktiven Anleihen.
Nicht freilich in dem Sinne, dass eine Tilgung produktiver
Schulden unnötig sei, da den Schulden ja ein Kapital gegenüberstehe.
Das ergibt sich aus dem oben Gesagten, dass in Kriegs-