Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

 

IAI

Dienstág,  7.  August  10.f.

 

u###iie  170

Jwischen  der  oberen  Weichsel  und  Bug  stellte  !

sich  der  Feind  geslern  erneut.  Deutsche  Truppen
  warsen  ihn  im  Laufe  des  Tages  aus  seinen
  Stellungen  bei  Kurow  (östlich  von  Nowo-Alexandria),
  südlich  von  Lenczna,  füdwest.
lich  und  südlich  von  Cholm,  sowie  südwestlich
Dubienka.  Der  Feind  hat  darauf  beiderseits  des
Bug  und  zuf  der  From  zwischen  Bug  und  südlich
  Lemina  den  Rückzug  fortgesetzt.  Cholm
ist  in  der  Versolgung  bereits  durchschritten.
Ruf  dem  Frudoöstuichen  Kriegschauplase
fielen  im  Jun  in  die  Band  der  deuischen
Truppen  323  Ossizierr.  75719  Mmann.  10  bGeschutze
  und  126  maschmengewehre.
Obderste  Heereslettung.
Amtlich  wird  ver- 



 

WIT.
lautbart:
Russischer  Kriegsschanplatz.

Die  Armee  des  Erzherzogs  Joĩef  Ferdinand
nahm  gestern  Nachmittag  von  Lublin  Besit.
J#  linler  Klügel  uberserit  in  der  Verfolgun:

die  Bystra.

deuische  Tkeuppen  drangen  den  Wieprz
abwärts  von  und  nähern  sich  von  Süd-Welien
  der  Stadi  Choilm.

Der  Genner  versucht.  an  rerichiedenen  Pum
len  in  vorbereililen  Stellungen  ernenn  Wider
stand  zu  leisten.  Er  wird  überall  angegriffen.

Nordwenlich  Jwangorod  wiesen  die  auf
dem  oflufer  der  Weichsel  voryedrungenen
deuisd  en  KRrdfte,  behige  Hngriffe  ab;  die
Kuflen  erlliten  proße  verlune.

In  Ostgalizien  blieb  die  Lage  unveränder.

Italienischer  Kriegsschauplat.

Die  italienischen  Jufantericangrisse  im  Gör-i#=schen
  haben  geslern  volllommen  ans’'sent.  G.
den  unsere  Sleliungen  am  Tlalraurande  ver
jeuert  die  seindlisze  Artilierie  nach  wie  d#r#
grose  Munitionsmengei.

Wien,  31.  Juli.

Im  Kärnter  Grenzuebitt  lam  er  zu  mehr
ren  Gefechtei..  Drei  iiailinische  Bataulone  grsen
  nach  starler  Artille  rirb##ung  die  Sie.
lungen  umerer  Trurnen  auf  dem  ll#einen  Pa!
an.  Es  gelang  dem  Feind,  in  einen  vorgescho
benen  Schügengrab#en  einzudringen,  doch  wur
er  nach  harten  Kammuf  r  schmersten  Ver
lusten  wieder  vollende  z#  ßgesc  lagen.  Ebeni
murde  ein  Vorfloß  i#minischer  Truppen  bemt
Paß  Lodinnt  (nördlick  HKan  auf  nächite  Di
itanz  durch  Veueranfall  und  Handgraunaten  al
gewiesen.  Am  Kamm  fsüdlin  Malborghern
räumte  eine  unserer  voerg#  inobenen  Ahteilunge.:
einen  Beobachturorelen  bur  üverlegenen  seint
lichen  Kräften.

 
  

 

 

i#iie  Arillerie  1
en  JFolgaria  L—
iberer  scindlid,  r
vurd.

In  Tirol  be#hbh
solglos  die  Pla
Ein  Angriff  fäan
Gebiete  de
gewiesen.

V#n.
Tlautbart:

Russischer  Kricgeschauplatz.
eschsel  und  Bug  embrannie  g6.
erneut  #u  zahlreichen  Pienitlen  heftiger
Unsere  Berbundelen  warsen  den  Feind
sudwesllich  Dubienla,  sudlich  von  Cholm  und
sudlich  von  Leuczua.  Nördlich  Lublin  wiesen
unsere  Truppen  starle  Gegennöße  ab  und  setzlen
  seiher  ihren  Angriff  sort.

     

aron.
Kräfte  in

lin  all

 

 

*  Monte  Crinello

Wiru,  1.  Anguft.  Alilich  wird  ve.  :=Zwischen

  W#
jtern
Kampf.

Bei  Kur-#?  Qtarmte  eine  im  Verband  der
Armicee  Erzherzogs  Joseph  Ferdinand  stehende
  deutsche  D  ivision  zwei  hinter  einander

liegende  seindliche  Linicn.  Oenerreichisch-unga
rische  Truppen  erklämpften  sich  den  Weg  bis
Nowo  Alerandria.  Während  hier  am  Osr..
nser  der  Weichsel  und  bei  Lublin  der  Gegner
noch  Widerftand  leittet,  sent  er  weiter  öntlich
im  Raume  bis  zum  Bug  seit  heute  früh  den
Rückzug  fort.  Deutsche  Regimenter  haben  bei
sriner  Verfolgung  vormitlags  Cholm  durchschritlen.


In  Oslgalizien  ist  die  Lage  unverändert.
Nordwestlich  Jwangorod  entrissen  gesiern  die
auf  das  Ostufer  vorgedrungenen  deutschen  Truppen
  den  Nussen  einen  wichtigen  Stützpunkt.

Bei  den  unter  öterreichisch-ungarischem
Oberbefebl  nebenden  Streumrrd#iten  der  ver.
hundeten  wurden  im  IU  2y  Of#zie##
und  126031!1  Mann  als  Gefangene  eingepracht
  18  EIIIIIIEIIIII

gewehre  erbeutet.

 

 

 

Italienischer  Kriegsschauplat.

Kleinere  Gesechte  im  Tiroler  und  Kärniner
Grenzgebiet  waren  auch  gestern  für  uns  von
günftigem  Ausgang.  In  der  Gegend  von  Casiell
  Tessino  wurden  zwei  seindliche  Kompagnien
überfallen  und  erlitlen  flarle  Verluste.  Angrisse
  von  Bersaglieries  gegen  unsere  Stellungen
  gegenüber  dem  Hohen  Trieb  (Grenzhöhe
östlich  des  Rloden)  gelangten  ilellemweise  bis
in  die  eigenen  Linien.  Der  Sturm  unserer  Re
serven  warf  jedoch  den  Feind,  weicher  namentlich
  durch  unser  Artilleriefener  schwere  Verluste
erlitt,  wied  er  zurüd.

An  der  lüstenländischen  Front  herrschte  vom
Krn-Gebie!  bis  einschi.  des  Görzer  Brücken
lopfes  abgisehen  von  Ariilleriesener  und  lleineren
  seindlichen  Angriffsversuchen  Rube

Dagegen  unternahm  der  Feind  im  9  des
gestrigen  Tages  und  der  heutigen  Nacht  wiederbolte
  starke  Angriffe  gegen  den  nach  Westen
vorspringenden  Teil  unserer  Stellungen  am
Nande  des  Karüplaleaus.  Oe##lich  von  Polazzo

inn  der  Kampf  noch  nicht  abgeschlossen.

Ein  von  Selz  und  drei  vom  Vermegliano  an
gesetzte  seindliche  Nachtangriffe  wurden  unter
schweren  italienischen  Verlusten  zurücgeschlagen.

Der  Stellv.  des  Chofs  des  Generallstabes:
von  Höfer,  Feldmarschalleutnant.

Mgememes  vom  dieg.

Die  „Lusitania“-Angelegenheit  ab
geschlossen.
Rotterdam,  1.  Aug.  Aus  Newyork  wird
Hedrahtet:  Einer  Depesche  des  „Neuvorl
World“.  aus  Verlin  zusolge  wird  der  „„Lusi
tania-  Kall  in  Berlin  als  abgeschlossen  betrach
ltct.  Die  allgemeine  Ausfassung  und  Ansicht  der
deutsan  en  Kreiie  sei,  dass  Präfidim  Wilson  durck
seine  letzte  Noie  ablichilich  alle  weiteren  Ver
handlungen  abschneiden  wollte.  Eine  Antworl
Deulschiands  würde  die  Streitfrage  nur  ver
sca  limmern  und  die  Spannung  größer  machen.
Die  nicht  zu  überbrückenden  Gegensäge  der  bei
derseitigen  Anschamungen  seien  der  Grund,  wa
rum  weilere  Crörterungen  nichts  nützen  lönnen.
J
Kreuzer  „Oindenburg“.
Berlin,  1.  Aug.  Der  heute  auf  der  kai
serlichen  Werst  in  Wilbelmshaven  vom  Stapel
gelaufene  große  Kreuzer  „Ersag  Hertha“  er
bielt  auf  Besehl  des-  Kaisers  den  Namen  „Hindenburg".
  Die  Tausfe  wurde  von  Ibrer  Erellenz
  KFrau  von  DLindenburg  rollzogen.

Der  Alkoholismus  in  Frankreich.

Paris.  #.  Juli.  Die  Deputiertenkammer
trat  in  die  Debatte  über  den  Anirag  gegen
den  Altoholis  emus  ein.  Dabei  murde  die  Beimmung
  angenommen,  nach  der  Perionen,
melcke  wegen  Trunienheit  wiederholt  beistraft
wurden,  die  Ausübung  von  polilischen  Ehren
rechten  aberkannt  wird.  (.).)
Beschlagnahme  von  Kohlenvorräten

  in  Italien.

Genus,  30.  Juli.  Wie  das  „Journal“  aus
Nom  meldel,  besch  lagnahmle  die  Hceresleitung
aile  Kohlenvorräne  im  Privatbesitz,  um  die  Munilionsherücllung
  zu  beschleunigen.  Nach  der
Turiner  „Stampa“  erließ  der  Ministerrat  Ausjuhrungebemtimmungen
  zur  Enteignung  der  Vorräte
  an  Metall,  besonders  Kupfer,  die  sich  auf
die  Kiafter  und  lirchlichen  Bauwerle  ersireden

sollen.  (I.)
#

e
den  mueticken  Frisgeichanressg.
Feindliche  Alshe  über  Freiburg.
WI  Berlin.  1.  Aug.  Gesiern=  Morgen
gegen  6  Uhr  iieen  ũber  Ireiburg  i.  Br.
wiederum  sechs  feindliche  Flieger.  Es  gelang.
ein  !  Flugteug  bei  Munzingen  herunterzuschießen.
Die  mei  leichtverletzten  Insassen  wurden  gesargen
  genommen.
Die  Beschichung  von  Reims.

Jürich.  1.  Aug.  Die  „Tribune“  in  Genf
berichtet  aus  Paris:  Unter  dem  Eindruck  der
sortdauernden  Artilleriebeschießung  von  Reims
durch  die  Deutschen  erliesi  die  französische  Regierung
  den  Besehl  ur  Räumung  von  Reims.
Es  sollen  besondere  Transporte  bereilgestellt
werden,  um  die  Fivilbevölkerung,  die  nicht  ausdrücklich
  in  Reims  auf  eigene  Gefahr  -zu  verbieiren
  uünscht,  nach  den  südlichen  Departements
  uberusuhren.  (.)  “

Der  anuy  nr  See.
Versenkt.

London,  1.  Auguftl.  Neuter.)  Llonds  ersahren
  an-  sion  a  Mralh:  Der  Dampfer  der  norwegischen
  Ameritalinie  „Troandhiems  Fiord“.
der  2737  Tonnen  Gehalt  hat,  wurde  von  einem
deutschen  Unterseeboot  versenkt.  Der  Passagierdampfer
  „Iberian“  von  der  Loylandlinie
is  con  cinem  Vnterleebaot  verseult  worden.

 

Geseral  der  Artillerie  v.  Gallwitz.

einer  unserer  ersfolgreichen  Armeeführer  im
OÖsten,  der  den  Uebergang  über  den  Narew  erzwang
  und  die  Festungen  Puliusl  und  Rozan
croberte.

 

 

Die  .  Iberian“,  ein  Dampfer  von  5223  Register-5%„
  neu,  wurde  zuerst  beschossen  und  Nm  torpe

diert  und  zum  Sinken  gebracht.  7  Personen
sind  tol.  61  geretiel.  Vier  Fischersahrzeuge
aus  Lowestoft  sind  von  Unterseebooten  versentt
worden.  Die  Besatzungen  wurden  gerettet.  Ein
dentiches  Unterseeboot  hat  zmei  weitere  Fische.
salrzeuge  aus  Lowestoft  versenll.  Die  Besa

zungen  find  gelandel.  (.).)

Ruhsard.

e  Räumung  vor  Warschau.

Di
Kralau.  1.  Angust.  Der  Gonverneur  voen
Warschau  #l  bereils  nach  Siediece  übergesiedel..
Von  der  Jivilorganisalion  bleiben  nur  deie
Feuerwehr  und  di  (Polizei.  In  den  Vorstädten
von  Warschau  wurde  eine  Miliztruppe  organt
siert.  Alle  Thealer  sind  geschlossen.  Tägli)
passieren  große  Verwundetentrausporie  die  hi:
sige  Sladt.  Tee  Russen  nehmen  alle  Leben:
miltel  mit  sich,  ebenso  alle  Vorräte  an  Messinn
und  Kupser.  Die  Bewohner  des  herrlichen  Vielel“
  an  den  Weichselbrucden  wurden  zum  Velassen
  ihrer  Hüniser  aufgesordert.  Man  brin
diese  Anssorderung  mit  der  baldigen  Sprer.
gung  der  Weichselbrücken  in  Zusammenhan:.
Z.
Nieder

D

Der  Zar  und  die  russischen

lagen.

Petersobura.  1.  Ang.  Anläslich  des  Jal
restager  der  Krieges  erlies  der  Zar  an  br:
Augehorigen  von  Heer  und  Flolle  einen  Tagebesehl,
  in  welchem  getagt  wird,  das,  rrweanl
trotz  aller  Anrengungen,  die  ihre  Kahnen  m.
neuem  Nuhme  bedeckt  hälten,  des  Heindes  Kra
noch  nicht  gebrocken  sei.  sie  doch  nicht  den  M
nerlieren  und  niäln  zurüdlchrecken  dursten  voer
neuen  Orsern  und  nuen  Prüfungen,  die  nöll!?
seien,  um  Rus  land  dem  friekllichen  Leben  wiedezumsühren.
  Der  Lar  sagt  Weiler:  Goln  sandie
oft  dem  Vaterlande  schmenticke  Prüsungen,  abr
aLand  ging  ibel  mit  sener  Kraft  und  neuer
Elürte  daraus  hervor.  Der  Tagesbesehl  drüc!
dann  den  unersch#unte-ichen  Glanben  und  die
seilte  Hoffnung  auf  einen  glucklichen  Auegang
des  Kamupfer  aus  :  5  flehl  den  Segen  Gotten
auf  Ruselands  bea  vu##::  Macht  herab.

  

Die  Stimmun  ##russischen  OÖOffi-„re.


Bularcs.  1.  12  Der  nach  der  Bulo#-wina
  entlandte  ####erberchterilalterdne  Bu-——
  Blottes  ia“  hatte  mit  Erlaubnis
der  österreic#i.  *b  rarichen  Heeresleitung  eine
Unterredung  mit  gesangenen  russischen  Offi
zieren.  Der  russishe  Leulnant  Jabrinow  äußerl:
sich:  Die  ruisische  Kriegoleilung  jutterte  un:
bioher  mit  lauter  Siegesnachrichten  sowohl  Rus
lands,  al:  auch  der  Cutente.  msällig  gelangie
umlängi  eine  rumänische  Zeilung  in  unsere
Hände,  woraus  wir  die  traurige  Wahrheit  erfuhren.
  Bisher  waren  wir  davon  sest  überzeugt,
  daß  unsere  Armcen  sich  tief  in  Oesterreich
  und  Ungarn  besinden.  Als  wir  die  Tatsache
  erfuhren,  daß  mir  unter  fortgesetzten  Niederlagen
  groß.  russische  Gebicte  preiegeben  müssen,
  hatten  wir  das  Gefühl,  als  wären  wir  vom
Blitze  getrossen.  Wir  waren  alle  sürchterlich
niedergeschmelterl.  Seit  Monaten  lämpsen  wir
an  der  bessarabischen  Front  und  lonnten  von
der  anderen  Front  nichte  oder  nur  das  hören,
was  umer  Generaistah  zur  Belehung  der  Slim.
mung  für  gut  sand.  Mit  lieser  Niedergeschlagenheil
  erlennen  wir,  daß  den  endgülligen  Niederbruch
  der  russischen  Armee  nichts  mehr  aufzuhalten
  vermag.  Armee  und  Volk  mub  auf  das
GHerschlimuile  gesaßt  sein.  ()).)

  

 

Wie  sie  hausen.

Krakau,  31.  Juli.  Die  Zeitung  „Voptzed
berichtet,  daß;  zwischen  Weichsel  und  San,  wo
die  hartnäckigsten  Kämpfe  sansahen.“  allein
im  Bezirk  Karnobrzeg  12000  große  Bauerngehöfte
  in  Trümmer  liegen.  Alle  Orte  haben
schwer  gelitten.  Ueberall  wurde  von  den  Russen
die  Jivilber  öllerung  zwangsweise  entfernt;  auch
Ereise,  Frauen  und  Kinder  mußten  ihre  Wohnslätten
  verlassen.  (3.

Italien  und  die  Balkanstaaten.

Lugano,  1.  Aug.  Die  „Tribuna“  bringt
eine  Depesche  ans  Salonili,  die  den  unmittelbaren
  Eintritt  Italiens  in  die  Dardanellenaklionen
  meldet.  Des  weiteren  wird  von  einem
gemeinsamen  Vorgehen  Italiens,  Frankreichs
und  Englands  auf  allen  Kriegsschauplätzen  berichtelt,
  was  den  Eindruck  auf  die  Balkanvölker
nicht  verfehlen  werde.  (3.)  «

Die  Italiener  in  Tripolis.

Mailand,  1.  August.  Der  „Corriere  della
Sera“  mildet  aus  Nom:  Vorgestern  ist  der
Ministerrat  zusammengetreten.  Der  Kolonialminister
  erstattete  Vericht  über  die  Lage  in  Tripolitanien
  und  erläunterte  die  Gründe,  die  für  die
Sammlung  und  Zurüdziehung  der  Truppen  auf
die  beseiligten  Küftenpunkte  bestimmend  waren.
  Mit  Rücksicht  auf  den  europäischen  Krieg
scheine  es  angenblicklich  nicht  ratsam,  erhebliche
  Verflärlungen  nach  Tripolitanien  zu  entsenden.
  Die  Ereignisse  in  Tripolitanien  seien
graßtemteils  der  turlisch  deutschen  Prapaganda
()  zuzuschreiben,  sowie  der  unaufrichtigen  Hallung
  der  türkischen  Regierung,  die  den  Verpflichtungen
  des  Vertrages  von  Lausanne  nicht
nachgekommen  sei.

#  ·—*ii

Ve  —
Der  letzte  Druck.  I

B  ularest,  1.  August.  Das  russenfreundliche
Blatt  „Dimincatza“  meldet  aus  Sofia:  Deimnächst
  werden  Vulgarien  von  Seiten  des  Vierverbandes
  unmiderruflich  die  letzten  Vorschläge
unterbreitei.  Wenn  Bulgarien  nicht  annimmt
werden  die  Gesandten  des  Vierverbandes  Bulgarien
  oftentativ  verlassen.  Das  gleiche  Blatt
meldet  weiter,  daß  der  englische  Gesandie  in
Sofia  wegen  eines  Konflilles  mit  den  in  besonderer
  Mission  nach  der  bulgarischen  Hauptsiadt
  entsendenden  englischen  Sondergesandten
Fitz-Maurice  Sosia  verlassen  hat.  (33.)
n  ·  ·

e  TLüörtkel  im  Welkärieg

Vor  den  Dardanellen.

WIB,  Konstantinopel,  1.  August.  Das
Hauptguartier  teilt  mit:  Auf  der  Dardanellenfront
  nichts  von  Bedentung.  Am  31.  Juliz
erbeuieten  unsere  Erlkundigungskolonnen,  die  bei
Seddul  Bahr  in  die  seindlichen  Gräben  eingedrungen
  waren,  eine  Menge  Gewehre  und  Munition.
  Ciner  unserer  Flieger  warf  mit  Erfolg
vier  Bomben  über  Tenedos,  von  denen  eine  ihr
Ziel  auf  deim  seindlichen  Flugplatz  traf.  Unser
  Flieger  wurde  von  zwei  seindlichen  Fliegern
  verfolgt,  die  auf  ihn  ein  wirlungsloses
Maschinengewehrseuer  eröffneten.

Im  Schwarzen  Meergesunken.

Konstautinopel,  1.  August.  Zuverlässigen
  Privalnachrichten  msolge  sank  ein  großer
seindlicher  Torpedoboot-s  zerjlörer  aus  unbelannter
  Ursache  im  Schwarzen  Meer  auf  der  Höhe
von  Keelen  ösllich  Schile.  (.3.)

Sot  #  —

München,  1.  Aug.  Die  Königin  empfing
den  öslerreichisch-  ungarischt  n  Gesandten  von  Velics,
  der  im  Austrag  des  Kaisers  Franz  Josenh
  der  Königin  ein  Handschreiben  des  Kaisers
und  den  Verdienststern  vom  Roten  Krenz  mit
der  Rriegsdekoration  überbrachte.

München,  1.  Aug.  Finanzminister  von
Breu  nig  seiert  am  2.  August  seinen  60.  Geburtstag.
  Der  König  hat  ihm  in  einem  Handschreiben
  die  Glückmünsche  zu  diesem  Tage  aus--gesprochen
  und  ihm  sein  Bildnis  mit  einer  kunstvoll
  ausgeführten  Plakette  verliehen.

daeeriches  Oberlend.
niederaschau,  1.  August.  Herr  Joham
Dillersberger,  Privatier  dahier,  wurde  im  hohen
  Alter  von  70  Jahren  zur  ewigen  Ruhe  gebettet.
  Der  Dahingeschiedene  war  24  Jahre  Gemeindekassier
  für  Niederaschau.  Er  war  auch
Mitbegründer  der  Kal.  priv.  Feuerschutzengesellschait
  Hohenaschau  und  sehr  viele  Jahre
Schützenmeister.  Vor  einigen  Jahren  war  es
ihm  gegönnt,  das  50jähr.  Jublläum  als  Mitglied
  dieser  Gesellschaft  begehen  zu  können.  Im
Leben  mußte  er  so  manche  Prüfung  über  sich  ergeben
  laslen.
Endorf,  1.  Aug.  Bei  dem  Bauern  Joleph
Zankl  in  Hosham  wurde  eingebrochen  und  a  ¾

 

seiner  Behausung  außer  einem  kleinen  Geld

traa  verschiedene  merlvolle  Schmucksachen  ge

stohlen.  Als  Täter  kommt  der  erst  kürzlich  in
Benediitbenern  entslohene  Zuchthauge  anngen
der  24  Jahre  alte  Tasüher  Jolenc  iebhart
von  hier  in  a  ,eitchsn  hiesiger  Gegend
  außhalten  –