Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1842. (33)

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4)  Die  Verleihung  der  Auszeichnung  erfolgt  in  der  Regel  bei  der  Entlassung

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aus  dem  zweiten  Aufgebot  zum  Landsturm  im  Herbst  jeden  Jahres  und
faͤngt  mit  Denjenigen  an,  welche  im  Herbste  1842.  austreten.  Das
bei  dem  Uebertritt  aus  dem  ersten  Aufgebot  erhaltene  Zeugniß  des  Wohlverhaltens
  giebt  dem  austretenden  Unteroffizier  und  Wehrmann  das  Recht,
sich  mit  dieser  Bescheinigung  bei  dem  Bataillons-Kommandeur  seines
Bezirks  zur  Erlangung  der  Auszeichnung  zu  melden.

Bei  den  Offizieren  ist  es  erforderlich,  daß  sie  ihre  Dienstpflichten  in  allen
gedachten  Stadien  (S.  8.  3.)  überhaupt  vorwurfsfrei  erfüllt,  und  insbesondere
  den  Uebungen,  zu  denen  sie  beordert  worden,  so  wie  dem
Scheibenschießen  und  Kontroll-Versammlungen  mit  Eifer  beigewohnt  haben,
  auch  niemals  kriegsrechtlich  bestraft  worden  sind.

Die  Listen  der  berechrigten  Offziere  werden  unter  Beifügung  der,  von
den  Brigade-Kommandeuren  zu  bestätigenden  Zeugnisse  der  Bataillons=Kommandeure
  über  das  Wohlverhalten  auf  dem  geordneten  Dienstwege
an  das  Kriegsministerium  eingereicht,  welches  sie  prüft,  und  Mir  zur  Bestärigung
  vorlegt.  Diejenigen  Offziere,  die  auch  nach  zurückgelegter
Dienstpflicht  aus  ehrenvollem  Antriebe  noch  in  der  Landwehr  bleiben
wollen,  sollen  dabei  Mir  besonders  namhaft  gemacht  werden.
Der  Unterofftzier  und  Wehrmann,  welcher  auf  die  Dienstauszeichnung
Anspruch  macht,  muß  die  Uebungen,  zu  welchen  er  einberufen  wurde,  mitgemacht,
  und  im  Fall  er  diese  zu  versäumen  gezwungen  war,  durch  ein
freiwilliges  Einkommen  nachgeholt,  ebenso  bei  den  Schießübungen  und
Kontroll-Versammlungen  seine  Pflichten  vorwurfsfrei  erfüllt,  auch  während
  seiner  Dienstzeit  keine  durch  Kriegs=  oder  Standrecht  erkannte
Strafe  erlitten  haben,  und  nicht  in  der  zweiten  Klasse  des  Soldatenstandes
  stehen.  Bei  dem  Uebertritt  ins  zweite  Aufgebot  muß  über  das
Obige  zur  Begründung  des  künftigen  Anspruchs,  in  einem  auszustellenden
  Führungszeugniß  das  Nöthige  bemerkt  werden.
Die  Listen  der,  nach  diesen  Bedingungen  zur  Dienstauszeichnung  sich
eignenden  Unteroffiziere  und  Wehrmänner,  werden  von  dem  Bataillons-Kommandeur
  zusammengestellt,  und  dem  Brigade-Kommandeur  zur  Prüfung
  und  eventuellen  Bestätigung  vorgelegt.  Auf  Grund  derselben  wird
die  summarische  Nachweisung  des  Bedarfs  an  Auszeichnungen  durch
die  Zwischenbehörden  dem  Allgemeinen  Kriegsdepartement  eingesandt,  welches
  dagegen  die  erforderlichen  Auszeichnungen  jedem  Armec-Corps  zusenden
  wird.  Verloren  gegangene  Auszeichnungen  müssen  die  Inhaber  aus
eigenen  Mitteln  wieder  anschaffen.

9)  Wenn