Volltext : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1824. (1)

Stockstreichen,  auch  zu  Bezahlung  der
Hälfte  der  oberamtsgerichtlichen  Untersuchungs-Kosten
  verurtheilt.

Vermöge  Entschließung  vom  2:#.  Juli
hat  jedoch  der  K.  Ministerial-Rath  in
Vollmachtsnamen  des  Knigs  die  erkannte
  körperliche  Züchtigung  von  achtzig
Stockstreichen  auf  die  Hälfte  im  Gnadenwege
  herabgesetzt.  (d.  :2.  September.)

17.  Gegen  Franz  Gottfried  Rommel,
von  Stuttgart,  wurde  vermöge  Beschlusses
  vom  26.,  erdffnet  den  20.  September,
  wegen  wiederholter  gewerbsmäßig
Hetriebener  Betrügereien  und  fortgesehten
  leichtsinnigen  Lebenswandels,  neben
  Erstattung  sämtlicher  Kosten,  eine
viermonatliche  Festungs=  Arbeitsstrafe
  erkannt.  (d.  :5.  September.)

18.  Vermöge  Beschlusses  vom  2.,  eröffnet
den  3.  September,  wurde  gegen  Christoph
  Rudolph,  Seifensteder  in  Bönnigheim,
  O.  A.  Besigheim,  wegen  durch
Cassen-  Eingriffe  und  unordentliche  Rechnungsführung
  gesebten  Pflegschafts-Cassenresis,
  und  zu  theilweiser  Verdeckung
  desselben  begangener  Fälschung,
neben  der  Verbindlichkeit  zum  Ersfaße
des  Schadens  und  Bezahlung  der  Untersuchungs-Kosten,
  eine  viermonat-=liche
  Festungs-Arbeitsstrafe  ausgesprochen.
  (d.  :5.  September.)

19.  Jakob  Stork,  von  Illingen,  O.A.

Maulbronn,  wurde  vermöge  Beschlusses
  vom  J.,  eröffnet  den  18.  September
wegen  ehrenbeleidigender  Aeußerungen
gegen  den  Oberamts-Richter,  groben
Vetragens  vor  Gericht  und  Ungehorsams
  gegen  die  Obrigkeit  zu  einem  Zusatze
  von  vierwöchiger  Polizeihaussirafe
  zu  der  früher  gegen  ihn  erkannten
  zehnwöchigen  gleichen  Strafe,
so  wie  zu  Bezahlung  der  Untersuchungs-Kosten
  verurtheilt.  (d.  :3.  September.)


20.  Vermöge  Beschlusses  vom  7.,  eröffnet

  den  11.  September,  wurde  dem
Musikus  Friedrich  Hauber,  von
Stuttgart,  wegen  wiederholter  Afotie
und  wiederholten  betrügerischen  Bettelns,
neben  der  Verbindlichkelt  zu  Bezahlung
sämtlicher  Kosten  eine  zehenmonatliche
  Zwangsarbeit  im  Polizeihause  zuerkannt.
  (d.  :5.  September.)

11.  Die  bei  dem  Criminal-Amte  Stuttgart

in  Untersuchung  gekommene  Caroline
Fesky,  von  Ludwigsburg,  wurde  vermöge
  Beschlusses  vom.  7.,  erdffnet  den
11.  September,  wegen  wiederholten
Vagirens,  wiederholten  verbotswidrigen
Eintritts  in  die  Residenzstadt  Stungart
und  wegen  zweier  kleiner  Diebstähle,