Full text : Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1831. (15)

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1)  Bey  allen,  sowohl  jetzt  schon  bestehenden,  als  kuͤnftig  noch  zu  schließenden
Ehen,  ist  in  der  Regel  keine  Guͤtergemeinschaft  anzunehmen,  sondern  es
tritt  in  Ansehung  der  Guͤterrechte  zwischen  Ehegatten  das  gemeine  Recht  ein.
Wenn  in  den  Ehevertraͤgen  Guͤtergemeinschaft  verabredet  worden  ist  oder
kuͤnftig  verabredet  werden  wird:  so  behaͤlt  es  dabey  sein  Bewenden.  Es
hat  jedoch  letzteren  Falles  das  bestaͤtigende  Gericht  darauf  zu  sehen  und
dahin  zu  wirken,  daß  in  den  Ehevertraͤgen  so  genau  als  moͤglich  bestimmt
werde,  welche  Folgen  die  beabsichtigte  Gütergemeinschaft  sowohl  in  Ansehung
  der  Rechtsverhältnisse  der  Ehegatten  unter  sich  und  gegen  Dritte,
als  auch  rücksichtlich  der  Erbfolge  der  Kinder  haben  solle.

Alle  bis  zum  Tage  der  Publikation  dieses  Gesetzes  über  die  strittige  Gütergemeinschaft
  erfolgten  rechtskraftigen  Erkenntnisse  verbleiben  in  ihrer
Kraft  und  Wirkung.

So  geschehen  und  gegeben  Weimar  den  4.  Januar  1831.

(I.  8)  Karl  Friedrich.
C.  W.  Freyh.  v.  Fritsch.  D.  Schweigter.

Gesetz
über  die  Gütergemeinschaft  unter  Eheleuten
im  Patrimonial-Amte  Lengefeld.

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Versetzung  in  den  Ruhestand  mit  Pension.

Des  Großherzogs  Königliche  Hoheit  haben  den  Obergeleitsamts-Sekretar
Johann  Heinrich  Lindner  zu  Erfurt,  auf  unterthänigstes  Ansuchen,  unter  Bezeigung
  Höchstihrer  Zufriedenheit  über  die  von  ihm  in  einem  Zeitraume  von  53
Jahren  geleisteten  treuen  Dienste,  mit  Beybehaltung  seincs  zeitherigen  Gehaltes
als  Pension  in  den  Ruhestand  zu  versetzen  gnädigst  geruhet.

Beförderungen.

Se.  Königliche  Hoheit,  der  Großherzog,  haben  in  Uebereinstimmung  mit  den
Herzögen  zu  Sachsen,  Durchlauchten,  den  außerordentlichen  Professor  der  Rechte  D.
Wilhelm  Franke  zu  Göttingen  zum  fünften  ordentlichen  Professor  der
Rechte  auf  Höchstihrer  Gesammt-Akademie  Jena  und  den  außerordentlichen  Professor
der  Rechte  auf  dieser  Hochschule  D.  Gustav  Adolph  Martin  zum  ODrdinar-